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Siebenter Band.
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Die Chemie.

Blei.

Das Blei ist ein Metall von sehr bedeutendem specifischen Gewichte, denn esist tl mal dichter als Wasser. Es hat eine blau-graue Farbe und einen lebhaftenGlanz, der an der Lust sich jedoch schnell verliert, indem es matt wird und nist .ieiner grauen sauerstoffhaltigen Schicht sich überzieht. Unter allen schweren Metallei!ist das Blei das weichste, denn es kann mit dem Messer zerschnitten werden. Auchlaßt es sich in dünne Platten walzen und zu Röhren auspressen. Es schmilzt bei260' N. Seine große Dichte macht es vorzüglich geeignet, in der Form von Ku-gel und Schrot, aus den kleinern Geschossen hervorgehend, eine verderbliche Wirkung ,zu äußern. Von Speisen ist das Blei durchaus entfernt zu halten, da seine Ver-bindungen höchst giftige Wirkungen äußern, was bei bleihaltigen Zinngeschirren schonöfter zum Nachtheil sich herausstellte.

Die Verbindungen des Bleis haben eine ausgedehnte gewerbliche Verwendbar-keit. Das Bleioxyd, gewöhnlich Bleiglätte genannt, bildet mit Kieselsäure ein leicht ^schmelzbares, sehr durchsichtiges GlaS, mit welchem unsere gewöhnlichen irdenen Ee- >schirre überzogen oder glasirt werden. Wenn diese Glasur unvollkommen eingebranntist, so können solche Geschirre sehr gefährlich werden, namentlich wenn Essig odersonst saure Speisen in dieselben gebracht werden.

Als Farben dienen das gelb-rothe Bleioxyd, Mennige genannt; ferner in sehr ,ausgedehntem Maße das kohlensaure Bleioxyd, das bekannte Bleiweiß, und das essig-saure Bleioxyd, ein Salz, das wegen seines süßlichen Geschmacks auch den NamenBleizucker erhalten hat. . . ,

Endlich ist nicht zu vergessen, daß mehre Bleiverbindungen sehr heilsame Arznei- ^Mittel sind, und zwar vorzugsweise im äußerlichen Gebrauche, zu Salben, Pflasternund'Wundwassern. '

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WiSmuth. ^

Das WiSmuth zeichnet sich durch eine grau-weiße, zugleich jedoch ins Nöthlichegehende Färbung aus, sowie durch seine große Geneigtheit die krystallinische Forn>anzunehmen. Es kann in der That durch die geeigneten Handgriffe leicht in sch»'nen Krystallen erhalten werden, deren Oberfläche in einem bunten Farbenspiele er-glänzt. Weder an sich noch in seinen Verbindungen ist das WiSmuth von besonde-rer technischer Wichtigkeit; doch ist es interessant, daß eine Legirung von einem The>'Blei, einem Theil Zinn und zwei Theilen WiSmuth schon in siedendem Wasser schmißMan bedient sich solcher leichtflüssigen Metallcompositionen zum Abgießen von For-men, sogenannter Cliche's u. s. w.

Antimon.

Das Antimon ist ein silberweißes Metall, von lebhaftem Glänze, der sich ^der Luft wohl erhält. Auf dem Bruche ist es körnig, krystallinisch und so sprödedaß es sich im Mörser leicht zu Pulver zerstoßen läßt.

Die Antimonverbindungcn sind zwar giftig, aber nichtsdestoweniger von groß^medicinischen Werthe. Es sind in dieser Beziehung hervorzuheben: das schw^iSchwefelantimon oder Spießglanz, das orangefarbene Schweselantimon oder §scknvefel, das rothe Schwefelantimon, auch Mineralkermes genannt. Die Oxyde .Antimons finden wir ebenfalls dem Arzneischatze eingereiht, sowie den antimonh^gen Brechwcinstein. a,

Mit drei Viertel Blei lcgirt bildet das Antimon die äußerst nützliche Eon'ption, welche zum Gießen der Buchdruckcrlettern verwendet wird.

Kupfer.

Das Kupfer ist ein schon den Phöniciern bekannt gewesenes Metall, das zselben von der Insel Cypern holten, woher auch der lateinische Name Oupruw ^von diesem der deutsche abgeleitet wird. Es hat eine schöne morgenrothe Fax

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