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Fünfter Band.
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358 Schleswig-Holstein seit seiner Erhebung im Jahre 1848.

möge sich vor den Strandbatterien hüten; man könne diese Batterien, aus Nastuaufgeworfen und mit entschlossenen, wenn auch nur mit wenigen Leuten besetzt, nichtleicht von Schiffen aus bewältigen. Ähnlich hatte sich ein anderer tüchtiger See-offizier ausgesprochen. Beide waren verlacht worden. Der dänische CommandeurGarde gab seine Befehle; der Capitain Paludan, Befehlshaber des Christianerhielt das Oberkommando über die Expedition.

Schon am Nachmittage des 4. Apr. sah man die dänische Flotille in der Muli-dung des eckernsörder Meerbusens. Auf dem Strande des Hafens, nahe duEckernsörde, waren die beiden Batterien errichtet, welche denselben vertheidigen sollte^Die sogenannte Nordbatterie, auf der luisenburger Landzunge, war mit zwei vier'undachtzigpfündigen Bombenkanonen und mit sechs achtzehn- bis vierundzwanzigpfü^digen Geschützen armirt. Die Südbatterie, an der nach Kiel führenden Straße,zählte vier achtzehn- bis vierundzwanzigpfündige Kanonen. Der preußische Osfizi"Jungmann befehligte die Batterien. Derselbe mußte sich aber in der Nordbatterleaufhalten; und so führte in der Südbatterie der Unteroffizier Preußer, nach diesesder Unteroffizier Stinde das Kommando. Diese, sowie die Artilleristen waren jung^kaum eingetretene Schleswig-Holsteiner. In den beiden Blockhäusern der Batterielagen außerdem einige schleöwig-holsteinische Infanteristen von einem Reservebataillo§'Eckernsörde selbst und die Umgegend hielten 3—4000 Mann deutscher Bundestrup^pen, Koburger, Meininger, Reußen, Nassauer und Schleswig-Holsteiner besetzt;Oberkommando führte der Herzog von Koburg-Gotha. Am 5. Apr., Morge^um 7 Uhr, lief Paludan mit dem Christian und der Gefion, begleitet von zlvt'Kriegsdampfbooten, Hekla und Geyser, bei günstigem Ostwinde in den Hafen ei§'Er legte sich mit dem Linienschiffe, nachdem er die Nordbatterie passirt, nahe deSüdbatterie, während die Fregatte Gefion rechts (östlich) ihren Standpunkt nESogleich entspann sich ein hitziges Gefecht. Aus den 140 Feuerschlünden der Schi>>erfolgte Lage auf Lage gegen die zwei kleinen Schanzen, die ihrerseits dastapfer erwiderten. Bald waren auf der Nordbatterie drei Geschütze demontirt; ^weil drei andere in der Weise gerichtet lagen, daß sie die Schiffe nicht bestreikkonnten, so vermochte diese Batterie überhaupt wenig noch zu wirken. Dage^mußten nach einiger Zeit auch die feindlichen Dampfboote, die vor den Batte^kreuzten, wegen starker Beschädigung sich aus dem Gefechte begeben.

Der Kampf ward immer heftiger. Vollkugeln, Bomben, Kartätschen schlugen"allen Richtungen ein, und beschädigten die Häuser der Stadt sowie der umliegen^Dörfer, sodaß Scharen von Frauen und Kindern im Freien Schutz suchten. ^Anhöhen des Strandes waren mit Tausenden von Menschen bedeckt, die ängsteden Ausgang der Schlacht erwarteten. Mit seltener Kaltblütigkeit erwiderten ^vier Kanonen der Südbatterie das Feuer der Schiffe. Fast keine einzige Kugel, ^Preußer den Dänen zusandte, ward vergeblich abgeschossen; Schuß aus Schuß " ,die Schiffskörper. Man sah die Wirkung — die fliegenden Splitter und die K .schossencn Taue. Zwei mal wurde die deutsche Flagge von der Batterie herabgeschollPreußer ließ sie zum dritten mal aufrichten. Es war gegen Mittag, als der ^zog von Koburg-Gotha aus Gottorf eintraf; er sah das Schlachtfeld, und eilterück, um die dort stationirten Geschütze zu holen. Plötzlich signalisirte derdas eine Dampfboot herbei, um die Schiffe aus dem Hasen zu schleppen.kam; aber in der Schußweite der Nordbatterie angelangt, ward es durch e""derselben zum Rückzüge gezwungen. Nun wuchs der Muth der Deutschen,er den Dänen sank. Beide Schiffe zogen nach sechsstündigem Kampfe die > ^Parlamentairflagge auf. Paludan verlangte freien Abzug, sonst werde er diebeschießen. Niemand ging darauf ein; doch bewilligte man gegen 3 Uhr eineWaffenruhe. Preußer, der in seiner Batterie nur einen Todten undwundete zählte, feuerte seine Mannschaften an und erklärte, eher sein Leben zuals die dänischen Schiffe aus dem Hafen zu lassen. . ^ ar§

Der Herzog von Koburg-Gotha traf nun mir einer halben Feldbatterie em,