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Siebenter Band.
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Die Chemie. 425

den von Himmelskörpern bestehe», so find wir hierüber in vollständiger Ungewißheit,selbst bei dem uns nächsten derselben, bei dem Monde.

Daß eine Atmosphäre manchen jener Himmelskörper fehlt, daß die Mehrzahlderselben selbständig Licht entwickelt, daß die mittlere Dichte der Planetenmaterienicht sehr verschieden ist von der der Erde — dies ist ziemlich Alles, was wirvon der Beschaffenheit der außerirdischen Materie wissen.

Worauf die auffallende Farbenverschiedenheit der Sterne und der öfter eintre-tende Farbenwechsel mancher derselben herrührt, was der Lichtdunst der Kometen ist,darüber find kaum Vermuthungen auszusprechcn.

Wir werden daher zur nähern Erforschung der Eigenschaften der Materie ausdc» angemessenen Welträumen zurück aus das Bereich unserer K--de gewiesen, undgegenüber der kosmischen Bedeutung der Physik und Astronomie erhält hierdurch diespecifisch tellurischen Charakter.

Die Erde mit der ihr zugehörigen Atmosphäre ist als ein für sich abge-greiizter Theil der Materie zu betrachten, der weder an Masse noch an Be-schaffenheit, weder an Quantität noch an Qualität eine nachweisbare Veränderungerleidet. Räumen wir ein, daß bei der raschen Umdrehung der Erde und ihrergroßen Geschwindigkeit von vier Meilen in einer Secunde auch nur das kleinste4-hcilchen der Luft sich von ihr abreißen und in den Weltraum sich verlieren könnte,so würden wir längst aller Atmosphäre entbehren. Der Erdball, mit seiner Luft-hülle zu verschiedenen Zeiten gewogen, würde keine Verminderung und keine Zu-nahme seines Gewichts erkennen lassen. Zwar fallen von Zeit zu Zeit meteorischeMassen von nicht unbeträchtlicher Anzahl und Schwere zur Erde, allein ihre Sub-stanz gehörte wahrscheinlich schon vorher dem Bereiche ihrer Anziehungskraft, derAtmosphäre an.

Wenn wir uns daher eine nähere Untersuchung der Erdmaterie zur Aufgabemachen, so darf uns der Grundsatz leiten, daß dieselbe ein abgeschlossenes Inventa-rium ist, zu welchem nicht plötzlich etwas Neues hinzukommen und aus welchemebenso wenig auch nur das Mindeste spurlos verschwinden kann. Es entsteht hier-Versuche die Beruhigung, daß dieselben nicht durch plötzlich vomHnnmcl fallende, gänzlich neue Stoffe verwirrt werden können, während wir andc-rerjnls »n Stande sind, die Erdmaterie in allen ihren wechselnden Zuständen undGestaltungen zu verfolge» und zu controliren.

..Die Verfolgung dieser Aufgabe ist dem Menschen nur innerhalb großer Be-schränkung gestattet. In das Bereich der Atmosphäre kann er sich kaum eine Meilehoch erheben, was als der neunte Theil ihrer ganzen Höhe geschätzt wird. Alleind'e große Beweglichkeit der Luft gibt die Gewißheit ihrer gleichförmigen Mischung,"nd die Untersuchung derselben läßt sich als eine so ziemlich abgeschlossene ansehen.

. Nicht minder schwierig ist die Verfolgung der Materie nach der cntgegcngesetz-e" Richtung, nach der Tiefe. Zwar setzt hier die bewegliche Masse des MeeresWiderstand entgegen und bietet ebenfalls eine ziemliche Gleichförnn'g-grv«, Msschung dar; allein das Eindringen in die feste Erde ist dafür mit um sowird ^ M"he verknüpft. 14— 1700 Fuß unter der Ebene des MeeresspiegelsMit Srb ^°dte Tiefe sein, bis zu welcher die gewinnsnchende Hand des BergmannsD,Uell " ^ eingedrungen ist. Die Wärme der auS tieferer Gegend aufsteigendenjcdoel/^ c die Glut der aus dem Innern brechenden vulkanischen Ströme lassen?«» k « feurig flüssigen Anstand des Erdkern« mit solcher Sicherheit schlie-ten'r°A>rdurch schon jeder Gedanke an eine Durchbohrung desselben abgeschnit-

breitum>° den» hauptsächlich als dritte Richtung unserer Untersuchung die Aus-des "der die Erdoberfläche, und die Rastlosigkeit und Unermüdlichkeit

um diel>« »die unglaublichsten Schwierigkeiten und Gefahren überwunden,den R -I " . "ach allen Richtungen hin zu durchsuchen, freilich zunächst nicht mit«cn des Naturforschers. Nehmen wir die starren Eisregionen des Süd-