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Fünfter Band.
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Niederland und seine Colonien.

I Direkte Abgaben

2. Verzehrsteuer (Accis.X

18,078000 Gld-

) 19,854650

11,247000 „

Das erste Hauptstück war mithin unverändert geblieben, das des Ministeriumdes Innern hatte sich beträchtlich verringert, alle andern hatten sich erhöht. Dage-gen befand sich auf dem frühern Budget bis 1843 ein Posten für Pensionen, derin den beiden letzten Jahren auf die andern Hauptstücke vertheilt ist, und derenscheinbare Erhöhung bewirkte. Bringt man diesen in Rechnung, so zeigt obige Tafelfür 1844 im Vergleich mit 1843 im Ganzen eine Minderung von 865454 Gulden-

Die Einnahmen für 1844 und 1845 waren wie folgt veranschlagt:

Grundsteuer nebst 20 Aufcenten. . 9,894000 Gld.

Personensteuer nebst 20 Aufcenten. 5,880000Patente nebst 28 Aufcenten . . . 2,304000Zucker, Weine, Branntweine. . . 4,375000Schlacht-, Salz-, Biersteuer . . . 4,675000

Mahl- und Lorfsteuer. 4,050000

10 °/o Collectivstempel und Verfuhr-

zettel. 1,380000

Aufcente für diese Steuern . . . 5,374650

l Stempel, Registratur, Hypotheken,

3. Zndirecte Einkünfte < Erbsteuern. 8,150000

s 38 Aufcente. 3,097000

4. Waaren- und SchiffahrtSzclle nebst 13 Aufcenten. 5,168000

5. AuS den Geldmitteln der überseeischen Besitzungen zur Zinsendeckung . . 6,500000 „

6. Muthmaßliche reine Einkünfte aus der kolonialen Verwaltung im Mutter-lande (Handel). 4,800000 „

Bürgschaftsabgabe auf Gold - und Silberwerke nebst

13 Aufcenten. 178909

Domainen nebst Wegen und Fahrten. 1,562000

7. Verschiedene Einkünfte^ Post. 1,400000

Lotterie.. 500000

Jagd und Fischerei. 115000

_ Sonstige. 870000 ^

Sonach waren sämmtliche Einkünfte auf 70 , 273559 ^'

berechnet, folglich 22174 Gulden höher als die Ausgaben.

Die ausgeführten Ausgabeposten ermangelten jedoch noch immer der Vollst^!!digkeit. So fehlte der Zinsenbetrag von 4,200000 Gulden für die sogenannteindische Schuld, welchen der Staat verbürgt hatte; die Ausgaben für denRath von Adel u. s. w. Die Kostspieligkeit des Haushalts ging aus einem ^gleiche mit den innern Posten des Budget zur Zeit der Vereinigung mit BeN.hervor. Dieselben Posten betrugen damals 21,470000, jetzt 16,184000, ungeach^die größere Hälfte vom Staat abgeschieden, und früher für Unterricht, Künste "Wissenschaften verhältnißmäßig mehr verausgabt worden war. Die Kosten des Fina ^departement waren im Jahre 1817 für das Vereinigte Königreich nur um .Gulden höher als jetzt. Vor Belgiens Abfall belief sich das Kriegsbudget (v.sMarine) des Reichs auf nur 18—20 Millionen Gulden; Holland allein hatte ^beinahe dieselbe Macht aufrechterhalten und noch 1839 belief sich dieses Budgets,20 Millionen. Seit 1840 ward das Kriegsbudget sehr verringert, sodaß, dietairpensionen (über zwei Millionen) abgezogen, für Heer und Landvertheidigung ^gefähr 10 Millionen übrigblieben: was weniger betragen dürfte, als seit Nieder^unabhängigem Bestehen, selbst in den letzten Zeiten der Republik der Generalst^.^das Vertheidigungswesen dem Staate gekostet hat. Freilich war vormals der o ^für Holland minder gesichert als jetzt; es spielte damals nach eine Weltrolle,hatte weder schon die dienstpflichtige, allzeit verfügbare Miliz, noch die verbesserte^^richtung der Schüttere!. Im Ganzen berechnete man, daß Holland im 2»ah^um 20 Millionen Gulden schwerer belastet war als 1815, und zwar in einem vVerhältnisse als der Wohlstand zugenommen hatte. Zudem erhöhte sich die ^Schuldverzinsung von Jahr zu Jahr, während die künstlich so hoch gestrigerindischen Geldzuschüsse wieder abzunehmen drohten, nicht bloö vorübergehendbesonderer Stockungen, sondern dauernd. Denn um die Ausgaben zu decken,