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Siebenter Band.
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500 Preußen seit 1849 bis Ende 1850.

Eingeweiden", so äußerte sich die „Neue Preußische Zeitung", „streiten nun zweifeindliche Principien. Waldeck'sche Grundrechte und erbliche Pairs, Revolution undReaction brausen und gähren und zischen durcheinander." Indessen scheiterten dieVersuche, welche bei Hofe gemacht wurden, um die Sanction der Verfassung nochlänger zu verzögern. Eine königliche Botschaft vom 31. Jan erklärte die Revisionfür beendigt, verkündigte die Verfassungsurkunde als Staatsgrundgeseh, und lud dieKammern zur Eidesleistung zum 6. Febr. auf das königliche Schloß ein.

Der äußere Charakter der Hauptstadt am Tage der Eidesleistung deutete aufnichts weniger hin als aus ein Ereignis von so außerordentlicher Bedeutung, das soviele Stimmen seit Jahren herbeigesehnt hatten und das so heftigen Kämpfen undUnruhen sein Dasein verdankte. Ebenso wenig waren die Anstalten bei Hofe so,wie sie sonst wol bei Hosfestlichkeiten getroffen zu werden pflegten. Mehre Prinzendes königlichen Hauses, darunter der Thronfolger, waren von Berlin abwesend. Nurder Prinz Karl, dessen Sohn und Prinz Adalbert wohnten der Handlung bei. NachBeendigung des Gottesdienstes in der evangelischen Domkirche und in der katholischenKirche versammelten sich die Abgeordneten im Rittersaale des Schlosses.

Bei der Individualität des Königs ließ sich nicht erwarten, daß diese feierlicheHandlung sich innerhalb der ceremoniellen Grenzen halten würde, zumal in einem A«>genblicke, wo der absolute Herrscher zu Gunsten des konstitutionellen Königs zurückz»'treten im Begriffe stand. Auch war der Gegensatz zwischen Jetzt und 1847 ein z»scharfer, als daß sich annehmen ließ, der König werde ihn durch Stillschweigen oder gardurch Worte unbedingt anerkennen. In der That waren dies auch die Gesichtspunkte,von denen die Ansprache ausging, mit der der König die Eidesleistung eröffnete-„Was ich sagen werde", so begann der König, „sind meine eigensten Worte, den»ich erscheine heute vor Ihnen, wie nie zuvor und nie hernach. Ich bin hier, nichtum die angeborenen und ererbten heiligen Pflichten des königlichen Amts zu übe»(die hocherhaben sind über dem Meinen und Wollen der Parteien); vor allem nichtgedeckt durch die Verantwortlichkeit meiner höchsten Räthe, sondern als ich selbstallein, als ein Mann von Ehre, der sein Theuerstes, sein Wort geben will, ein Ja,vollkräftig und bedächtig. Darum Einiges zuvor. Das Werk, dem ich heute mei»tBestätigung aufdrücken will, ist entstanden in einem Jahre, welches die Treue wer'dender Geschlechter wol mit Thränen, aber vergebens wünschen wird, aus unsersGeschichte hinauszuringen. In der Form, in der es Ihnen vorgelegt worden, ist ^allerdings das Werk aufopfernder Treue von Männern, die diesen Thron geregthaben, gegen die meine Dankbarkeit nur mit meinem Leben erlöschen wird; aber ^wurde so in den Tagen, in welchen, im buchstäblichen Sinne des Worts, das D"'sein des Vaterlandes bedroht war. Es war das Werk des Augenblicks und es trasden breiten Stempel seines Ursprungs. Die Frage ist gerechtfertigt, wie ich ^solcher Betrachtung diesem Werke die Sanction geben könne? Dennoch will ichweil ich es kann, und daß ich es kann, verdanke ich Ihnen allein, meine Hertt"'Sie haben die bessernde Hand daran gelegt, Sie haben Bedenkliches daraus entfer"'Gutes hineingetragen, und mir durch Ihre treffliche Arbeit und durch die Aufnah'"^meiner letzten Vorschläge ein Pfand gegeben, daß Sie die vor der Sanction beg"^nene Arbeit der Vervollkommnung auch nachher nicht lassen wollen, und daß ^unserm vereinten redlichen Streben auf verfassungsmäßigem Wege gelingen wirb/,,den Lebensbedingungen Preußens immer entsprechender zu machen. Ich darf ^Werk bestätigen, weil ich es in Hoffnung kann. Das erkenne ich mit allerwä'r'"^Danke gegen Sie, meine Herren, und ich spreche es gerührt und freudig aus, .haben den Dank des Vaterlandes verdient. Und so erkläre ich, Gott ist dessen ^ ^daß mein Gelöbnis auf die Verfassung treu, wahrhaftig und ohne Rückhalt lAllein Leben und Segen der Verfassung, das fühlen Ihre und alle edle Herz"' ,Lande, hangen von der Erfüllung unabweislicher Bedingungen ab. Sie, 5.Herren, müssen mir helfen, und die Landtage nach Ihnen und die Treue des .

muß mir helfen wider Die, so die königlich verliehene Freiheit zum Deckel der