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Siebenter Band.
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Die Chemie. ä51

mehre seiner Verbindungen, namentlich das kieselsaure Kobaltoxyd, das Smalte ge-nannt wird und eine schöne blaue Farbe ist. Andere seiner Verbindungen sind ro»senroth. Im Ganzen ist das Kobalt eines der weniger häufigen Metalle.

Nickel.

Das Nickel läßt sich gleich den seither genannten Metallen nur durch das hef-tigste Schmiedefeuer schmelzen; allein es nähert sich in seinen Eigenschaften mehr demÄsen, da es sich in Platten hämmern und selbst zu Draht ausziehen laßt. DieMeisten Verbindungen des Nickels zeichnen sich durch eine schöne grüne Farbe aus.

Für sich allein wird das Nickel nicht verarbeitet, allein das sogenannte Nensil-b-r oder Argentan ist eine Legirung, die aus 1V Theilen Kupfer, 6 Theilen ZinkM'd 4 Theilen Nickel besteht, und zu allerlei Verzierungen verwendet wird. Zu Kü-chengerärhen ist es nicht empfchlenswerth, da er von sauren Speisen leicht angegrif.fen wird und diese vergiftet.

Die vorstehenden Metalle bilden durch manche Übereinstimmung oder Ähnlich-st gewissermaßen eine kleine Familie. So sind Eisen, Mangan, Chrom, Kobaltund Nickel nur in der stärksten Weißglühhitze schmelzbar, hart, grau-weiß und sechsbis acht mal dichter als Wasser. Eisen, Nickel und Kobalt stimmen überdies nochbarin übercin, daß sie vom Magnete angezogen werden.

Zink.

Das Zink ist ein bläulich-weißes, auf dem Bruche glänzend krystallinisches Me-tall, das an sich sehr spröde ist. Wenn es aber bis etwa zum Siedpunkte desEssers erwärmt wird, so läßt es sich in Bleche auswalzen, die vielfach zu Dach-bkdeckungen, Badewannen und dergl. verarbeitet werden. In sehr starker Hitze ver-wandelt sich das geschmolzene Zink in Dampf, und es kann daher der Destillationunterworfen werden. An freier Luft verbrennt cS mit weißer, starr leuchtenderFlamme. Es ist sieben mal. dichter als Wasser.

Die Verbindungen des Zinks sind giftig, und mehre derselbe^ haben Anwendungin der Medicin, namentlich bei Augenleiden. Auch in der Färberei wird das schwe-felsaure Zinkoxyd angewendet.

Am bedeutendsten ist es jedoch durch seine Legirung mit Kupfer, welche dasbekannte Messing bildet.

Zmn.

Das Zinn nähert sich durch seinen lebhaften weißen Elan; sehr dem Ansehendes Silbers und behauptet denselben an der Luft ziemlich unverändert, wie wir anden blanken Geschirren wahrnehmen, die aus demselben gefertigt werden. Auch läßtsich das Zinn in sehr dünne Blättchen, unechtes Blattsilber genannt, schlagen undöu Stanniol auswalzen, mit welchem die Pfropfen der Champagnerflaschen verwahrtwerden. Die Vanille und feinen Chocoladen pflegt man ebenfalls in solche Zinnfolie"Zwickeln. Ganz eigenthümlich ist dem Zinn ein knirschendes Geräusch, welchesbältwa' ein Stück Zinn gebogen wird. Das Zinn schmilzt schon bei der ver-sehr nieder» Temperatur von etwa 200°, und nicht selten tritt zumsckmel ^ Hausfrauen der Fall ein, daß auf den Ofen gestellte ZinngerätheM, wmn sie kein Wasser enthielten. . .

der äinnoxyd wird zur Bereitung des Email und undurchsichtiger Glasurbr^dvngeschirre verwendet, während die löslichen Zinnsalze in der Färberei ge-

»inn..D'?w'^Ssten Anwendnngen findet jedoch das Zinn zur Darstellung der ver-^"Platten, die unter dem Namen von Weißblech zu so vielen Gerathenarbeitet werden, und in seinen Legirungen mit Kupfer, als Bronze.

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