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Siebenter Band.
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Der Socialismus in Deutschland. 555

äußerte, der jener socialen Romanliteratur sich hinstellte; und betrachtet man denLeserkreis beider Richtungen in der Schriftstellerei, so ist es auf den ersten BlickAar, daß sie eben durch ihr gegenseitiges Ineinandergreifen ihren gemeinsamen Ein-guß erhielten. Stein's Buch und die Schriften, die durch dasselbe angeregt wur-würden niemals bei ihrer halb doktrinären, halb philosophischen Haltung so vielEindruck gemacht haben, wenn nicht jene, obgleich mannichfach übertriebenen Schil-derungen Sue's in den Zuständen des wirklichen Lebens, ihnen ein reales KorrelatWeben hätten; und andererseits würden jene Romane, wie so manche Räuber- und.Tiergeschichten, mit einer augenblicklichen Aufregung vorübergegangen sein, wenn>ucht die Darstellungen Stein's den Anknüpfungspunkt zwischen ihnen und den hoch.

Fragen der Menschheit gezeigt und festgehalten hätten. Gerade aber durch diesesZusammenwirken ward allenthalben die Gesellschaft in jene Stimmung der Ungewiß»W und Unbehaglichkeil versetzt, die für weitere theoretische Untersuchungen undsur die unglaublichsten Romangeschichten gleich empfänglich bleibt. Das beständigewiederholen jener Fragen, Darstellungen und Besprechungen, das Gefühl, daß sie6."s allen Punkten an das Eigenste und Liebste, an Eigenthum und Familie, mitA*? ^ elementare» Gewalt sich herandrängten, erzeugte immer aufs neue jene.Lockerung der bisher festen Gestalt des öffentlichen Bewußtseins. So entstands,'"älig xj„ eigenthümlicher Zustand; und bald war cS keine Frage mehr, daß der-iAbe bei dem ersten Anstoß großen Ereignissen Raum geben werde.

. Wir wollen nun versuchen, den Gang der Dinge nach dieser Seite hin zu

Zeichnen.

Vor 1848.

we merkwürdige Zeit der Jahre 1848 und 1849 ist nur dann zu verstehen,Hat!" ök Zustände, die ihnen unmittelbar vorhergingen, in ihrer socialen Ge-.. zugleich „eben ihrer politischen zusammenfaßt. Es ist namentlich die viel zu» 'Mge Beachtung des Ersten, des eigentlich socialen Elements, das zu jener Masseon halben Nichtigkeiten in Urtheil und Gefühl Veranlassung gibt, die bis jetzt überlene Zeit gefunden werden. Aber freilich ist es gerade für Deutschland aus den^'gegebenen Gründen sehr schwer, von der Gesammtheit eben seiner socialenerhaltn^ und ihrer Bewegung zu reden.

t-s ,si bereits oben darauf hingewiesen, wie die socialen Zustände und Theilun-gen i„ den Verschiedenen Gebieten Deutschlands so »«gemein verschieden sind; undZeder, der die Verhältnisse, die ihn »äbcr umgeben, genauer betrachten mag, Wirdvles aus eigener Erfahrung am beste» beurtheilen können. Das Wesentliche aberder ganzen socialen Bewegung bestand danach nicht so sehr in die-1er Verschiedenheit, die am Ende auch in andern Ländern vorhanden ist, als vielmehrdarin daß alle diese Einzelzustände bisher ein Leben für sich, ohne Beziehung auf2... ^artige auch nur im Nachbarlande, geschweige denn in ganz Deutschland,v°! > 5 -??"°"- Was wllßte damals der Mecklenburger von, Baicr, der Östreichercbr„ ^denburger, der Badenser von, Pommer? Und Das war es nun, wasjener socialBewegung zuerst ernstlich angegriffen ward. Durch das Entstehenhältiijssc a - Literatur, durch die Behandlung der localc» und provinziellen Wer-durch di-e.nicht blos allgemeinen, sonder» auch gleichartigen Gesichtspunkte,°me cie„,^ f urückführei, der örtlich weit vertheilten Zustände und Widersprüche aufdes G""'dlage, ward der Gedanke erweckt, daß jene Zustände innerhalb

Volks auch Zustände des deutschen Volks selbst seien; die Idee einerauf, und^> ! gesellschaftlichen Lebens und der gesellschaftlichen Bedürfnisse tratfanden diese q Wffoderungen, die ringsum an die Regierungen gemacht wurden,2'ahnt hatte eine Einheit ihrer Bestrebungen, die man bis dahin gar nicht

fchlleßlick erste große Thatsache daher, die sich aus jener beinahe auS-

^ '"arische,, Bewegung ergab, war daS Bewußtsein einer gesellschaftlichen