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Siebenter Band.
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Die Geologie.

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GradeS. 5) Die Gebirgserhcbungen sind als locale von den continentalen Erhebun-gen großer Landstriche zu unterscheiden, welche letztem bloße Anschwellungen sein mo-gen, ohne daß Eruptivgesteine einen localen Ausweg suchten. 6) Die Horizontal-formen der Gebirge entsprechen einigermaßen der Gruppirung der Vulkane, dieMaflengebirge den Centralvulkanen (Vulkangruppen), die Kettengebirge den Reihen-Vulkanen (Vulkanreihen). 7) Es lassen sich hauptsächlich drei Arten der Entstehungvon Gebirgen und sehr viele Combinationsformen, Entwickelungs - und Zerstörung«-stadien derselben unterscheiden. Die drei Entstehungsarten sind: a) durch Ausflußund oberflächliche Anhäufung von Eruptivgesteinen, vulkanische Gebirge; k) durchErhebung vorhandener fester Erdkrustenthcile, veranlaßt durch darunter empordrin-gende Eruptivgesteine, plukvnische Gebirge; o) durch Seitendruck, und in Folge da-von Faltelung der vorhandenen festen Erdkruste. 8) Mehre dieser Entstehungsartenkommen aber zuweilen in einem Gebirge miteinander combinirt vor. 9) Die durchErhebung vorhandener fester Ecdkcustentheile, durch darunter empordringende Erup-tivmassen, entstandenen Gebirge zeigen die größte Mannichfaltigkeit der Zerstörung«,stadien, wodurch sie in Faltengebirge, krystallinische Schicfergebirge, Centralmassen-gebirge obern, mittlern und untern Querschnitts zerfallen. 10) Es sind jedoch dieFaltengebirge dieser Art nicht immer von den durch Seitendruck entstandenen unter»sch-idbar. 11) Von besonderer Wichtigkeit bei Beurtheilung des relativen Alters derGebirge ist, außer der von Elie de Beaumont eingeführten Unterscheidung gehobenerv»d nicht gehobener Schichten, auch die Nachweisung der Gebirgsketten als Ablage-rungsscheiden für bestimmte Perioden, erkennbar aus der Ungleichheit der Flvtzfor-mationsreihen auf zwei ober mehren Seiten der Gebirge.

Bildung der Gesteine.

ES bleibt natürlich von ganz besonderer Wichtigkeit, über die Bildungsweisender einzelnen Mineralaggregate — der Gesteine —, aus denen die feste Erdkruste be-sieht, richtige Ansichten zu bekommen, denn gerade die Ungleichheit der Meinungenüber dieseii Gegenstand hat am meisten den einzelnen geologischen Schulen als Grund-lage gedient. Dabei ist aber nicht blos ihre physikalische Natur, chemische und mi-neralogische Zusammensetzung von Wichtigkeit, sondern auch ihr formelles Auftreten,die Art ihrer gegenseitigen Verbindung, ihre Lagerung. In dieser Rücksicht werdenmcht unpassend unterschieden: krystallinische Massengesteine, krystallinische Schi-ferge-steine, geschichtete Gesteine (Schichtengesteine) und Ganggesteine.

Während die cxaltirken Neptunisten alle Gesteine aus Wasser ablagern ließen,setzten die Vulkanismen von dem größten und wichtigsten Theile derselben voraus, sieseien Producte vulkanischer Thätigkeit, nach Art der Laven. Die Neuzeit hat auchin diesem Zweige der Geologie die systematischen Vorurtheile möglichst aufgeräumtund beseitigt. Man hat erkannt, daß die Bildung der meisten Gesteine nicht eineabgeschlossene, rein verweltliche, sondern eine noch fortdauernde, wenn auch nicht im-mer beobachtbare ist. Vorzugsweise diese gegenwärtigen Gesteinsbildungen sind eSaber, die uns über die frühern aufzuklären vermögen. Man hat erkannt, daß Ge-^ verschiedene Weise und unter gar mancherlei Modifikationen entstehen:steine Kühlung, Erstarrung aus einem hcißflüssigen Zustande; Sand-

und andere mechanische verbundene Aggregate'durch-Ab-au§! Wasser; ewige Kalksteine, Kieselgcsteine und Eisensteine durch chemischenNiederschlag aus wässerigen Solutioncn oder durch Vermittelung des organischen Le-bens (Znfusoriengesteine, Korallenriffe u. s. w.); die Kohlen durch Anhäufungen vo»Pflanzensubstanz; gewisse Breccien und Conglomerate durch Einwirkung aus derTiefe in Zerspaltungen emporsteigender oder als Ströme abfließender Laven (Rei-bungsbreceien und Conglomerate); manche ruffartige Gesteine durch vom Wasser zu-sammengeschwcmmte lose Auswürfe der Vulkane (Schlacken, Lapilli und Asche).Man hat ferner erkannt, daß viele an sich fertige Gestrinbildungen noch bedeutendenUmwandelungen, mechanischen Verdichtungen und selbst chemischen Veränderungen