Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt.
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vertheilen, und von letzter» lebt noch die Mehrzahl. Zum ersten male erscheinen hierauch die Weichflosser, Schlundkicfcr und die durch Sygnathus vertretenen Lopho-dtanchier. Die umfangreiche Gruppe der Stachclflosser zählt allein 87 Gattungen>»it 162 Arten, ist also seit der Krcidecpochc um das Vierfache vermehrt worden.^>»e gleiche Vermehrung zeigt die Familie der Physostomcn oder Schwimmbläser,^ren man 24 Gattungen mit 72 Arten zählt. Diese Angaben mögen genügen,">u den Reichthum der tertiären Fischfauna in seinem Verhältnisse zu den lebendendarzulegen. Keine einzige eigenthümliche Familie mehr, und die Mehrzahl der Gat-E"ugeu noch lebend, ja heimisch in den Ländern, wo ihre fossile» Repräsentanten lie-Die gleichalterigen Amphibien entsprechen ebenfalls ganz den lebenden. Diev°ch im Krcidegcbirge fehlenden Batrachicr und Schlangen finden wir hier zum^en male, von den Sauriern und Schildkröten fast nur lebende Gattungen. Diebatrachicr der tertiären Periode sind durch den berühmten Sündflutmensch Scheuch-^'s am meisten bekannt geworden. Cuvier deutete diesen Nest zuerst richtig, undAllerdings ist er von Tschudi -linlrüm Lolioucllreri genannt und von Herrn vonA^eyer nachmals schön abgebildet worden. Die nächsten Verwandten dieses öningcrslesensalamandcrs in der lebenden Schöpfung wurden von Siebold in dem vcrhält-vlßniäßig freilich kleinen Megalobatrachus aus Japan, und von A. von HumboldtA dem noch unscheinbarer» Mcnopoma aus Mexico zuerst nach Europa gebracht,^chtc Salamander und Molche, nur specifisch von den lebenden verschieden, erkannte^oldfuß in der schieferigen Braunkohle des Sicbcngcbirgs, und andere sollen imAainzer Becken und im böhmischen Halbopal vorgekommen sein. Ungeschwänzte Ba-lachicr, Frösche und Kröten, sind bei Öningcn, in der eben erwähnten Braunkohles^E Sicbcngcbirgs und an andern Orten beobachtet worden. Tschudi unterwarf die-
e» zuerst einer streng systematischen Untersuchung, und erkannte einige von den» mdcn gencrisch verschiedene Typen, die er Paläobatrachus, Palaophrynus undA.°philus nannte. Auch die Knochen vom Frosche gehören in jüngern Tertiär-d n" llar nicht zu den Seltenheiten. Von Schlangen beschrieb Meyer Arten
den n """8 Colubcr aus dem öningcr Mergel, und Owcn eigenthümliche ausA'^^donthon von Sheppy, welche 10—12 Fuß Länge gemessen haben mögen,e ^p"rcn der Giftschlangen wurden in den alttcrtiärcn Schichten von Brüssel(x,. E/ doch fehle» über diese noch ausreichende Mittheilungen. Krokodile und^wechseu weichen nicht gencrisch von lebenden Gattungen ab. Ihre Reste verbreitenN. durch alle Tertiärschichten, knndurch, und am häufigsten noch die der Krokodile,Alligatoren und Gavialc; Laccrtcn find viel seltener. Die tertiären Schildkröten findOwen's unermüdliche Thätigkeit in großer Anzahl bekannt geworden. Die^llttungen, fast sämmtlich noch lebend, vertheilen sich auf die vier bekannten Fami-Au der heutigen Fauna, und wiederum find deren Haupttypcn, die gemeine Land-,umpf-, Süßwaffer- und Mccre.sschildkröte, am zahlreichsten durch Arten vertreten;nderc Gattungen werde» nur mit einer, höchstens zwei Arten namhaft gemacht.Mc überraschende Erscheinung bietet aber die Niesenschildkröte aus den jüngstenMmrschichtcn der Swalikhügcl am Himalaya, überraschend nicht durch ihre Form,krötc ^ l^chr geringfügige Differenzen mit der lebenden Landschild-
Scbövs.ina wahrhaft kolossalen Panzer, dcr einzig in dcr
-inen ba ken T dl^^panzer ist nämlich über 0 Fuß lang und mehr dennL ^ der Nückenpanzer 8 Fuß breit, 12 Fuß lang und 6 Fuß
Lm ?st""dlge Th.er „ach den Dimcnsionsvcrhältnisscn der gemeinen
^ndsch.ldkrote berechnet 18 Fuß Länge und 7 Fuß Höh- mindestens besaß. Zur
nn entim^ ^ dessen Fortbewegung gehörte nothwendig
denn ""d '"E"? Knochenbau, und die Fragmente dieses deuten
"rote., die an Umfang und Plumpheit fast unsere größten Nhino-
llhosnu'e^ Die chemische Beschaffenheit dcr Knochen, in welchen der
6 : 2-1 kohlensaure Kalk und Fluorcalcium fast i„ dem Verhältnisse von
- g'sunden wurde, läßt ein sehr jugendliches Alter vermuthen; allein die ge-