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Fünfter Band.
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532 Der preußische Heeresorganisrnns im Jahre 1850.

pfundige Haubitzen; die zwolfpfündigen und die Haubitzbatterien acht Geschütze desbetreffenden Kalibers. Die zwei Compagnien der Feuerwerksabtheilung in Spandausind zu 3 Offizieren und 50 Mann formirt.

Bei den Pionnieren ist jede Compagnie in eine Sappeur-, eine Mineur- undeine Pontonniersection eingetheilt, deren jede ihre besondere Ausbildung erhält undihren besondern Dienstzweig wahrnimmt. Zur Besatzung der Bundesfestungen Mainzund Luxemburg bestehen noch extraordinair sieben Festungs-Reserveartillerie- und zwelReserve- Pionniercompagnien.

Von den Invaliden kann hier wol abgesehen werden. Dagegen ist bezüglichder Landwehr noch das Folgende über die Stellung des Compagniesührerö zu deinesken. Derselbe hat seinen Wohnsitz in dem Bezirke, auS welchem seine Compagniehervorgeht. Er leitet in demselben Versammlungen, welche zur Handhabung einetsichern Controle über die Wehrmannschaften angesetzt werden, sowie die sogenannte"Sonntagsübungen, welche in der Regel mit jenen verbunden sind. Ihm l^gferner die Führung der Listen über den Ab- und Zugang der Wehrmä'nner imzirk ob. Die betreffende militairische Aufsicht geht damit Hand in Hand.

Wie schon oben angedeutet, ist für die Armeerorps das Verhältniß der Star'der einzelnen Waffengattungen zueinander, wie eS für die ganze Armee angeno^!rnen ist, festgehalten worden. In der innern Gliederung jeder Waffengattung nMdemnach ihre Vertretung in dem genannten Armeetheil einen entscheidenden Abschußbilden. Dieser wird um so früher eintreten, je geringer die Quote ist, welche d'Waffe zur Gemeinsamkeit stellt; demnach zuerst bei den Pionnieren. Hier bilden de"auch schon zwei Compagnien den beredeten Truppenkörper, der den Namen der ^ ,theilung führt, und an dessen Spitze in der Regel ein Stabsoffizier steht. InLetzter« Hand ist selbstredend eine seiner Stellung entsprechende Machtvollkomnienhgelegt. Die Offiziercorps der Abtheilungen sind in sich geschlossen; die Abtheilungselbst führen die Nummern der entsprechenden Armeecorps. *) ^

Zunächst findet sich ein derartiger Abschluß wieder bei den Jägern, woCompagnien**) ein Bataillon und damit die betreffende Vertretung derselben imrneecorps bilden. Auch hier gilt Das, was betreffs des Commandeurs, dercorps u. s. w. für die Pionnierabtheilungen gesagt wurde. ^

In einem andern Verhältniß stehen die Jnfanteriebataillone und Artillerie^theilungen, die freilich ebenfalls vier, respective fünf Compagnien insichfaffen, und ^deren Spitze auch ein Stabsoffizier steht, die aber in Folge anderer Truppenverba^in welche sie eingeschlossen sind, nicht die Selbständigkeit und den AbschlußWie die vorbenanntcn Truppenkörper.

Das Landwehrbataillon besteht, wie schon oben gesagt, aus einem Laiid^.^Jnfanteriebataillon zu vier Compagnien, einer Landwehr-Cavalerieschwadrou,Landwehr-Artilleriecompagnie, und einem Landwehr^Pionnier- sowie Jä'gerdetache" ^Der Landwehrbataillons-Commandeur ist zugleich derjenige des Landwehr-Jn^Lzjelbataillons; als Führer der Cavalerieschwadron ist ihm in der Regel ein Linien"''^beigegeben. Die Waffen und Bekleidungsgegenstände aller dieser Abtheilungen.^ip einem am Stabsorte befindlichen Bataillonszeughause aufbewahrt. Erst rn^ ^

Die Waffen und Bekleidungsgegenstände aller dieser Abtheilung^Stabsorte befindlichen Bataillonßzeughause aufbewahrt. ErstÜbung, welche in der Regel alljährlich im Mai oder Juni während zweierabgehalten wird, wird die Einkleidung vorgenommen; nach Beendigung ^wird das betreffende Inventarium in die Zeughäuser zurückgegeben. Mitsammenziehung und demnä'chstigen Entlassung einer großen Zahl von Landwey hie,lonen im Lauf der letzten beiden Jahre ist eine Einrichtung ins Leben getretwenn sie dauernd festgehalten würde, manche Mangel des Landwehrinstit"^^könnte. Es ist dies die Formation von fortwährend zusammengezogenen

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*) DaS Weitere über die Eintheilung der Pionniere ist oben bei Gelegcnheinen gesagt worden.

**) Die vierte ist noch nicht überall formirt.

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