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Der preußische Heeresorganismus im Jahre 1856. 531
schen Divisionen u. s. w. Etwas, wofür bis vor wenigen Jahren nur in der rusfi^schen Armee ein Analogen bestand.
Während die Truppenkörper geringerer Ordnung, wenn man so sagen soll, wieüberall, nur als einer Waffengattung ungehörig aufgestellt werden, so umfaßt diepreußische Friedensdivision schon Infanterie und Cavalerie, das Armeecorps sä'mmt-.*che Waffen, sodaß jedes dieser letztem gewissermaßen ein Abbild der ganzen Armee"" Kleinen nach den verschiedenen in ihr zur Geltung gekommenen Verhältnißzahlens. w. darbietet.
Unter den Truppenkörpern geringerer Ordnung bildet für alle Waffen die Com-pagnie (bei der Cavalerie Schwadron genannt) die Einheit niedrigster Ordnung. Dercomplicirte militairische Haushalt gewinnt seinen ersten Abschluß mit der Ver-waltung in dem genannten Truppentheil, wo ihm der Compagniechef mit der Ver-pachtung der Rechnungslegung und unter der Controle der höhern Vorgesetzten und^ Jntendanturbeamten vorsteht, ohne irgend dabei als Interessent betheiligt zu sein.^ie Bedürfnisse an Geld und Material werden in bestimmten Contingenten geliefert.Eventuell sich ergebende Ersparnisse werden zu ganz bestimmten Zwecken verwendet,^owie der Compagniechef in dieser Beziehung zuerst zu einer Selbständigkeit undVerantwortlichkeit gelangt ist, so leitet er auch in erster Instanz den Dienstbetrieb,^ Ausbildung der jungen, die Fortbildung der alten Mannschaft in seinem Trup-?..^theil, und hat das niedrigste Maß der Dißciplinargewalt in seiner Hand. Be-sserungen zu Unteroffizieren und Gefreiten geschehen aus seinen Vorschlag u. s. w.
"ch in taktischer Beziehung ist die Compagnie respective Schwadron derjenige Trup-^utheil, der zuerst eine Selbständigkeit im Gefecht gewonnen hat, welche letztere durchle Fechtweise einen großen Zuwachs von Bedeutung erhält. Die Unterab-
yeuungen einer Compagnie, Züge, Corporalschasten, Sectionen, Beritte u. s. w.urden im Interesse der taktischen Gliederung und der Militairpolizei nothwendig,Hve indessen irgendwelche Selbstbestimmung zu besitzen.
^ , In Erwägung der in dem Obigen dargelegten Rücksichten sind die verschiedenenparken der Compagnien, wie folgt, festgesetzt: Die Compagnie der Infanterie fürFrieden auf: 5 Offiziere, 1 Chirurgus, 130 Mann; für den Krieg auf: 5 Ossi-^ Chirurgus, 250 Mann. Die Schwadron der Cavalerie für den Frieden^^iere, 1 Chirurgus, 116, Mann (143 Pferde); für den Krieg auf: 5auf. 1 Chirurgus, 150 Mann. Die Compagnie der Pionniere für den Friedenru! ^ Offiziere, 1 Chirurgus, 175 Mann; für den Krieg auf: 5 Offiziere, 1 Chi-äus, 225 Mann.
ßuk o"r die Artillerie tritt ein anderes Verhältniß ein. Die Compagnien derselbenteri ^"..verschiedener Stärke, für den Frieden, wenn sie Fuß- oder reitenden Bat-teri^ ^ den Krieg, jenachdem sie sechspfündigen Batterien, zwölfpfündigen Bat-stebenpfündigen Haubitzbatterien, reitenden Batterien zugewiesen, oder alsK^""gscompagnien formirt sind. Sie mögen hier aufgeführt sein. Sechspfündigel^atterie sür den Frieden: 4 Offiziere, 1 Chirurgus, 108 Mann; für den Krieg:vb^'.^ere, 1 Chirurgus, 142 Mann. Zwölfpfündige Batterie für den Frieden: wiebatt^- .. de" Krieg: 3 Offiziere, 1 Chirurgus, 119 Mann. Siebenpfündige Haubitz-?Haiir^ ^ Frieden: wie oben; für den Krieg: 4 Offiziere, 1 Chirurgus, 175
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tz?. Reitende Batterie für den Frieden: 1 Offiziere, 1 Chirurgus, 88 Mann; für. ^'eg-, 4 Offiziere, 1 Chirurgus, 150 Mann. Festuugscompagnie für den Frie-^3us " den sechspfündigen Fußbattcricn; für den Krieg: 3 Offiziere, 1 Chi°^0 Mann. Genau im Sinne des ganzen Organismus find die betreffen-ftein^Eeriecompagnien auch für den Frieden bestimmten Batterie» ^zugetheilt, die
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zugetheilt ist. Don den aufgeführten Batterien haben die scchspfün-und die reitenden Batterien sechs sechspfündige Kanonen und zwei sieben-
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