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Siebenter Band.
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Die Chemie.

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Das Pflanzen- und Thierreich besteht seiner Hauptmasse nach nur aus vieri-lenienten, nämlich aus ^Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Dahererklärt sich auch vieles Übereinstimmende in ihrem ganzen Verhalten, wie ihre Er-uahrungsgeschichte, Verwesung und Brennbarkeit. Von den übrigen Stoffen, die"> Pflanzen- und Thierkörpern angetroffen werden und von Bedeutung erscheinen,sind zu bemerken: Schwefel, Phosphor, Kiesel, Kalium und Calcium.

Dem Gewichte nach ist mau nach ungefährer Schätzung der Ansicht, daß einDrittel der tellurischen Materie aus Sauerstoff, das zweite aus Kiesel bestehe, unddas letzte aus allen übrigen Stoffen zusammengenommen.

Die Einfachheit in Frage gestellt.

Aus Vorstehondem können wir also doch den Trost schöpfen, daß ungeachtet°kr großen Anzahl von Elementen die Gegenstände der Natur doch eine einfacheZusammensetzung aus wenigen einzelnen Elementen haben. Allein Mancher dürfte>>ch auch hierbei nicht beruhigen und die Frage auswerfen, ob denn keine Möglichkeit»der Aussicht vorhanden ist, zu zeigen, daß die angeführten 62 Elemente selbst nichteinfacher Natur, sondern nur auS wenigen, noch unbekannten Grundstoffen zusammen-gesetzt sind.

. Es ist dies eine Frage, die von den Chemikern selbst wiederholt gestellt wordensst, ohne daß hierauf jedoch eine entscheidende Antwort zu ertheilen wäre. Allerdings'st eS auffallend, daß die Materie in so vielerlei Grundformen auftritt, deren Reihe"°ch nicht einmal geschlossen erscheint, da seither fast in jedem Jahre ein oder derandere neue Stoff entdeckt worden ist. Allein auch nicht der geringste thatsächlicheFingerzeig deutet uns einen Weg an, daß mit den Hülfsmitteln, die uns aus demgereiche der gesammten naturwissenschaftliche» Experimentirkunst zu Gebote stehen,^ner der für einfach gehaltenen Stoffe zerlegt oder zusammengesetzt werden könne,^-s ist von dieser Seite wenig Aussicht vorhanden für die Auffindung einfachererElemente als der bisher dafür geltenden.

einfachen Stoffe sprechen nur gewisse Gründe der Wahr-sind unter andern die große Ähnlichkeit, welche manche einfachein ihren Verbindungen miteinander haben; wie z. B. Schwefelw Telen, die Gruppe von Chlor, Brom, Jod, ferner Phosphor, Arsen, sowieunter den Metallen die Gruppe von Calcium, Barium und Strontium, von Kobalt,Nickel, Mangan und Eisen, von Platin und Iridium.

Einen andern Grund für die Möglichkeit, daß die chemischen Elemente zusam-nrengeseht seien, erblickt man darin, daß einige Körper, von denen es mit Gewißheitbekannt ist, daß sie nicht einfach sind, wie z. B. das Cyan, eine auffallende Ähnlich,"'t in ihrem Verhalten mit mehren der für einfach geltenden Stoffe zeigen.

. Am meisten dürfte man sich veranlaßt fühlen, an dem elementaren CharakterMetalle zu zweifeln, da sie eine so große Anzahl bilden, die seither noch fort-ahrend sich vermehrte, während die Reihe der nichtmetallischen Stoffe durch die Ent-abmÄ^" ber letzten 20 Jahre keine» Zuwachs mehr erhalten hat und in der Thati» sein scheint.

Stoff' " dieser letztere Punkt, ob wir denn endlich zur Kenntniß aller einfachengelangt sind, möchte noch eine Erörterung verdienen. Die Entdeckungen derdem? ^hre sprechen dafür ebenso wenig als die in derselben Zeit neu ausgesun-sys, ' -Naneten die Gewißheit geben, daß uns nun alle Glieder des Sonnen-be»a,, bekannt seien. Allein sowie die bedeutendsten Planeten schon lange herbereit« so ohne Zweifel sind auch die wichtigsten der einfachen Stoffe die

in ei-n, und wir haben wenig Berechtigung, die Entdeckung neuer Stoffe

svlcke die eine Revolution in der ganzen Chemie bewirken möchten, oder selbsttel ^ie st'"cr Zeit das Chrom als Farbematerial oder das Jod als Heilmit-

' von so großer Bedeutung waren. Die zuletzt entdeckten Stoffe bestätigen das

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