Preußen seit 1848 bis Ende 1850.
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gewiß aber mit redlichem Wollen angestrebt haben, in weite Ferne hinausgeschoben
werden."- „Ja, meine Herren", so schloß der Minister, „ich scheue mich nicht
es auszusprechen: der politischen Ansicht eines großen Theils von Ihnen wird Gewaltnngemuthet, aber nicht durch uns, sondern durch die Natur der Sache und durchIhre eigen« Vaterlandsliebe. An Ihnen ist es jeht zu wählen: entweder Ihre poli-tische Ansicht einer hohem, ja höchsten Pflicht unterzuordnen, oder Ihre Ansichtenum jeden Preis zu behaupten. Ihnen, den versammelten Vertretern deS preußischen-Lolks, werden die Folgen dieser Wahl angerechnet werden. Aber das'vergessen Sie"icht: Wer unter Ihnen den zuletzt bezeichneten Weg betritt, dem wird das Zujauch-zn aller Feinde der öffentlichen Ordnung entgegenkommen, dem wird der Beifallder Feinde Preußens und der Feinde Deutschlands lohnen; der wird die Anerken-nung Derer finden, welche Theorien über Alles stellen und die abstracte Consequenzals die erste Tugend betrachten. Aber den Dank Preußens, den Dank Deutschlandsnurd er nicht erwerben. Meine Herren! Sie haben zu wählen."
Wenn einer Versammlung, deren Mehrzahl in ihrer politischen Überzeugung nichtüber die Grenzen der Furcht vor der Demokratie und wenig bewußter Sympathien>ur konstitutionelle Formen hinausgeht, die Alternative gestellt wird zwischen derffchö-Uen Losung: „preußische Constitution und deutsche Einheit" und dem Absolutismusaber dem ChaoS, so wird sie schwerlich das Letztere wählen. So geschah es am 26. Jan.^ ber zweiten Kammer. Nach Verwerfung des von der Regierung selbst aufgegebenenVorschlags wurde das Arnim'sche Amendement mit der allerdings geringen Majoritäto°n itzi gegen 149 Stimmen angenommen und damit ein principieller Widerspruchw dst Verfassung hineingebracht, der später die Operationsbasis der Gegner der Ver-I^lsung werde» mußte. Von den übrigen Regierungsvorschla'gen wurden die, welche'r Ministerverantwortlichkeit und die Lehne und Fideicommissc betrafen, verworfen,er Artikel i» Betreff des Staatsgerichtshofs wurde mit der Modifikation angenom-en, daß dieser Gerichtshof ein Schwurgerichtshof sein sollte, und das betreffendeejctz nur unter vorheriger Zustimmung der Kammern erlassen werden könnte. Zuden* in», wonach Fmanzgesehentwürfe zuerst der zweiten Kammer vorgelegt wer-erlken ^ Zusatz beschlossen: „Die Staatshaushaltsetats werden von der
w^"wr im Ganzen angenommen oder abgelehnt." Alle übrigen Vorschlägeen unverändert angenommen; die Regierung hatte also in der Hauptsache denwg davongetragen. Die erste Kammer trat am 29. Jan. den Beschlüssen der
-weiten Kammer bei. Auch hier scheiterten die Versuche der Constitutionellen, vonden durch die zweite Kammer preisgegebenen Principien etwas zu retten. Ja, wieum die Niederlage Derer, welche 1848 so treue Anhänger der Regierung gewesen,welche der Reaction die Wege zu spätern Erfolgen geebnet hatten, vor aller Weltzu proklamiern, erklärte Herr von Mantcuffel, daß er die Berechtigung der verstau-digen, gesunden Demokratie anerkenne, „aber einer Partei", rief er mit Nachdruck?us, „erkenne ich weder Berechtigung noch eine Wurzel im Lande zu — es ist dieBartei^der Doktrinären".
nellen^m^"^ das Nevisionswerk beendet zur Unzufriedenheit der constitutio-kratie -um Mißvergnügen der sogenannten Iunkerpartci. Die Demo-
mit Glei^a ^ ber Theilnahme an dem begonnenen Werke enthalte» hatte, sahzu Gut, ?^"^'Skeit ^ Vollendung einer Verfassung entgegen, die lediglich DenenGemeint,- s>° gemacht hatten, nämlich der Bureaukratie, deren Macht in den
bis °« Kreisverhälknisscn, nach dem Vorbilde der französischen Centralisation,gut st- ^w^sten Grenze erweitert worden war. Die Aristokratie tröstete sich, soBotschaft "ut geheimen Vorbehalten. Schon bei Berathung der königlichendie Verfall ^ von Gerlach und Stahl erklärt: sie verständen unter dem Eide aufDehnbarkeit^ -"r einen Eid auf das ganze im Staate bestehende Recht. Auf dieUrkunde s-a/ - w Widersprüche in den einzelnen Bestimmungen der VerfaffungS-letzte diese P^ei ihre Hoffnungen. „In ihren (der Verfassung) innersten
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