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Siebenter Band.
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Die deutsche Nationalversammlung.

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Feinde die Lehre gebe», daß das einige Deutschland ungestraft sich nicht »erhöh,nen lasse.

Diese gepriesene Einigkeit zeigte sich sofort darin, daß Ostreich die verlangtenTruppentheile für den dänischen Krieg nicht stellte, und fortwährend in den freund-lichsten Verhältnissen mit dem Hofe zu Kopenhagen verkehrte. Man ist zu Wien indieser Beziehung sich immer gleich geblieben, ob nun Pillersdorf, Doblhoff oderSchwarzenberg die östreichische Politik lenkten. Die deutsche Nationalversammlungkonnte die Stellung Östreichs nicht verrücken; der Reichsverweser wollte es nicht. Wurdedie durchscheinende Hülle, die über diesen Verwickelungen lag, bei Gelegenheit einmalweggezogen, so gab es Gründe genug zur vorläufigen Entschuldigung: bald war esdie Weltstellung Ostreichs, die Rücksicht federte; bald die innere Bedrangniß desKaiserstaats, die Truppenscndungen »ach dem Norden verbot. Die östreichische Klug-heit bedurfte zu ihren Zwecken noch der Geneigtheit der frankfurter Versammlung,«nd wußte sich in ein vortheilhastcs Dämmerlicht zu stellen, um so leichter, als beiallen bedenklichen Angelegenheiten Deutschlands Preußen cS war, das in den Vorder-gründ sich drängte oder gedrängt wurde.

Als daher endlich die Anträge Nauwerck's, Redcn's und Anderer über die Svn-derverträgc deutscher Staaten mit Dänemark zur Verhandlung gelangen mußten,suchte man die Schwierigkeiten zu umgehen und Aufschlüsse über Dinge zu vcrniei-den, die doch vor jedem Auge zweifellos dastanden. Der völkerrechtliche Ausschußhatte am 3. Aug. seinen Bericht erstattet, der, wie zuvor über die Dringlichkeit, sonun auch über die Anträge selbst den Übergang zur Tagesordnung empfahl, jedochzugleich diese Anträge der Centralgewalt zu überweisen, also eigentlich nichts zu bc-schließen vorschlug. Als Grund führte der Ausschuß an, daß kein Nachweis überbesondere Verhandlungen, wie man sie behaupte, vorgelegt worden sei, und ohnehindem Parlament die schlicßliche Entscheidung in dieser Sache verbleibe.

Es hatten dem Ausschusse noch andere Anträge vorgelegen. Reden, Franckeund Andere hatten verlangt, es solle bei dem künftigen Friedensschlüsse beachtet wer-den, daß zwischen deutschen Staaten und Dänemark von früher her noch Verträgebeständen, die mit der Neugestaltung Deutschlands unvereinbar und daher zu besei-tigen seien; Kosmann aus Stettin hatte beantragt, daß die Verpflichtung der Nationanerkannt werde, für allen unmittelbaren Schaden aufzukommen, welchen Deutsch-land durch die Beschlagnahme von Schiffen und Ladungen und durch die Sperrungder Häfen erleide. Auch diese Anträge wollte der Ausschuß, ob zwar unter Bil-ligung ihres Inhalts, lediglich der Centralgewalt überweisen.

Bei der Berathung, die am 11. Aug. erfolgte, war Nauwerck der Einzige, derdurch Thatsachen auf die Spur jenes Nachweises zu leiten suchte, auf dessen Nicht-vorhandcnsein der Ausschuß sich stützte. Der preußische Minister des Auswärtigen,Armin, hatte in der preußischen Nationalversammlung zugegeben, daß Hannover mitDänemark ein freundschaftliches Abkommen getroffen habe. Der dänische Minister,Graf Knuth, hatte am 18. Mai dem östreichischen Gesandten, Freiherr» von Vrints,m einer Note erklärt, es werde Dänemark die östreichische Flagge fortwährend als eineneutrale behandeln und achten, weil es auf die Beibehaltung der freundschaftlichenVerhältnisse m,t Ostreich den c ' — < - «>.a

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noch verschleiert geblieben sei,,'

ttnd"wlc Vieles^ mochte bis jetzt«"«

die Wiederkehr solcher Zustände nicht dulden. - r^> e o ^ -

Andere Redner brachten den Sundzoll wieder andere d»e schutzlose Lage desOstseehandels zur Sprache. Hcckscher, der 'seit zwei Tagen die auswärtigen Ange-legenheitrn äcitete, gab zwar in etwas schroffer Weise — anders konnte er nicht —, abermit großer Sachkenntniß eine Erörterung aller der angeregten Fragen; und insbe-sondere war seine Beweisführung, daß eine Beschlagnahme dänischer Schiffe nur vonsehr geringer Wirkung und für die Deutschen selbst vom größten Nachtheil gewesenwäre, überzeugend und für die Sache entscheidend. Die Mehrheit trat allen An,Dir Gegenwart. VII. 20