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Siebenter Band.
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569
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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt. 569

ien; denn durch die Bildung der Triasformationen, dcS Jura- und Kreidegcbirgs,welche in langen Zeiträumen nacheinander erfolgte, wurden die frühern Inseln desüroceans zu größern Ländermasscn erweitert und vereinigt, größere Gebirge richtetenfich empor, und die Temperatur und Feuchtigkeit sank mehr und mehr auf dem Fest-ende, sodaß höher organistrte Geschöpfe in größerer Mannichfaltigkcit gedeihen konn-len» Brongniart nimmt in sein Reich der Gymnospermen nur die Pflanzen derTrias und des Jura aus und versetzt die Kreideflora in das Reich der Angiosper-men, indem er dieselbe als Übergangsflora bezeichnet. Da jedoch das Kreidegebirgegeognostisch betrachtet zu dem secundären Flötzgebirge gehört, und die thierischen Über-reste desselben sich noch innig an die des Jura anreihen: so schließen wir, der weiterverbreiteten Ansicht beitretend, mit dieser Epoche die zweite Periode und vereinigenauch derer, Flora mit der ältern secundären. Es herrschen in ihr die Conifercn vor^>e in der der Trias, während die zwischen beiden gelegene jurassische Flora durch^ycadeen charakterisier ist.

d) Flora der secundären Formationen.

.. 3m bunten Sandstein, Muschelkalk und Keuper fehlen einfache Zellenpflanzenaus seltene Spuren in letzter» beiden völlig, und die merkwürdigen Calamiten deralten Flora erscheinen hier mit vier Arten zum letzten mal auf der Erde. DagegenMehren sich die unsern heutigen Schachtelhalmen viel ähnlicher» Equisetiten zumalm> Keuper auf 16 Arten. Von den Farren geht die schöne Neuropteris in siebenA"en durch alle drei Formationen hindurch; Odontopteris beschränkt sich mit dreiArten auf den Keuper, in welchem auch 12 Sphenopteriden liegen, während die--eevpteriden mit etwa vier Arten im bunten Sandstein und mit 16 im Keuper bcob-chtet wurden. Unter letztem erscheinen neue Gattungen von geringer Bedeutung,

„ . matopteris, Acrostichites und die prächtige großfiedrige Clathropteris, deren

natürliche Verwandtschaft noch sehr zweifelhafter Natur ist, und deren einzige Art in«vuddeutschland der Trias, in Norddeutschland bei Quedlinburg, sowie in Schonen^^ angehört. Die Gesammtzahl der Kryptogamen dieser ersten Epoche beläuft? ^ aus 60 Arten, welche den zehnten Theil der im Steinkohlengebirge ent-li« m » Hierzu, kommen nun noch die Monokotylen, auf welche die Ähren undBlatter des Athophyllum und der Echinostachys aus dem bunten Sandstein,und die schon oben erwähnte Palä'oxyris gedeutet werden. Wichtiger als diese sindjedoch die Cycadcenreste in allen drei Formationen. Dafür hält man je nach ihrerVerschiedenen Form als Zamiten, Nilffonien, Ptcrophyllen bezeichnete Fiederblätter,die bis jetzt erst aus Deutschland bekannt sind. Die Coniseren treten in 15 Artencharakteristisch auf. Eine der schönsten darunter ist Voltzia, mit araucarienähnlichcnBlättern und vielleicht zwei bis drei Samen auf den deutlich dreilappigen Schuppenchrer zapfensörmigen Blütenständc. Ungcr stellt sie zu GlyptostrobuS- und Krypta-wena. Andere Hölzer und blatttragende Aste heißen Taxodites, Peuce, HaidingeraA ^ Verhältniß der Kryptogamen zu den Phanerogamcn Ist in dieser

^ 2:1 gesunken und zugleich die Eigenthümlichkeiten der erstem

Epoche .""stellend geworden. Durch die Flora des KcupcrS schließt sich die ersteauch eine "ni zweite oder jurassische an, welche, von ungleich längerer Dauer,

Flora mit entschiedenem Überwiegen der Phancrogamen und^ ^'^Eylen erzeugte. Sie könnte wieder in drei Unterabtheilungcn nachErlegt werden, m die Floren des Lias, des Jura und des Wcalden;scharf Unterschiede derselben treten erst in den specifischen Eigenthümlichkeitenbcaea>,»n^°^ deren Betrachtung uns hier zu weit führen würde. Zum ersten malArten zahlreichere Reste von einfachen Zellenpflanzen, etwa 60

bair,n,b» a- S«', einige Pilze, eine leider noch nicht beschriebene Flechte aus demvers^- ^ und ein Moos aus dem Wealden. Die räthselhaften CalamitenArten u ^nz, und die Schachtelhalme des Kcu'perS kommen nur noch in fünfvor. Von den Farren ist bereits deS prächtigen Wedels der Clathropteris ge-