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Fünfter Band.
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Staat und Stadt Frankfurt.

Händel zur Folge gehabt. Die frankfurter Constituante wollte jede Bestrafung derPreßvergehen auf die Zeit vertagt wissen, wo die Geschworenengerichte in Franksurreingeführt wären. Jenachdem man hierin ein Mittel sah, die Einführung dieserletztem zu beschleunigen, oder der Preßlicenz Straflosigkeit zu sichern, mochte rrianDas billigen oder tadeln. Thatsache ist, daß auch die conservative Minorität rwwenigen Ausnahmen einer Aufschiebung der Preßprocesse zustimmte, und dierität den Antraa stellte, die Sckwuraericbte demnächst eimufübren und denselben einst"

rität den Antrag stellte, die Schwurgerichte demnächst einzuführen und denselben - ...weiten dst vorhandenen Räume anzuweisen. ^ Das Rnchsministerium hingegen schr^

an den Senat, es könne solcher Straflosigkeit der Presse umsoweniger zusehen, ^hierdurch bewaffnete junge Männer leicht zur Selbsthülfe gereizt würden. Der Senaversagte nun dem Gesetzentwurf der Constituante seine Zustimmung und beriefauf das Einführungsgesetz zu den Grundrechten, nach welchem bis zur Einführungder Schwurgerichte die bestehenden Gerichte über Preßvergehen richten. Beide Theubeharrten auf ihrer Entscheidung; sie gaben hiermit das Vorspiel zu den spätesZerwürfnissen. Als in demselben Monate der später dem Wesen nach beibehalte^Entwurf zur neuen frankfurter Verfassung veröffentlicht wurde, da fingen dieteien an, sich auch in den kleinen städtischen Angelegenheiten förmlich zu organisire^Schon lange hatte die Mehrzahl der frankfurter Constituante (die Partei destagskränzchen) ein Parteiblatt in ihrem Geiste, daS „Dolksblatt" gegründet. 3^trat der alte Bürgerverein mit einem andern in seinem Sinne auf: dem „Vol"'boten". -

Aber wer hatte Ohr und Auge für den Sturm im Glase Wasser, da die g*.ßen vaterländischen Stürme sich in demselben Kreise erhoben? Es ist unmöglich, ^Bild von Frankfurt in dieser Zeit zu geben, ohne der großen Kämpfe im SchAder Nationalversammlung zu gedenken. Im Februar und am Anfang deSwaren die Noten der meisten deutschen Regierungen eingetroffen, traurige ZeEdeutscher Zerrissenheit. Nur die kleinern Regierungen sprachen sich im Wesen ^stimmend aus. Ob aus Nationalgesühl oder im Bewußtsein ihrer Ohnmacht, ^schwer zu ergründen. Die preußischen Noten waren mindestens rücksichtvoll ".stellten eine endliche Ausgleichung in Aussicht. Die östreichische Note sprach ^einem Bilde, das der kaiserlichen Regierung vorschwebe, dessen Umrisse sie aber ^einmal mittheilte, sodaß man nichts erfuhr, als was sie nicht wolle. Das Alles

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sehr auf. Die Nationalversammlung war weniger in ihren Sitzungen als in

Parteiversammlungen: im Weidenbusch, auf der Mainlust. Jene allgemeinen ^gen gaben kaum mehr Resultate. Das Wahlgesetz ging ohne alle Beschränkn^durch, nicht weil die Mehrzahl es so wollte, sondem weil sie sich über nichts ^zu vereinigen vermochten. Die Galerie klatschte dem Resultate Beifall zu, ohns ^Nationalversammlung, deren Zerfallenheit vor Augen lag, sonderlich Dank dafu^.wissen. Ein Augenblick trat indessen ein, wo der Puls deS Nationallebens vorU^gehend wieder lebhaft schlug. Schlag auf Schlag folgten sich die Nachrichten,der octroyirten einheitlichen östreichischen Verfassung, von der Rückkehrund seiner Genossen, die nichts ausgerichtet hatten, von dem Widersprüchegegen ein deutsches Volkshaus. Schmerling hatte seine Entlassung eingesandt, ^es bedarf gewiß keiner Schilderung der Stimmung des Publikums. Da sch^bWelcker'sche Antrag (12. März) wie ein Blitz ein. Er würde gezündet haben,man gleich den Augenblick benutzt oder benutzen können. So ließ man Heit nt.verstreichen, und eS blieb, was man im gemeinen Leben einen kalten Schlag ^ ^

Mittlerweile hatten sich die Parteien in und außer der Versammlung soständige, daß an keine wahrhafte Verständigung mehr zu denken war.

Simon hatte im Verein mit wenig zahlreichen Genossen Unterhandlungen *

er verlangte, standen nicht im Berhaltnrx

leitet; aber die Zugeständnisse, diedem Einflüsse, über den er gebot. Würth und Ärneth aus Wien tratender Verhandlungen aus; sie gaben eine bedeutende Stimme ab, indem sieweitern Abstimmung entzogen. Aus der Westendhall waren wol einige

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