Die deutsche Nationalversammlung.
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die auf die schreckliche Kunde herbeigeeilt, in das Gartenhaus des Herrn von Beth»mann am Friedberger Thore geleitet. Von da trug man ihn aus einer Bahre nachder Stadt in das Krankenhaus „Zum heiligen Geist". Hier, wo auch mehr als einKämpfer aus dem Hausen sterbend lag, hier, unter unsäglichen Schmerzen, die erstill und mulhig ertrug, verschied zur Nacht im Armenspital der schöne fürstlicheJüngling, der einst im spanischen Bürgerkriege manchem Feinde das Leben gerettet,und gewann im versöhnenden Tode die Palme des Friedens, die er zwei Tage zu-vor in St.-Paul seinen erbittertsten Gegnern geboten.
Und eben, als man den Sterbenden an den Barrikaden vorübcrtrug, begannauf diese der letzte Angriff. Das schwere Geschütz schlug in die Brustwehren und indie anliegenden Häuser; bald waren die Barrikaden auf der Schnurgasse, auf derAllerheiligen- und Breitengasse erobert. Nur die auf der Döngesgasse ward nichtgenommen; aber in der Nacht verließen sie ihre Vertheidiger.
Der Aufstand war überwältigt. Mit Verwunderung erfuhr man jetzt, wieschwach die Anzahl der Barrikadenkämpfer gewesen. Daher ließ es sich erklären,daß der Sieg kaum 10 Menschenleben gekostet. Wäre es dem Aufstande gelungen,sich bis zum folgenden Tage zu halten, so nahte, trotz den Bemühungen von Abge-ordneten der Linken, die in die Städte der Umgegend warnende Abmahnungen erge-bn ließen, von allen Seiten Verstärkung, und der Kampf hätte vielleicht die schwcr-q gefodert. Aber die Nachricht vom Ausgange des Unternehmens trieb die
?"iüge, welche, zum Theil 50 Stunden weit her, bis in die Nähe der Stadt ge-ominen, alsbald wieder heimwärts; und mancher Führer zögerte schon damals nicht,>eme Sicherheit in Amerika zu suche».
A » endigt?- eine Volksbewegung, die gegen die Volksvertreter gerichtet, die eineyUlflehiiung der Einzelnen war gegen die Erwählten des allgemeinen Stimmrechts.Nirgends war noch in Deutschland der Zwiespalt zwischen den verschiedenen Schich-en des Volks so weitklaffend hervorgetreten. Die Einheit des Volkswillens erschienan gebrochen, da die Massen gegen das Parlament sich feindselig gewandtals °ek>' keine andern Kämpfer für die Tage der Noth zählen konnte,
nickt« E" /'"s diese Massen, die von der Paulskirche nichts mehr erwarteten undvorausrkk wollten. Soldaten hatten für das Parlament gefochten; es war
würden^", ^ sie ebenso bereit und gehorsam gegen das Parlament fechten
Bon dem Tage an, wo es nothwendig geworden, daß im Namen des Parla-ments die Schärfe der Waffen nach unten hin gerichtet wurde, von diesem Tage anschwand ihm mehr und mehr die Möglichkeit, seine Macht je wieder nach oben hin zuwenden. Die Nothwendigkeit eines Kampfes war daS Unglück der Sieger- unddieser Sieg des Parlaments war, wie jener letzte des Pyrrhus im Kriege mit Romdie nächste Ursache seines Untergangs. Mit »erschauendem Blicke hat dies zuerstVmedey erkannt. Als er aber am 19. Sept. in der Paulskirche sprach: „Ein
Paulskirche sprach: „ —-^.eg, wie der gestrige, hat eine hohe Gefahr; hüten Sie um so b-dacht'^di-Freiheit, weil der Rückschritt sich dieses Siegs bemächtigen kann - ^ ^eordne.
phelischc Wort bei Wenigen eine tiefere Erwägung. Die Mehrhe t ^sinnung;ten sah zunächst nur auf das Reichsministerium und vertrautest .
aber an die B-d-muNg, die der 18. Sept. für die Emjelreg-erung-n gewinnenmüsse, dachte man nicht, und ebenso wenig daran, daß der Siegstand sich -um Siege über die Revolution entwickeln könne.
einen Auf.