Uebersicht der prosaischen Literatur.
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^ulisue von Montreux, einem Vorläufer d'Urse's. Diese Schäfereienvon der schönen Juliane (1595) gehören noch inS 16. Jahrh, und sindhalb Schäfer- halb Ritterroman wie die Diana von Montemayor; dennvielfach mischte sich Beides, wie auch im Amadis die Geschichten vonSilvia und Darinel zeigen. Dem Stile der Uebersetzung nach würdeman diese, so wie die erste Uebersetzung des Amyntas und paMor liäo,neben die Schein und ähnliche Lyriker stellen, wo die Volkspoeste ohnegelehrte Vermittlung auf das Fremde stieß; die eingeschalteten Liedererinnern vielfach trotz ihrer ungewohnten Gegenstände noch an den Tondes Volksliedes. Alles was dieser Art vor Opitz'Auftreten erschien hatdiesen ungehobelten Charakter; so die (40) auserlesenen Geschichten ausGiraldi Cinthio (Franks. 1614); so die erste Uebersetzung eines derkanonischen Werke in der Gattung des allegorischen Pastorals, derAsträa! von d'Urse (Mömpelgart 1619), die bald von einer neuen (Halle 1624)verdrängt wurde: denn dieser Roman war der Gegenstand allgemeinerAufmerksamkeit und Huldigung in der fruchtbringenden Gesellschaft.
^ Roh, drollig, ungeleckt und von Sprachmischerei entstellt waren auchi noch die ersten Uebersetzungen der Ariana von Desmarets, gegen die(Leiden, 1644) ein späterer Uebersetzer, Georg Andr. Richter, auftrat.
^ Dann die der schon erwähnten Diana von Montemayor von Kufstein
' (1624), die 1646 Harsdörfer mit treuem Anschluß und nicht geringer
Mühe, besonders in den Gedichten, überarbeitete. Und ebenso dieArcadia Sidneys, die 1629 ein Val. Theoerit von Hirschberg über-setzte, der seinem Mischstile mit einer Art von satirischer Absicht Laufläßt, weil er all» moäo sei; dieser Uebersetzung hatte dann Opitz (1638;nachzuhelfen. Die Areadia, die bei Sidney gleichmäßig von den WerkenSannazar's und Montemayor's angeregt ist, hatte auf Deutschland denzufälligen Einfluß, daß, wei! einer der darin auftretenden Schäfer Clajusheißt, der Stifter unseres Pegnitzordens Clajns Wohl dadurch anf denGedanken kam, die Schäfernamen in dem Orden zu brauchen, den er miti Harsdörfer gründete, der deßhalb den Namen des anderen Schäfer-i genossen in der Areadia, Strephon, annahm. Man weiß, wie schon in^ den frühesten Schäferromanen der Spanier, Portugiesen, Italiener und' Engländer stets wirkliche Begebenheiten zu Grunde gelegt, oder hinter! den Erdichtungen gesucht wurden. Diese Werke also zeigen uns schoni den Uebergang vom Gedichte zur Geschichte und gewöhnen uns an dieAllegorie im Romane, wie wir sie schon im Theuerdank auf deutschemBoden fanden. Einen neuen Schwung erhielt diese Uebersetzungsliteratur,' als Opitz Barelay's Argenis (1626) übertrug, ein solch historisches
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