Die deutsche Nationalversammlung.
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derherstellung der alten Mehrheit forderlich sein konnte. Seine Rede hatte glän-zende Stellen, die im Blih seiner hin» und herzusenden Worte auf AugenblickeÜberstrahlten; aber er hielt sich zu sehr an das Einzelne, Juristische: man vrr»mißte bei einer so großen Sache die großartige Auffassung. Nur eines trat auSseiner übcrschwcllenden Wortflut hervor: daß man keine Wege der Vermittelung ge-hen, unumwunden für oder gegen den Vertrag stimmen müsse.
Von der Linken hörte man an diesem Tage zwei der Besten, Löwe aus Kalbeund Robert Blum. Jener rechtfertigte die Verwerfung des Waffenstillstandes au-demselben Grunde, den man bisher immer für das Genehmigen ins Feld geführt: erverlangte sie um der materiellen Interessen willen. Robert Blum sprach vortrefflicherals je. Sittliche Würde gesellte sich zur Schärfe der zergliedernden Prüfung; zermal-mende Kraft paarte sich mit Mäßigung. So warf er Schritt für Schritt die Ver-theidiger des Waffenstillstandes zu Boden. Selbst den Eindruck der ConventsredeKarl Vogt's gelang es ihm beinahe zu verlöschen, als er, künftige Möglichkeitenahnungsvoll aussprechend, seine Rede so schloß: „Offen und ehrlich, wie sich dieäußersten Seiten des Hauses von Anfang an gegenübergestellt haben! Denn wir
haben uns ohne Hehl gesagt, was wir wollen. Man sagt, ein Theil dieses Hause-
7^ oder wenn nicht unmittelbar Diejenigen, die in diesem Hanse sitzen, so doch"telbar dieselben durch ihre politischen Freunde, die sie draußen haben — strebe- "ach, die Revolution für dauernd zu erklären, die Bewegung zu erhalten und zug??Er». Wenn Das der Fall wäre, so würde ich Ihnen mit aller Kraft, die mir zusteht, rathen: Genehmigen Sie den Waffenstillstand! Es ist aber nichtbca ' "nd ich will Ihnen ehrlich sagen, weshalb: weil wir die ernste Besorgniß
y g°n, daß die Bewegung, wenn wir sie nicht behalten, in Hände übergeht, die
^ l von uns nach dieser oder jener Seite liegen, und die vielleicht ohne unsere SchuldEflammten Errungenschaften unsers geistigen Daseins in Frage stellen. Deshalb.mir es nicht; und deshalb bitten wir Sie: Wage» Sie es nicht darauf, daßda« Ä'" baß die Bewegung sich steigere!... Wir haben eS oft gehört,Jkre Fürst lieben, und ich erkenne dieses Gefühl an. Aber wenn Sie
die " . .en, so treten Sie dem immer wuchernden Glauben entgegen, daß
luna uns " ^ren dynastischen Interessen ein Hinderniß bieten für die Entwicke-sebr d' na Zustände; geben Sie oem Volke das Vertrauen, daß Sie ebenso^ llbergriffe von der einen wie von der andern Seite in die Schranken zürijen entschlossen sind!... Wenn Sie uns gesagt haben, daß die Revolution ehr-furchtsvoll vor den Thronen stehen geblieben ist, so muß es Ihre gewichtigste Sorgesein, daß die zweite Bewegung nicht darüber hinwegschwernmt!"
Lichnowsky folgte ihm auf der Rednerbühne, und unerwartet Jedem, preßtenA lugendlichen Lippen, die so oft von leichtfertiger Gefallsucht und
^»flössen, nur Worte inniger, fast schmerzlicher Milde. „Alle Re.Ein'/mgehört", sprach er, „haben mich eines vermissen lassen. Diesesbrino-? As. Viele von Ihnen befähigter gewesen wären, auf die Rednerbühne zustnd stck vA'A e-ne Anbahnung zur Versöhnung und Vermittelung. Ti-den äußersten klar, daß, wenn entweder der eine oder der andere von
wendig entstehen muk°" "«s angenommen wird, ein Bruch daraus noth-
und geübtere Männer' ^ viele im parlamentarischen Leben ergraute
lolmittm ^,s„nd-n si'»Ab 'A- h"r heraufgestiegen und haben kein Wort der Der-
2 di? mittftrn'Anträge- sie hab" ^r Versöhnung i» reichen, haben sie geschmähtbleibt . haben Ihnen das Einzige genommen, waS Ihnen
von dem ^ kann: die Palme des Friedens unter uns,
Schwan ? / Deutschlands abhängt... .Wir sind auch noch Männer, dassagen- 2.« wirh.er auftreten und Friedensworte sprechen, und
als Si, » I s°me>t, ^aS Gewissen es Ihnen erlaubt; gehen Sie soweit,«sie nachgeben können; — glauben Sir denn, daß wir uns da nicht vollkommen
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