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Siebenter Band.
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Die Chemie.

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Die Verbindungen der schweren Metalle äußern eine den Pflanzen- und Thier-körpern nicht zusagende, in der Regel sogar nachthcilige, giftige Wirkung, in welcherBeziehung namentlich Blei, Zink, Antimon, Kupfer und Quecksilber hervorzuhebensind. Andererseits bilden mehre derselben eben durch diese energische Reaction aufdie Funktion der Organe in geringen Gäben Arzneimittel von unschätzbarer Wirk-samkeit. In der Technik sind es abermals die färbenden Qualitäten, welche die Ve»bindungen der schweren Metalle in jeder Art der Malerei sowie in der Färberei vonWichtigkeit erscheinen lassen. Namen, wie Grünspan, Nöthcl, Ocker, Berlinerblau,Zinnober, Bleiweiß erinnern sogleich an die Gebräuchlichkeit solcher Metallfarben.

Auffallend erscheint dagegen die geringe Bedeutung der schweren Metalle fürdie pflanzliche und thierische LebenSverrichtung. Zwar finden sich in den Pflanzen-aschen Eisen und Mangan als selten fehlende Bestandtheile, allein in so äußerst ge-ringer Menge, daß ihre Anwesenheit als eine zufällige erscheint. Im Thierkorperist dagegen das Eisen das einzige überhaupt und mit Bedeutung auftretende schwere

Metall.

Es hängt bekanntlich ganz von den Eigenschaften der Metalle ab, welche An-wendung wir denselben geben, und Härte, Dehnbarkeit, Glanz, Unvrränderlichkeit aner Lust und die Schmelzbarkeit bestimmen es, ob ein Metall zu Werkzeugen, schnei-enden Instrumenten, Platten und Draht, zu Gußwcrken oder Schmicdesachen zuAbbrauchen sei. Auch lassen sich durch Verschmelzung mehrcr Metalle die Eigen-schaften derselben bestimmten Zwecken entsprechend ausgleichen. Solche Mctallge-"usche, die man Legirungen nennt, sind z. B. das Messing, aus Zink und Kupfer,und die Bronze, aus Zinn und Kupfer bestehend.

Wir lassen nun in der nähern Charakteristik die unedlen Metalle den edlenvorausgehen.

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Eisen. ^

Das Eisen mag nicht mit Unrecht an die Spitze der Metalle gestellt werden,die trotz aller aus Californien und Neusüdwales neu zuströmendenRechte als das eiserne Zeitalter zu bezeichnen ist. DennErde eingesponnen in ein Netz von eisernen Schienen, undAuie unstate Flut wird vom Eisen beherrscht, das mit Bogcnstrebungen und^ekkengehangen und röhrenförmigen Brücken entfernte Ufer verbindet und zum Kielesierner Schiffe geformt die Flut der Meere durchschneidet. Es ist bemcrkenSwerth,vuß im hohen Alterthume das Eisen zwar schon bekannt war, bei Griechen und Nö-vskrii jedoch vielfach die leichter darstellbare und zu behandelnde Bronze anstatt des-'elbeu verarbeitet wurde.

Gewichtige Minerale, die durch gelbe, braune und rothe Farbe sich auszeichnen>>d von, Magnete angezogen werden, verrathen durch diese Eigenschaften ihren Eisen-den solche Eisenerze, die hauptsächlich aus Eisen und Sauerstoff bestehen, wer-

^ ">il Kohle gemengt einer heftigen Glut ausgesetzt, in welcher die Kohle mit demals i" gasförmig entweichender Kohlensäure sich vereinigt, während das Eisenkrn^/'^nder Strom in Formen von Sand fließt, wo es zum sogenannten Gußeisendieser ^sbs Gußeisen enthält fünf bis sechs Proccnt Kohlenstoff, und wenn ihmv>Lbr ^ vuf etwa zwei Procent entzogen wird, so verwandelt cS sich in Stahl,hat das gänzlich von Kohle befreite Eisen den Rainen Schmiedeeisen erhaltenKam drei Eisenarten haben so auffallend abweichende Eigenschaften, als ob sieKoh-verschiedene Metalle wären, und es rührt dies lediglich von dem erwähntenschnie, derselben her. Das kohlenreiche Gußeisen ist vcrhältnißmäßig leichthg ibar, aber hart und spröde, und läßt sich weder mit der Feile noch mit dembearbeiten. Das kohlenfrcie Schmiedeeisen ist in der allerstärkstcn Weiß-»>ie kaum schmelzbar. Es wird darin jedoch weich, unter dem Hammer knetbarD, ochs. Dabei ist es außerordentlich zähe und läßt sich in Platten walzen und

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