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Der Bürgerkrieg dauerte in Ungarn bis zum Jahr 1711 fort,und endigte mit dem Abschlüsse des Szathmarer Friedens am30. April. Weder Leopold I., noch sein Sohn und NachfolgerJoseph I. erlebten denselben; den weisen und versöhnenden Maß-regeln des Letztem, aus welchen Eugen's Rathschläge wesentlichenEinfluß hatten, muß die Beilegung der ungarischen Unruhen zu-geschrieben werden. Wichtigere Ereignisse im Westen riefen Eugenvon diesem Kriegsschauplatze ab, auf dem er überhaupt in denJahren 1703 und 1704 die kaiserlichen Truppen nicht in Personbefehligte, sondern nur von Wien und Presburg aus die Operatio-nen im Allgemeinen leitete. Die kaiserlichen Generale Rabutin,Heister, Herbeville, Palffy, Starhemberg und Viardwaren es hauptsächlich, welche die Ungarn durch eine Reihe vonNiederlagen der Annahme des Szathmarer Friedens geneigt mach-ten. Dieser umfaßte in zehn Punkten eine allgemeine Amnestie füralle Ungarn und Siebcnbürger, die Rakoczy's Parthei ergriffenhatten, wofern sie in gegebener Frist sich dem Kaiser unterwarfen.Selbst dem Fürsten Rakoczy wurde des Kaisers Gnade, Ver-zeihung und Bestätigung in seinen Gütern zugesagt, wenn er indrei Wochen den Hnldigungseid schwören wolle. Die Aufrccht-haltung der siebenbürgischcn und ungarischen Rechte und Freiheitenwurde gleichfalls feierlich zugesagt und die Lösung sämmtlicherBeschwerden au dem nächsten Landtage verheißen.
Rakoczy beschloß sein Leben in freiwilliger Verbannung in derTürkei.