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Staat und Stadt Frankfurt.
Schwenck und Dr. Clemens), Tableaux vivants, Beleuchtung der Häuser um dieGoethestatue, Transparente, Musik aus den Straßen, Fest- und Zweckcssen! Dochblieb sie kalt, die Säcularfeier des größten deutschen Dichters. Die Demokratieschloß sich zu besondern Eedächtnißfeiern ab, oder verwarf sie. Das Volk stand ab-wärts. Zu mächtig berührte der Augenblick jede Subjektivität, als daß er geeignetgewesen wäre, dem objectivsten deutschen Dichter Gerechtigkeit widerfahren zu lassen-Seinem genialen Landsmanne und Antagonisten Borne war zur Zeit des Vorpar-laments eine Ovation mit ganz anderer Theilnahme geworden. Der Triumph unse-rer Unsterblichen war zur politischen Parteifrage herabgezogen!
Wie sehr die Zeit eine andere geworden, das stellte der Monat September desJahres 1849 den Frankfurtern anschaulich dar. Es waren nicht mehr das Parla-ment und die Ultrademokraten, welche in den Mauern der Stadt einander gegenüber-standen: diese Aufgabe war dem Neichsverweser und dem Prinzen von Preußen zu*gefallen, die sich hier theils trafen, theils mieden, und bei aller Courtoisie selbst iustädtischen Angelegenheiten kreuzten. Der Neichsverweser wurde bei seiner Rückkehr(5. Sept.), wo die Prinzen sich im ersten Augenblicke verfehlten, von dem PublicuM,das seine Gutmütigkeit liebte und achtete, mit Herzlichkeit aufgenommen. Er ließdurch den ältern Bürgermeister einen Dank an die Bürgerschaft gelangen, worin erseine Befriedigung aussprach, daß seine Abwesenheit in der Anhänglichkeit der Frank-furter an ihn und das Princip der Einheit, welches er vertrete, nichts zu ändernvermocht habe. Der Senat, zwischen den hohen Repräsentanten Östreichs undPreußens in der Klemme, ließ in Berlin über den Zutritt Frankfurts zum Dreiko-nigsbunde unterhandeln, wählte aber zum Unterhändler den Schöff Harnier, dessengroßdeutsche Sympathien hinlängliche Gewähr gaben, daß er sich nicht übereilenwerde. Frankfurt wollte gesichert sein, daß das neue Parlament in seinen Mau^ragen werde. Man konnte das im voraus nicht bestimmt versprechen, gab jedoch ^Versicherung, daß außer Hannover sämmtliche Verbündete dafür seien. Der Bevoll-mächtigte kam unverrichteter Dinge zurück.
Während beide Prinzen sich gegen die frankfurter Bürger aufs freundlichste ^
nahmen, der Prinz von Preußen freimaurerische und andere Versammlungen mit
richtiger und ansprechender Theilnahme frequentirte, der Neichsverweser der Prc' *vertheilung der frankfurter Gesellschaft zur Beförderung nützlicher Künste beiwohnt^selbst eine freundliche und liebevolle Anrede an die Zöglinge richtete, und mit D^ein Diplom zum Ehrenmitgliede der Gesellschaft annahm, zeigte sich in der HaltU"sder Truppen gegeneinander wenig „freundliches Einverständniß". Die Preußen ^ren ohne vorherige Verständigung mit den traurigen Trümmern des „Reichs" ,Frankfurt gezogen, und deshalb bei den Bürgern einquartiert, während die ande^Truppen in Kasernen lagen, und sich darum minder behaglich fühlten. AmSept. führte dieser Umstand zu sehr ernstlichen Händeln zwischen Baiern undßen, die in blutige Kämpfe ausarteten, deren Spur eine lange Blutlache aus ^Schönen Aussicht (dem westlichen Quai, an der Mainbrücke) zeigte. Nur mitMühe gelang es endlich den Öberoffizieren von beiden Seiten, die Erbitterten ^einanderzuhalten. Mit großem Schrecken erfüllte die Frankfurter ein Arnieebcsdes Prinzen von Preußen an sein Heer (25. Sept.), worin derselbe von der ^pation Badens, Hohenzollerns und — Frankfurts durch die preußischen Tr"p^sprach. In der Constituante wurde heftig darüber interpellirt, von Senatsmitgüeeine mildere Deutung des Worts versucht. Man mußte aber blind sein, um rzu sehen, was das bedeute.
Am 50. Sept. kam endlich das neue deutsche Interim zustande.schwebte wie eine Gewitterwolke über Frankfurt die Bestimmung des Art. ^Wiener Congreßacte: „Die Streitigkeiten, welche sich, sei es über die Einführung, ^es über die Erhaltung der (frankfurter) Verfassung erheben mögen, de"
Competenz der Deutschen Bundesversammlung und können nur von ihrwerden (les ciiseussions qui pourront s'olever, seit sur I Etablissement ^6