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Landes kaiserliche Besatzungen aufnehmen, diese den Winter überverpflegen und überdieß 700,000 fl. bezahlen. Dagegen wurdenApaffy und die Stände gegen alle Beschränkung ihrer ver-fassungsmäßigen Gewalt sicher gestellt, nnd ihnen zugesagt, dasLand solle mit Eintritt des nächsten Frühjahrs von aller Besatzungbefreit werden. Der Herzog von Lothringen ließ die GeneraleGuido v. Starhemberg, Scherffenberg, Piccolominiund Veterani bei den Truppen zurück, und eilte nach Wien.Jene vier Generale zeichneten sich durch Uneigennützigkeit undstrenge Aufrcchthaltung der Mannszncht in hohem Grade aus nndwurden im folgenden Jahre, als ihre Pflicht sie auf andernPunkten festhielt, in Siebenbürgen schmerzlich vermißt. Diebaicrschen nnd ein Theil der Reichstruppen überwinterten in Ober-Ungarn.
Die letzte Waffenthat in diesem Jahre war die Einnahme vonErlau, welche Stadt schon über Jahr und Tag von den Kaiser-lichen theils blokirt, theils belagert wurde. Nachdem Rustein,der Pascha von Erlau, alle Schrecken einer Hungcrsnoth bestan-den, und den Fall der umliegenden Schlösser Sarvas, Sereth undSirock mit angesehen, zwang ihn die Noth zur Capitulation. Erund die Seiuigen, 4000 an der Zahl, darunter 1000 wehrhafteMänner, verließen am 17. Dezember die Stadt, in welche Ge-neral Caraffa seinen Einzug hielt. Die Türken, welche seitsieben Monaten kein Brod gesehen und sich nur von gefallenenThieren, von Häuten und Leder genährt hatten, waren so kraft-los, daß sie sich kaum zu schleppen vermochten. In der Stadtließen sie 107 Geschütze und einige Munition zurück.
Unmittelbar nach dem Falle von Erlau begab sich Earaffavor Munkacs, Tököly's Hanptsitz, wo seine Gattin HelenaZriny, während er sich im Felde nnd im türkischen Lager herum-ll'ieb, die Fäden der Verschwörung in Obcrungarn mit geschickterHand zusammenhielt. Wie tadelnswerth auch Tököly's Empörunggegen seinen rechtmäßigen Herrn erscheint, so große Bewunderungverdient seine hochherzige Gattin, die im Glücke wie im Unglückemit unwandelbarer Standhaftigkcit an ihm festhielt, alle Güterdes Lebens freudig für ihn opferte, als ihn Alles verließ, alleinfür sein untergehendes Glück kämpfte, und da Alles verloren war,I 7