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Achter Band.
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China und die Länder seines Cultursystems. ^

sahe zu dnn Spruche: Des Menschen Herz ist böse von Jugend auf, ^ '

Der Mensch ist seiner Natur nach vortrefflich; die Natur befreundet die Menschen,getrennt sind sie nur durch Erziehung und Gewohnheit. Werden sie^ zu worauso)und geistigen Wesen herangebildet, so können sich die Menschen zu Herren deemporschwingen und jeder Unordnung in den Erscheinungen am Himmel . , Ider Erde steuern; alle Körper werden sich in ihrem ewigen, gesetzmäßigen Krei ibewegen. Nur diese Welt unserer Leiden und Freuden soll uns am Herzen liegen,man forsche und frage nicht viel nach den Genien und Göttern. Mögen deren auchvorhanden sein, so sind sie doch in jedem Falle so weit ^ftrnt, daß unsere H ff-nungen und Wünsche nicht zu ihnen empordringen können- Hch dar ,ew,r, o w vGott dir helfen! Solche Weisheit ist das Fundament des chinesischen Lebens,staatlicher, in religiöser und bürgerlicher Beziehung.

Diese Grundsätze und die hieraus hcrvorgegangenen Einrichtungen bildm vonden ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag den principiellen Unterschied z ichden Völkern des chinesischen Cultursystems und den Anhängern der andern orienta.lischen Cultursysteme, des Brahmaismus und Buddhaismus, des Christenthums unddes Islam. Das Römische Reich ging unter dem mann.chfache» wiederholten An-dränge der Barbaren zu Grunde: seine Religion, seine Staats- und bürgerlichenEinrichtungen, Sitte, Gesetz und Sprache sind bis auf wenige Reste verschwu ,verkehrt und umgewandelt worden. China dagegen widerstand und wwerscrzahlreichern Barbarenschwärmen seit vier Lausende» von Zähren. ^b>na w> "1und widersteht allen fremden, das Land umgarnenden Religionen und Cultursyste-inen; an seinem unwandelbaren Sinne sind Buddhaismus, Mohammedanismus undChristenthum abgeprallt. Wahr ist es — China ward theilwcise mehrmals und vonMongolen und Mandschu ganz erobert. Die Eroberungen haben jedoch in dmrGlauben und der Negierungsweise, in der Sprache und Schrift des Mitteln-ichsnichts geändert. Die chinesische Cultur ward in diesen Stürmen, wo Alles zuGrunde zu gehen schien, so mächtig befunden, daß sie in wenigen Zähren den wi -den Sinn des barbarischen Awingherrn unterjochen und ihn auf chincsiseuc -beyumgestalten konnte. Mongolen und Mandschu sind bereits in der zweiten Genera-tion Chinesen geworden. Die hergebrachten Einrichtungen wurden beibehalten; dieBehörden blieben, es wechselten blos die Personen; an die Stelle der Emheumscheutraten chinesisch gebildete Fremde. Unter Chubilai, sagt uns Marco Mo, havenMongolen, persische und türkische Muselmänner, Christen und andere Ausländer d>eersten Stellen im Staate bekleidet. Nur den Fremden glaubte der fremde m g -lischc Eroberer vertrauen zu dürfen. Etwas Ähnliches findet heutigen Tag un erden Mandschu statt. Alle wichtigen Stellen sind doppelt besetzt, von Mandschu undChinesen, und bei mehren Behörden ist die Anzahl der ersten bei weitem überwiegen ,die wichtigsten Stellen im Staate werden, wie sich dies wahrend bes engusch-ch» -fischen Kriegs in auffallender Weise zeigte, den Mandschu verUehen Auch halt d.eRegierung zu Peking der Vorsicht wegen immerdar e.n schlagfertiges, blos aus ihrenLandsleuten zusammengesetztes Heer in Bereitschaft. Ungeachtet aUerdieser Anstren-gungen ist es doch der herrschenden Mandschu-Dynastie nicht möglich, die p ^und angestammten Sitten ihres eigenen Volkselements rein zu erhalten. So getig ist der Einfluß der größer» Menge der Chinesen und ihres Cultursyflem

Der Herrscher und sein Amt.

Von einer Trennung der geistlichen und weltlichen Macht ist in Chma keineSpur, nicht einmal der Begriff vorhanden. Der Herrscher wird als H'"'''' lssohnverehrt, welcher vom Himmelsvatcr den Auftrag erhielt, die Welt zu regier - -

ist zu gleicher Zeit der Papst und Kaiser seines Landes — der ganzeii Erde, n»des kanonischen Rechts der Chinesen. Als Obcrpricster versammelt der H.mm-lssohnzu bestimmten Zeiten des Jahres die Großen seines Hofs und die DeamReichs, ertheilt ihnen Lehren über einen Text aus den hochgeachteten <s - I <