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Siebenter Band.
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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt.

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über, jedoch nur sparsam, und erscheinen in spätern Epochen bis zum Krcidegcbirgevereinzelt wieder. Ihnen schließen sich noch die ähnliche» Hymenophhlliten und Tricho»maniten mit etwa 20 Arten an. Die dritte Familie der Pccoptcriden zeichnet sichdurch die veränderliche Form ihrer Fiederblättchen und den sehr deutlichen Mittelnervdenselben aus. Sie ähneln den lebenden Formen und zwar den Cyathcen mehr^ alle vorigen. Pecopteris war auch einst die gemeinste Pflanze auf der ganzenErdoberfläche, und viele von den 100 Arten, welche unterschieden werden, finden sichüberall in Europa, wo das Kohlengcbirge aufgeschlossen ist. In der Grauwacke zei-8e» sich nur wenige Spuren derselben, im Kupferschiefer deutliche. Auch in späternEpochen treten sie wieder auf. Diesen drei Farrenfamilien gesellen sich im Kohlen»bsbirge noch andere in minderer Häufigkeit und geringerer Verbreitung bei, zum^heil ganz eigenthümliche, wie die Aphlebien, zum Theil den heutigen ähnlichere, wieEaulopteris und Glcichenites. Unter den zahlreichen und zierlichen Farrcnwedcln lie-gen zerstreut kräftige Stämme, entwurzelt und entblättert, zerknickt, in einzelnen Frag-""Uten. Nur hier und da stehen sie noch aufrecht und sehen, mit den Wurzeln ineiner untern Schicht befestigt, senkrecht durch die darüber liegenden fort. Man hatderen schon von 60 Fuß Länge und entsprechender Dicke angetroffen. Ihre Ober»l'äche zeigt verschiedenartige Figuren, welche die Narben der abgefallenen Blätter an»beuten und darin einen Charakter zur systematischen Bestimmung bieten. Die mci»ssen werden mit den.unscheinbaren Bärlapparten der heutigen Flora verglichen: so.Lepidodendren, Megaphyten, Ulodendren und die dem Grauwackengebirge ange»hörigen Knorrien; andere aber sind ganz eigenthümlich, wie die in 70 Arten bekann-ten Sigillarien und die sieben Stigmarien. Diese Stämme scheinen nach Göppert's-""ersuch,,»igm die Hauptmasse der eigentlichen Kohlenlager zu bilden, denn es ge-a»g deinstlbx,,, in der Kohle deren mikroskopische Struktur wieder aufzufinden undi°gar nachzuweisen, von welchen verschiedenen Arten vornehmlich einzelne Lager gebil-oet worden sind. Übrigens kommen auch wirkliche Lycopodiaccen von der geringenMoße der heutigen schon in jenen ältern Gcbirgsschichten vor. Suchen wir endlichunter diesem erdrückenden Reichthum- kryptogamischer Gefäßpflanzen nach vollkom»mencr orgaiiisirtcn, so fi„de„ wir von den einfachen Zellenpflanzen nur vereinzelteun seltene Reste, deren Deutung meist sehr schwierig und zweifelhaft ist. Aber wironncn hiervon den Grund nicht, wie dort, in der geringen Erhaltungsfähigkeit der-lltonocotylcn und Dicotylen suchen, sondern müssen die Seltenheit nur durch die ge-ruige Zahl der in jener Zeit wirklich vorhandenen Arten und Exemplare erklären.Einige linienförmige Blätter mit parallelem Ncrvenverlauf aus dem Kohlengebirgewerden als Poaciten auf Gräser gedeutet. Von den merkwürdigen Ähren, welchebisher nur im bunten Sandsteine und Keuper gesunden worden sind, und die alsPalävxyris zur Familie der Restiaccen gestellt werden, lieferte in neuester Zeit auch dasKohlengebirge von Wettin ein Exemplar, von dem aber kein neuer Aufschluß überdie wahre Abstammung gewonnen Tverden konnte. Ebenso zweifelhaft erscheinen dieSpuren von Cyperaceen im schlesischen, von Liliaceen und Musaceen im böhmischenKohlengebirge. Der große prächtige Blattwedel der Flabellaria von Wettin, derebenso^^ ""6 Neuholland, die Paläospathen BöhmenS und Rußlands gelten für

Repräsentanten der schönen Familie der heutigen Pal»!> rn" organisirten Pflanzen der primären Periode müssen wir zapfen-

tragende Baume betrachten, deren Hölzer, als Peuce, Pissadendron, Dadoxylvn und^raucarites bekannt, in der mikroskopischen Structur mit den Koniferen unserer Wälder-hr nahe uberemstimmen. Im Kohlengebirge finden sich dieselben am häufigsten, aberSpuren liegen in der Grauwacke, und aus dem Kupferschiefer werdenrypresflnahnliche Reste aufgeführt.

d„ b°i einer flüchtigen Betrachtung der eben geschilderten ältesten Flora auf

Ilwn rl- ^llt die große Einförmigkeit und die geringe Anzahl von noch nichtsten em^i-d°uen Arten auf. Wir kennen allerdings erst die Neste au« dem klein-Welttheile, aus Europa, näher und einzelne nur aus Amerika und Neuholland;