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Siebenter Band.
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Preußen seit 1849 bis Ende 1859.

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wurde, nicht mehr zweifelhaft war, daß das Parlament nicht nachgeben wurde. Jetztoffen mit ihm brechen, Das wollte man nicht; man hatte ja nicht einmal entschie«den die Erklärung gegeben: wir werden diese Verfassung unter keiner BedingungMnichmen. Nein, die andern Regierungen sollten dies erklären, und dann hattePreußen nur zu sagen: die andern Regierungen wollen nicht, es thut uns leid, abernun hilft unsere Zustimmung auch nicht. Und darauf rechnete man in der That inBerlin. Das Veto der andern Regierungen und sodann das Auseinanderfalten des^nrlaments schienen dem Ministerium so ausgemachte Dinge, daß sogar in der Zwi-schenzeit Mitglieder der preußischen Linken über weitere Plane zu Rathe gezogen wur»

. den. Man gab ihnen zu verstehen, daß man mit der Ablehnung gar nicht cinver-standen sei, daß alle Versuche, die in den entscheidenden Kreisen obwaltenden Beden-ken zu besiegen, gescheitert seien. So sei indessen nun einmal die Sachlage, undman müsse jetzt aus andere Mittel und Wege denken, um zum Ziele zu gelangen.Mit dem frankfurter Parlament werde schwerlich eine Verständigung zu erzielen sein.vielleicht ließe sich aber ein Theil dieser Versammlung bewegen, zu einem Svnder-parlamente in einer andern Stadt zusammenzutreten, wo dann die Vereinbarung über? smen engern Bund aufgenommen werden könnte. Die mit diesen vertraulichen Er-ik Öffnungen Beehrten machten einfach auf die von der Gagern'schcn Partei eingegan-

xr gene Verpflichtung, an der beschlossenen Verfassung festzuhalten, aufmerksam, und

^ w ließ das Ministerium vorläufig wenigstens diesen Gedanken fallen, der später, wieek wir sehen werden, in veränderter Form wieder auftrat.

Die andern Regierungen schienen indessen in ihrer Mehrzahl gar keine Lust zuhaben, das Nichtzustandekommen der deutschen Einheit auf ihre Schultern zu neh-hk As"', 14. April erklärten 29 Regierungen, fast alle Staaten mit Ausnahme

z. Östreichs und der Königreiche, in einer an den preußischen Bevollmächtigten, Herrnner> "mphausen, gerichteten Collectivnote, daß sie mit der Wahl des Königs von Preußen

ah. i«m Kaiser einverstanden seien; daß sie die Verfassung, obwol dieselbe nicht ganz

da- ihren Wünschen entspreche, dennoch in Betracht der Gefahren, die ein längerer Ver»

sei' d«. Verfassungswerks mit sich führen würde, anerkennen, und von der preußi-sch, envarteten^"^ dem Patriotismus der übrigen Regierungen ein Gleiches

atzt ^Vvß war die Bestürzung in Berlin. Das hatte mau nicht erwartet und nicht

will gewollt! Nun war das preußische Cabinet in derselben Verlegenheit wie zuvor. Waren

e« auch die kleinern Regierungen, so waren es doch immer 29, welche sich für diet, Annahme erklärt hatten. Der preußische Bevollmächtigte beklagte sich bitter darüber,

^ . daß man Preußen jetzt die ganze Verantwortlichkeit zuschiebe. Die Königreiche srei-

° - ^"en. Sie stützten ihre Weigerung zum Theil auf die preußische Ablehnung,

a§' Umstand, der in den Handen der Opposition eine neue Waffe gegen das preu-

"Az t Ministerium wurde. Ostreich endlich protestirte in einer vom 8. April datir-iicll' ük gegen Alles, gegen die Kaiserkrone, gegen den engern Bund, gegen die

Ccntralgewalt durch Preußen, überhaupt gegen jede Unterhandlungi,f' »uvor vn» östreichischen Abgeordneten waren bereit« einige Tage

tll" > spiegelte sich am abberufen worden. Die Verlegenheit des preußischen Cabinetött"- 14 Tagen abattauwn m'' Unthätigst ab. Am 17. April, wo die Fest von

In den berliner Camphausen noch keine Instruktionen,

ung Ammern glaubte man noch nicht an da« nahe Ende des frank-

R« Die Parte, «Zagern hatte ihre politische Ehre mit der beschlossenen

ai-. ^«Verfassung sol,dar,sch verknüpft. Noch mehr! Sie hatte Jedem, der es hören

^ los ?'s. » verstehen gegeben, daß sie das ftauksurter Parlament nicht so widerstand«,

ge' ist ^en wurde, wie zur Zeit die Landtage in Ostreich und Preußen. Es

-ies- den w-i« " wsm, welche Wendung die deutschen Geschicke genommen haben wür-

rill Kam»,.. Vorsätze wirklich zur Ausführung gekommen wären. In der zweiten

M "wr glaubten es Viele und hielten es deshalb für Pflicht, eine förmliche Er-

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