Niederland und seine Colonien.
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der
Regelmäßige Budget nicht mehr früh genug vor die Kammern bringen: er legte ihnenbaher ein transitorisches vor, blos für 1841. Zur Deckung des Ausfalls der frühern^ahre, im Betrage von 34,006464 Gulden, schlug er eine neue Einschreibung aufdas Hauptschuldbuch vor, ferner eine Umwechselung der 4-procentigen Schatzscheine^ 5-procentige des Schuldbuchs, die Ausgabe von neuen Schatzscheinen, und dieAufhebung des berüchtigten Amortisationssyndicats. Zur Bestreitung der ausgelau-fnen Ausgaben ward ferner die Ausdehnung einiger Steuern und die Vermehrungder Aufcente (1 Gulden hat 100 Cent, und jedes Cents auf 1 Gulden Abgabenfehr ist 1 Aufcent'Steuer) vorgeschlagen und von der Kammer angenommen, nach-dem sie die begehrten Aufhellungen und beruhigende Zusicherungen erhalten hatte.
Von 1840 — 44 rathschlagte man über die besten Mittel, um die bestehendenAusfalle zu decken, die Rückstände zu bestreiten und die Ausgaben auf die Höhe derAnnahmen zurückzuführen. Im Jahre 1841 ward das erste zweijährige Budget für^42 und 1843 der zweiten Kammer vorgelegt. Auf 71,338103 Gulden festge-Allt, entsprach es wenig den Erwartungen: die Zusagen auf Vereinfachungen undErsparnisse blieben unerfüllt; neue Versprechungen wurden für die Zukunft gemacht,^geachtet die Opposition in der Presse und Kammer mit aller Entschiedenheit auf^erwerfung der Budgetentwürfe drang, weil der verwickelte und viel zu kostbareStaatshaushalt nicht länger bestehen dürfe, und die schweren Lasten zur Erleichte-^ng der mittlern und ä'rmern Volksclassen anders zu vertheilen seien, nahm die^nnner dieselben dennoch nach weitläufiger Erörterung mit einer beträchtlichen Mehr-et an, die selbst für das» am meisten angegriffene Hauptstück des Kriegs noch siebentimmen betrug. Dieser Willfährigkeit lag die Besorgniß zu Grunde, daß eine Ver-fdrfung eine neue Revision des Grundgesetzes im Sinne der Opposition zur Folge^ben könnte, und somit die Einführung von unmittelbaren Wahlen, womit die re-^urirte Verfassung zusammenfallen mußte. Nachdem Minister Rochussen, und ebenso^err van der Heim, der ihm nur auf wenige Monate folgte, eine umfassende Schuld-aversion fruchtlos versucht hatte, weil die Mehrheit der zweiten Kammer darin nochdas rechte Hülfsmittel sah, trat im October 1843 Herr van Hall zuerst inten-^stisch, dann 1844 definitiv an die Spitze des Finanzministeriums. Werfen wir?ien Blick die damalige Finanzlage, um daraus die Bedeutung von Hall's gro-^ Maßregel, der „freiwilligen Anleihe", zu erkennen.
b Der Voranschlag der Ausgaben von 1844 und 1845 war im Vergleich mit^ frühern Jahre:
Veranschlag:
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1841.
1842.
1843.
1844^
1845^
Hauptstücke.
Gulden
Gulden
Gulden
Gulden
Gulden
Haus des Königs .Hohe Collegien und
1,250000
1,250000
1,250000
1,250000
1,250000
Eabinet des Königs.
558717
603732
603032
657363
656593
Deprt. d.Auswärtigen
592227
545950
540200
577960
577960
Dep. für Zustiz . . .„ „ innere Ange-
1,538406
1,586220
1,587090
2,494786
2,485416
legenheiten .
5,044105
5,191490
5,056820
4,160245
4,156880
„ „ ref. Kirche.
„ „ röm.-kathol.
1,422917
1,432142
1,432142
1,651589
1,651589
Kirche. . .„ „ Marine und
520400
520000
520000
570484
570484
Colonien. .
5,145147
5,600000
5,600000
5,756363
5,756363
„ „ Nat.-Schuld
32,876512
33,481341
33,870308
34,032163
33,854683
" „ Finanzen. .
6,(»38546
5,954382
5,922023
6,021171
6,669851
" „ Pensionen .
2,613123
2,865370
2,725000
—
—
" „ Krieg . . .
11,963325
11,949000
11,949000
12,975000
12,875660
„ Armencolon.
"vudge^ abgelassen .
61226
734150
61226
61226
104234
103232
Zusammen
70,738801
71,040853
^116841
70,251386
70,157456