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Fünfter Band.
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203
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Die deutsche Nationalversammlung. 203

Zahl bildete sich auS der entschiedensten Linken (welche die „Unverantwortlichkcit"vafur als Grund angab), einem kleinen Theil deS linken Centrums, als Eiskra,^eue, Naveaux, Reh, Heinrich Simon, Bischer aus Tübingen, Zell aus Trier, undAndern, und drei Mitgliedern der äußersten Rechten, Grävell, von Boddien und^incke. Radowitz und die Andern dieser Partei stimmten mit Ja, „in dem Ver-trauen aus die Zustimmung der Regierungen", wie sie nachher zu Protokoll erklär-en. Auch von der Linken deß Deutschen Hofs waren Viele für die Annahme; soB. Christ auS Karlsruhe, Eisenstuck, Heisterbergk aus Rochlitz (Sachsen), Heub-Ar aus Freiberg, Kudlich aus Östreich, Löwe aus Kalbe, Mammen aus Planen,^iolling aus Oldenburg, Moritz Mohl, a Prato aus Roveredo, Scharre aus Strehla,^ranipusch aus Wien, Tzschucke aus Meißen, von Watzdorf auS Leichnam (Sachsen).

^§hl des Erzherzogs Johann zum Reichßverweser; die östreichischen Verhältnisse; Übernahmeder Neichsverweserschaft; Verhalten der Bundesversammlung.

So war mit unendlicher Mühsal ein Ergebniß gewonnen. Über die Person desju erwählenden Ncichsverwesers war kein Zweifel. Gagern, auf den eine ansehnlicheMehrheit die Blicke richtete, hatte seinen Wünschen ein solches Ziel nie stecken wol-en; außerdem schien es klar, daß diese Stellung für einen Privatmann den Negie-tungen gegenüber unhaltbar gewesen wäre. Indessen erfoderte es das Princip derMken, durch Aufstellung eines nichtsürstlichen Bewerbers die Wahrung der Volks-kchte auszusprechen. Die Wahl geschah in der Sitzung vom 29. Juni. Die zu-aufgerufenen Mitglieder gehörten den Centren, und stimmten für Erzherzog Jo-yann von Ostreich. Von der Linken war unter den Aufgerufenen zufällig Jordan

"ö Berlin der erste. Er nannte den Namen: „Johann"-hier eine lange,

Theaterwirkung berechnete Pause-„Adam von Jtzstein". Die nicht ein-

Lkweihten Hörer waren bei diesem Namen überrascht. Ein Theil der Linken hatte es^'^bben, die Persönlichkeit Gagern's zu einer Parteifahne zu benutzen, und sichessm den alten Führer der badischen Opposition ersehen. Erzherzog Johannrylelt 436 Stimmen, Gagern 52, Jtzstein 32, Erzherzog Stephan 1; von derußersten Linken hatten sich der Abstimmung 27 Mitglieder enthalten. Gagern ver-endete das Ergebniß, und es fehlten nicht die natürlichen Begleiter solcher Ereig-al k ^nbelruf, Glockengeläute, Donner des Geschützes. Eine Abordnung von Mit-«Adern, durch die Vorsitzenden und Schriftführer bezeichnet, sollte dem Erzherzog dieltljche Kunde seiner Wahl bringen. Diese Deputation bestand aus dem Freiherr»Ndrian, dem zweiten Stellvertreter des Vorsitzenden, Jucho als Schriftführer, Na-eaux, Francke aus Schleswig, Saucken, Heckscher, und dem Münchener von Notenhan.

Während diese Männer auf ihrer Sendung nach Wien begriffen, begann dieAatwnalversammlung mit der Berathung der deutschen Grundrechte. Nebenher gingeninnern Angelegenheiten des Parlaments ihren Gang. So ward ein Schulaus-Snß niedergesetzt*), nachdem der Antrag auf Bestellung eines Ausschusses für7 ?chul- und Kirchensachen, von den Ultramontanen ebenso wie von der Linken be-Wabl^ deinen Beifall gefunden hatte (7. Juli). Dann verhandelte man über dieDeulsck^" ^öde auS Dresden, der von den im Königreiche Sachsen verweilendenkewä^e" anderer Staaten, insbesondere Fabrikarbeitern, in die NationalversammlungNat' " worden war. In Folge des Wahlverfahrens, das man bei Beschickung der<UjßwAüversarnmlung in Sachsen beobachtet hatte, sahen sich nämlich jene Fremdennach schlössen, obschon man ihre Zahl auf 16000 Köpfe schätzte. Sie wählten dem-^ nachträglich; aber es stellte sich freilich heraus, daß hierbei nur etwa der zehnte

ötahle?^^^ Biests Ausschusses waren: Engel aus Pinneberg, Vorsitzender, Plaß aus Stade,Meliir a, L^^r>^l)schütz, Noßmäßler aus Tharand, Golz aus Brieg, Falk aus Schlesien, Rü«Freese a, s ^ürtemberg, Hildebrand aus Marburg, Paur aus Neiße, Schmidt aus Löwenberg,Detrrros^-Swrgard, Reinhard aus Mecklenburg, Ambrosch aus Breklau, Schierenberg aus^ Häßler aus Ulm.