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Pfalz, im Herzogthum Würtcmberg, am Bodcnsee und in demeroberten HZaiern zn gönnen.
Eugen und Marlborough wünschten die erfochtenen Vor-theile auf das Aeußcrste zn verfolgen und den Feind im freienFelde aufzusuchen.
Prinz Ludwig von Baden entschied sich für die Belagerungvon Landau, und da der römische König Joseph bei dieser Unter-nehmung anwesend zu seyn wünschte, so sahen sich Marlbo-rough und Eugen genöthigt, nachzugeben. Wie letzterer überdiesen Gegenstand dachte, geht aus folgendem Schreiben an denGrafen Guido von Starhembcrg aus Weißenburg den 18tenOktober 1704 hervor:
"Der Herzog von Marlborough war ebenfalls Ihrer»Meinung, daß es besser gewesen wäre, nach dem erfochtenen»so bedeutenden Siege den Feind im freien Felde aufzusuchen,» als sich mit Belagerungen, vorzüglich eines so starken Platzes,»wie Landau, abzugeben. Würden E. Erc. meine Meinung»vor der Belagerung der Festung vernommen haben, so gicng»sie ebenfalls auf die Ihrige hinaus. Allein sobald es nicht»um Meinungen, sondern um Vollziehung höherer Befehle»zu thun ist, so steht es nicht mehr in unsrer Macht zu»widerstreben: denn die Einigkeit legt doch den Grund zu»allen großen — und noch mehr zu glücklichen Unter-»uehmungcn. Der Souverain war einmal, wie der Prinz»von Baden dafür eingenommen, daß der Feind, der zwi-schen seinen festen Plätzen eine sehr starke und sichere Stel-»lnng genommen, ohne Aufopferung vieles Volkes nicht mehr»anzugreifen sey, und dieser aus der Natur der Lage und»Umstände hergezogene Grund war mir so einleuchtend, daß»jeder Widerspruch problematisch blieb. Bei einem Fchl-»schlagen würde die Verantwortung auf uns gefallen seyn. »
Die Belagerung von Landau erscheint übrigens durch die Lageder Dinge hinreichend motivirt, wäre sie nur mit größerer Thätig-keit betrieben worden. Fiel nämlich Landau, so konnten die znrBelagerung verwendeten Truppen nach Trier und der Mosel ent-lang bis Eoblenz verlegt werden, wodurch die Franzosen gezwun-gen wurden, den größeren Theil ihres Heeres an den Grenzen zu' 24*