Die Chemie.
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lebhaften Glanz, der an der Lust sich jedoch bald verliert, indem es sich mit einer
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Drydschicht überzieht und dadurch eine braune Farbe erhält. Das Kupfer ist einhartes und dabei zäheS und dehnbares Metall, das sich walzen und in Draht ziehenläßt. Die vielfache Anwendung des Kupferblechs darf als bekannt vorausgesetzt werden.
Die Vörbindüngen des Kupfers haben eine giftige Wirkung, und es ist hierdie bei metallenen Gerathen überhaupt empfehlenswerthe Vorsicht wiederholt anzura-lhen. Außerdem zeichnen sich die Kupferverbindungen durch schöne blaue und grüneFärbungen aus. Es wird in dieser Hinsicht der Grünspan, der Malachit und dieKupftrlasur angewendet.
Eine wichtige Rolle spielt das Kupfer ferner in seinen Legirungen mit andernMetallen. Als eine solche wurde bereits das Neusilb-r angeführt. Ein Gemisch vonMei Theilen Kupfer und einem Theile Zink bildet das Messing, das sich leichterschmelzen und auf der Drehbank bearbeiten läßt als das reine Kupfer. Auch dieunter dem Namen von Tomback und Similor und unechtem Blattgolde bekanntenMetallcompositionen bestehen aus Kupfer, in Verbindung mit Zink. Dagegen gebenKupfer und Zinn in verschiedenen Verhältnissen, von welchen ersteres in der Regelgegen zwei Drittel beträgt, Legirungen, die als Glockenmetall, Kanvnenmetall undBronze angewendet werden. Die Waffen und Rüstzeugs der Alten bestanden auseiner Bronze, die viel Kupfer und wenig Zinn enthielt.
Quecksilber.
Das Quecksilber hat im Vergleiche mit den übrigen Metallen so auffallendeEigenschaften, daß es als eine merkwürdige Ausnahme vom Gewöhnlichen ganz iso.
Urt dasteht. Obgleich eS eines der dichtesten Metalle ist, denn sein specifisches Ge-wicht beträgt 13, so haben seine Theile doch nur einen sehr geringen Zusammen-hang, daher es flüssig erscheint. Schon die Griechen waren von dieser Thatsachelebhaft betroffen, und ertheilten diesem Metalle den passenden Namen „flüssiges Sil-ber" (ttyärurtz^rvn). Als schwerer, flüssiger und zugleich an der Lust nicht verän-derlicher Körper hat nun das Quecksilber mehre Anwendüngen gesunden, in welchemes unersetzbare Dienste leistet, nämlich zur Herstellung der Barometer und Thermo-meter. Für letztere ist eS zur Bestimmung von Temperaturen anwendbar, die bis32 ° unter den Gefrierpunkt des Wassers gehen und bis 280 ° li. über den Sied-Punkt desselben. Bei größeres Kälte wird das Quecksilber fest, hämmerbar und demSilber sehr ähnlich, und bei größerer Hitze fängt es an zu sieden.
Die Dämpfe des Quecksilbers äußern eine sehr giftige Wirkung, und dasselbeist bei seinen Verbindungen der Fall, von welchen das zweifache Chlor-Quecksilber, 'Sublimat genannt, als das gefährlichste aller metallischen Gifte angesehen wird.
Nichtsdestoweniger sind mehre derselben als Mittel von höchst schätzcnswertherWirksamkeit in den Arzneischah aufgenommen worden, wie namentlich das einfacheChlor-Quecksilber oder Calomel, der Sublimat und das rothe Quecksilberoxyd. DasSchwefel-Quecksilber bildet die unter dem Namen Zinnober bereits früher erwähnteschone, rothe Farbe.
Gegen andere Metalle zeigt das Quecksilber ein eigenthümliches Verhalten, in-
^ w>t Ausnahme des Eisens alle auflöst, ähnlich wie Wasser den Zucker. Le-grungen des Quecksilber- mit Metallen werden Amalgame genannt. Der metal-
issche Überzug auf der Rückseite unserer Spiegel ist -in Amalgam aus Quecksilberund Zmn. '
Das QueckliM». m-lck»« d-n Anfana der Reihe der edlen Metalle macht, wird
t . und an ganz isolirten Punkten angetroffen, unv yar vayer einen bedeu>
tenden Preis.
Das Silber ist i« Gestalt von Münzen unser gewöhnlichstes Tauschmittel und
'' sowie durch seine Verwendung zu vielerlei Gerathen und Zierrathen, überall