Band 
Fünfter Band.
Seite
527
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Der preußische Heeresorgamsmus im Jahre 1850. 527

Übersicht der Truppenstärke des stehenden Heeres nach dem Verpflegungsetat für 1850.

Bezeichnung

der

W a f-fe n.

Bezeichnung

der Chargen.

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!S^.

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e 2

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Majore als Ba-

taillons-Comman-deure u. s. w.

Hauptleute und

Rittmeister.

Premier-

lieutenants.

Secondelieute-

nants und Ad-

jutanten u. s. w..

Unteroffiziere und

Hautboisten.

Gemeine und

Spielleute.

Z

Z

§

Assistenz- und

Unterärzte.

Büchsenmacher.

Kurschmiede.

O

Summa.

Infanterie und Jäger

46

172

538

553

2166

9017

69392

45

46

537

64

82546

Avalen e.

38

40

157

153

645

2829

19424

38

—

153

38

195

38

23748

Artillerie.

9

39

142

151

417

4065

11930

9

_

150

63

16975

Pionniere.

Arniee - Gendarmerie,

—

—

—

—

9

238

2262

—

—

11

—

2520

Invaliden u. s. w.

1

3

13

13

75

502

717

—

—

9

—

—

—

1333

Summa d. steh. Heeres

94

254

850

870

3312

16651

103725

92

46

830

102

258

38

127123

Nach dieser Tabelle bildet also ungefähr die Infanterie zwei Drittel, die Cava-lerie drei Sechszehntel, die Artillerie ein Achtel, die Pionniere u. s. w. ein Sieben-Undvierzigstel, die Invaliden u. s.^w. ein Fünfundneunzigstel des Ganzen; Verhält-die sich indessen mit dem Übergänge zur Kriegsstärke wesentlich ändern. DieSchwierigkeiten, welche die Mobilmachung berittener Truppen mitsichführt, haben hierAbgebend sein müssen. Wenn ein Jnfanteriebataillon mit der Versetzung auf dieKriegsstärke von der Stärke von 522 Mann auf 1002 gebracht wird, so soll die^avalerieschwadron nur von 147 auf 175 allmälig verstärkt werden. Wenn dortalso beinahe das Zweifache der frühern Stärke gewonnen wurde, so wurden hier nuraus etwa sechs Achteln sieben Achtel.

Die oben aufgeführten 82546 Mann Infanterie sind nun formirt in:

5 Grenadierregimentern (Garde) zu 14 Bataillonen

32 Linien - Infanterieregimenten: zu 96 „

8 Reserve-Infanterieregimenten: zu 16 „

8 combinirten Reservebataillonen. . 8 „

10 Jägerbataillonen.10 „

45 Regimenter 18 Bataillone — 144 Bataillone.

^ Von diesen sind vermöge ihrer Bewaffnung und Ausrüstung, taktischen Besinn-v und Ausbildung, desgleichen in Folge der von vornherein getroffenen Auswahl^Mannschaften, die 10 Jägerbataillone, sowie von vier Grenadier- und 32 Linien-Manterieregimentern je ein Bataillon (das Füsilierbataillon), also in Summa 46 Ba-leichte, der Nest schwere Infanterie. Die acht combinirten Reservebatailloneo ausschließlich zu Festungsbesatzungen bestimmt.

3nf Verend der Negierungsjahre Friedrich Wilhelm's IV. ist namentlich für dietz^Eerie in fast allen Beziehungen, wie betreffs ihrer Ausrüstung, Bekleidung und. affnung, außerordentlich viel geschehen. Zweckmäßigerer Anzug, eine verändertehie/b ^ Gepäck zu tragen, die Überweisung eines neuen Gewehrs u. s. w. gebenZeugniß. Damit zugleich sind neue Reglements ins Leben getreten; auSkam ^ niren ist viel Unwesentliches entfernt, und die Ausbildung für den Kriego Puders ins Auge gefaßt worden.

schwer^ Cavalerie zerfällt, wie die Infanterie, und nach denselben Principien, inbey leichte. Der ersten: gehören 10 Kürassier- und 10 Ulanenregimenter,

o^en 13 Husaren- und 5 Dragonerregimenter an.

^e:de Kategorien der Cavalerie reiten nur inländische Pferde, ebenso wie die