Band 
Siebenter Band.
Seite
445
JPEG-Download
 

445

heilederlteii.kun-clck-d in >ähteromderoge»der« 'folge

imcn

und

»cn«' ^hodeefaße !Ka>i"

che">>dcN/ ^cinenetaliea»f ^hnci-Auf'leich'i»»'üein^kci-ei»,nde'SBdc»lendt'

ß

chk-i'

der»'

tia"'

rdc"

u»v

l->"i

ch-'

^d-r

rode

Die Chemie.

des Kaliums, sowie der meisten leichten Metalle, ist ihre Löslichkeit in Wasser, ihriaugcnhafter Geschmack, ihre ätzende Wirkung gegen Pflanzen- und Thierstoffe, unddie Eigenschaft, mit den Fetten lösliche Verbindungen, die sogenannten Seifen zu bilden.

Daher die Anwendung des kohlensauren Kali, das bekannter unter dem Namender Pottasche ist, sowie der Aschenlaugc zum Waschen und in der Scifenfabrikation,»nd des Ätzkali in der Chirurgie. Das Kaliumoxyd, das den kürzern Namen Kaliführt, ist die Basis des Salpeters, des Weinsteins, des Alauns, des Glases undvieler Minerale, namentlich des Feldspaths. Mit dem Schwefel verbunden, bildetds>s Kalium einen braun-rothen Körper, die sogenannte Schwcfellcbcr, deren Auf-losung in Wasser zu Schwefelbädern dient.

In Beziehung auf die Pflanzenwelt erscheint das Kalium von allgemeinster Be-deutung, denn die meisten Pflanzen hinterlassen beim Verbrennen eine Asche, dieöu»i größten Theil aus kalihaltigen Salzen besteht. Wir sind zu der Annahmeberechtigt, daß der Kaligehalt eines Ackerbodens und des Düngers als Maßstab fürben Culturwerth derselben dienen kann.

Natrium.

Das Natrium geht hinsichtlich seiner Entdeckung, Darstellung und wichtigstenEigenschaften mit dem Kalium so in paralleler Richtung, daß nur wenig Unterschei-dendes hervorzuheben ist. Dieses leichte Metall entzündet sich nicht, wenn es aufWasser geworfen, wol aber, wenn es auf feuchtes Fließpapier gelegt wird, und ver-brennt alsdann mit lebhaft gelb gefärbter Flamme. Seine Verbindungen macheni" technischer Beziehung denen des Kaliums leicht den Rang streitig. Sowie dieHolzasche das rohe Material ist, aus welchem die Pottasche und aus dieser fast alleübrigen Kaliumvcrbindungen ihren Ursprung ableiten, so ist das Kochsalz der ver-breitctste Natrium haltige Körper, der zur Fabrikation aller übrigen dient. Aus'nächtigen Lagern mineralischen Steinsalzes, aus reichern und ärmern Salzsoolcn,aus der gesalzenen Mceresflut werden die kleinen Krystallwürfel erhalten, die aufdem Tische des Ärmsten und der Tafel des Reichsten für gleich unentbehrlich gelten.Unser remes Tafelsalz besteht in der That aus 40 Gewichtstheilcn des silberglän-zenden Metalls Natrium und 60 Gewichtstheilcn des giftigen Chlors, und liefertuns sonnt einen ins Auge fallenden Beweis der großen Veränderung, die eintritt,wenn Stosse aufeinander wirkend sich chemisch verbinden. Denn unser Kochsalz,Weit entfernt schädliche Wirkungen zu äußern, ist für daS Verdauungsgeschäft un-entbehrlich, und wenn es auch nicht dient, in Masse ein bleibender Bestandtheil un-sers Körpers zu werden, so ist seine Rolle im Ernährungsproccsse nichtsdestowenigervon größter Bedeutung. Von den verschiedenen mitwirkenden Stoffen unsers Kör-pers ist es die Galle, die sich durch einen Gehalt an'Natron auszeichnet. Eswurde bei der Geschichte des Chlors schon gezeigt, daß das Kochsalz als Materialöu dessen Darstellung sowol als der Salzsäure dient. Das ätzende Oxyd des Na-r>unis führt nämlich den Namen Natron, und macht die Grundlage der Soda und°r harten Seifen aus, dieser in den reinlichen Haushaltungen in so großer Mengeei ^"chten Artikel. Die Entstehung der Sodafabriken bezeichnet gewissermaßenden ^ttttgeschichtliche Epoche, sodaß wir ganz besonders Veranlassung nehmen wer-s.... 6"f dieselbe zurückzukommen. Endlich ist das Natron in Verbindung mit Kie-i laurr der Hauptbestandtheil der gewöhnlichern Glassortcn, sowie mit Schwefelsäure^'wgt des Glaubersalzes. Wie es scheint, ist der Entdecker dieses letzter« von-nwa> führender Wirkung so überrascht worden, daß er es daS Wundersalz, 8ol

meiner w "*nn"e. die Pflanzenwelt erscheint das Natrium von weniger allge-

dessen ^deutung als das Kalium. Einige wenige Kustenpflanzen nehmen es in-dinlä auf, sowie alle im Meere befindlichen Gewächse, deren Masse aller-

gs höchst beträchtlich ist. Beim Verbrennen liefern diese Pflanze» eine Asche, diehalte« ^ S°da besteht, sodaß letztere früher ausschließlich auf diese Weise er-