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Vierter Band.
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Das Cap der guten Hoffnung. 525

zen, dicken Stammes entspringen, der das Ansehen einer Ananas hat. Dann dieXlos srkore-i, die Slrslitüi-, u. s. w. Die Vegetation des Dickicht ist so saftreich,daß Feuer nichts bewirkt, und so starr und unbeugsam, daß man sich für jedenSchritt den Weg schneiden muß. Die Kaffern aber verstehen dennoch wie die Schlan-gen sich hindurchzuwinden. Grahamstown, der Hauptort des Bezirks und die zweiteStadt der Colonie, liegt am Kowiefluß und wurde 1817 vom Obersten Graham,damaligen Commandanten von Kaffraria, gegründet. Die Engländer haben sich aberin der Colonie nicht als so tüchtige Städtebauer erwiesen wie die Holländer, dennder Ort gleicht der schlechten Nachahmung einer englischen Landstadt. Die Stadthat über 5000 Einwohner, wovon die Weißen meist Engländer, die Farbigen Hotten-totten, Finge und Malaien sind. Da die Grenze nahe, so sieht man hier und daauch einen nackten Kaffer. Die unmittelbare Umgebung der Stadt ist unfruchtbar,das Klima hingegen gesund und angenehm. Die Entfernung von Grahamstownnach der Capstadt beträgt 650, nach Port Elisabeth 100, nach der Mündung desKowie 35 Meilen. Bathurst ist ein schönes Dorf, welches an dem Einfluß der klei-nen Flüsse Bathurst und Holloway in den Kowie, neun Meilen von dessen Mün-dung, auf einem grünen Hügel liegt, und eine sich nach dem Ocean erstreckende, frucht-bare, mit Mimosengruppcn besetzte Ebene krönt. Port Francis erhebt sich an derdurch die Kowiemündung gebildeten kleinen Bucht in noch nur wenigen Häusern,worunter vor allem das des unternehmenden Herrn Cock, der hier einen Hafen fürgrößere Schiffe herstellen will. Ungeachtet außerordentlicher Anstrengungen sind in-dessen bis jetzt die Gefahren der dortigen Sandbank nur noch wenig vermindert. Ge-länge das Werk, so würde allerdings der 100 Meilen lange Landtransport von PortElisabeth her, der dazu auf rohen Geleisen vorsichgeht, wegfallen und der Vortheilunermeßlich sein.

7) Somerset, 1825 von Graaff-Reynett getrennt, grenzt im Süden an denZuurberg, im Osten an den Winterberg, im Norden an den Cradockfluß (einem Zu-flüsse des Oranjefluß), im Westen an den Sonntagfluß, und begreift an 17000 Qua-dratmeilen. Dieser Bezirk hat im Ganzen viele Ähnlichkeit mit Albany. Schafzuchtist auch hier der Hauptbetrieb, und die Weide erweist sich auf den Gebirgen sogargesünder als in Albany. Den Ackerbau stören häufig die Einfälle der Heuschrecken,und außerdem sind die Märkte sehr entfernt, sodaß man sich im Ganzen aus die Er-zeugung des eigenen Bedarfs beschränkt. Das Dorf Somerset liegt am Kleinen Fisch-fluß, am Fuße des Boschbergs, der sich 2000 Fuß hoch hinter dem Dorfe waldbe-kleidet und kühn erhebt. Cradock, 70 Meilen nördlich von Somerset am linken Uferdes Großen Fischfluffes und in gerader Linie mit Albany, ist eine wichtige Handels-station des Innern.

8) Graaff-Reynett, 1766 von Van der Graaff gegründet, grenzt im Süden anUitenhage, im Osten an Somerset, im Westen an Beaufort, im Norden an denOranjefluß, und umfaßt 16500 Quadratmeilen. Der südliche Theil des Bezirks be-steht, wie der nördliche von Uitenhage, mehre Tagereisen weit aus einem mit Ge-strüpp bedeckten, höchst wasserarmen Striche, wo sich nur einige Ansiedelungen finden,die ihr Wasser in tiefen Gruben sammeln. Der nördlichste Theil, jenseit der Sneeuw-berge, ist eine trockene Ebene, auf welcher zahllose Heerden von Gazellen und Anti-lopen ihr kümmerliches Futter suchen. Aber in der Mitte zwischen beiden Theilenzeigt sich gedeihliche Weide für Schaf und Rind. Die Karroostaude wächst hierhäufig, eine Pflanze, die dem Schafe zwar kärgliches, aber sehr gesundes Futter ge-währt. Man zieht daher sehr stattliche Heerden. Doch verursacht die oft großeDürre bedeutende Verluste und veranlaßt die Ansiedler zum Nomadisiren, wodurchdie Entwickelung der Provinz überhaupt verhindert wird. Der Getreidebau leidet hiernicht durch den Mehlthau, wie in den Küstcnbezirken, wol aber durch die Heuschrccken-schwärme, die häufig Älles verzehren. Im südlichen Theile des Bezirks, westlich vomSonntagfluß, befindet sich einer jener in Südafrika häufigen Salzseen (Zout-Pans),Von drei Meilen im Umfang, der ausgedehnteste im Lande. Er liegt inmitten eines