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Siebenter Band.
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Preußen seit 1849 bis Ende 1859. 513

konnte man sich in Berlin nicht entschließen. Im Gegentheil stellte der König den8ursten, die nicht läirger bei der Union verharren wollten, den Austritt frei. Leichterkonnte der Austritt Denen nicht gemacht werden, die nur eine günstige Gelegenheitsuchten, um mit einem Schein von Anstand sich ihrer Verbindlichkeiten zu entledigen.Sechs Tage dauerten die Unterhandlungen zwischen den Fürsten sowol, wie zwischenden abgesondert berathenden Ministern. In beiden Versammlungen fehlte es nichtu» bittern Bemerkungen der Gegner. Die Unhaltbarkeit der Unionspolitik kam dabeiiß Tage. Zwar erklärten sich Preußen, Nassau, Braunschweig, Oldenburg, die thü-ringischen Staaten, Anhalt, Waldeck und Lippe mit den Parlamentsbeschlüssen ein-.Erstanden, hingegen die Hansestädte nur mit Vorbehalten, wahrend Baden, Kur-Men, Mecklenburg-Schwerin und Schaumburg-Lippe sich ihre Erklärungen vorbe-reiten und Mccklcnburg-Strelitz die Annahme ablehnte. Hiernach erklärte Preußen,der bei der Eröffnung der Confercnzcn ausgesprochenen Ansicht getreu, den Wortendes Herrn von Nadowih „mit Vielen oder mit Wenigen" entgegen: daß in Erman-glung allseitiger Zustimmung die Verkündigung und Ausführung der Unionsver-kassung poch nicht stattfinden könne. Statt dessen wurde beschlossen, eine proviso-rische Unionsrcgierung zu errichten, bestehend aus dem Unionsvorstand, dem Fürsten-Meginm und dem Unionsministerium, und dieser Behörde die in dem Maibündniß'.^gestellten Befugnisse zu übertragen. Das Resultat dieser von der officiellen Presses° Pomphaft angekündigten Conferenzen bestand somit in der Herstellung eines Bun-destags in verkleinertem Maßstabe: ein Resultat, das wenig geeignet war, der Unionmangelnden Sympathien zuzuführen, die verlorenen Sympathien wiederzugewinnen,^on nun an war das Unionsproject gerichtet von der öffentlichen Meinung. In°em Kämpft, welcher sich nach dem 16. Mai zwischen den deutschen Cabineten cnt-'pann, war die Losung nicht mehr: Staatenbund oder Bundcsstaat, sondern: Ostreich^er Preußen. Ostreichs Politik von Sieg zu Sieg schreitend, Preußens PoMk imtuckzuge begriffen und nur noch bemüht, möglichst mit Ehren den Platz zu räumen,as ist das Schauspiel, welches sich von jetzt an den Augen der Welt darbot.

p^'^sschc Cabinet hatte das Vertrauen zu seiner Macht verloren; die rus-stfch-ostrelcklsche Partei und die Junkerpartei riechen dringend zur Umkehr. Der Con-uuisse geschlichtet werden,-wenn man nicht die revolutionäre Partei>e Fruchte dieses Zwiespalts ernten lassen wolle. Dieser Gedanke fing an alle übri-gen zu beherrschen. Man entschloß sich, die Vermittelung Rußlands anzurufen. DerPrinz von Preußen mußte sich anfangs Mai nach Warschau zum Kaiser begeben. Öst-lich sandte den Fürsten Schwarzenbcrg dorthin. Der Kaiser erklärte sich gegen dieUnion, wies wiederholt auf die Verträge von 1815 hin, und war nur in dem einenPunkte einverstanden, daß der Eintritt Gesammtöstreichs in den Bund nicht stattfin-den dürfe. Halbe Nachgiebigkeit und halber Widerstand gegen Östreich wurden nun°>e Merkmale der preußischen Politik. Die von Östreich ausgeschriebene Plenarver-ammlung wurde von Preußen und den Unionsfürsten beschickt, allerdings mit der.Erklärung, daß die Versammlung nicht als Bundesversammlung^ Werden könnte. Östreich und seine Verbündeten wiesen aber diesen Vorbehaltdie voMäudia'/ !?"tretcr der Unionsstaatcn verließen darauf Frankfurt. Östreich hattem SchL Preußens beschlossen. Auf allen Seiten wurden letz-

B au,Mwei? Preußen lMei», Laufe des Sommers , 1849 mit

Kationen b b^ und mit den anhaltischen Herzogthumcrn Con-

scke R" e?/r«">gung der Militärcvntingente dieser Staaten mit der prcußi-

Östreich hatte i», November diese Conventionen für bun-Tolae dagegen protestirt, ohne natürlich diesem Proreste eine praktische

Mai 1 ^^°""-". Zu lehterm bot sich erst später die Gelegenheit, nachdem am'vo'rdm d!. Flüche Convention zwischen Preußen und Baden abgeschlossen

sollte Nn, die Reorganisation der badischen Armee in Preußen erfolgen

Die,

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Als im Juli die Ausführung dieser Convention vor sich gehe» sollte und dieegenwart. VII. 33