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Achter Band.
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China und die Länder seines Cultnrsystems. 97

wollt keine Vernunft annehmen. Ihr müßt, es bleibt nichts übrig, ihr müßt biszum letzten Mann ausgerottet werden"... „Seit eurem ersten Auftreten im Mit-telreiche habt ihr Alles gethan, uns zu verderben; ihr habt von den Schissen aufuns geschossen; ihr habt uns mit Opium vergiftet; ihr habt innerhalb der StadtTeufelsgebäude (Kirchen) errichtet: und jetzt wollt ihr ein anderes Teufelsgebäude inSongkiang aufbauen! Noch mehr, um Pferderennen zu halten, zerstört ihr die Grä-ber und gönnt den Todten ihre Ruhe nicht. Unersättlich wie die Walfische, gierigwie der Seidenwurm auf dem Maulbeerblatte, verlangt ihr immer noch mehr, je"'Ehr ihr gewinnt. Selbst unsern geringsten Verdienst habt ihr an euch gezogen,^kht aber ist das Maß voll; der empörte Himmel hat euren Untergang beschlossen;"User Volk wird euch durch göttliche Feuerwaffen vernichten"... „Höre nun, o^vlk, auf folgende vier Normen zur Ausrottung der Barbaren: Alle Barbarenmuffen geköpft werden, auf daß die Schmach abgethan und unser Mittelland nichtlanger beschmutzt werde. So lautet das Gebot der Führer. Keinem Andern sollein Leid widerfahren, Niemand soll belästigt werden. Wer widerstrebt, wird selbsterschlagen. So lautet das Gebot der Führer. Der Tag der Rache wird im Ge-heimen festgesetzt. Wir werden die Barbaren mit Verrath umzingeln, sie unverse-umfallen niedermachen. Eingeborene, welche die Schulen der Barbarenbesuchen, sie bedienen oder sonst mit ihnen verkehren, müssen sie alsbald verlassenund zu ihrer frühern Beschäftigung zurückkehren. Bleiben sie, so werden die Unter-thanen der überausrcmcn Dynastie und die Barbaren, die Diamanten und die Kie-selsteine, zu gleicher Zeit ausgerottet. So lautet das Gebot der Führer. Nach demUntergänge der scheußlichen Horden wird ihr Besitzthum Denen gegeben, welche sichim Kampfe ausgezeichnet haben. So lautet das Gebot der Führer."

Den Engländern, „unersättlich wie die Walfische und gierig wie der Seiden-wurm auf dem Maulbeerblatte", genügen die Vortheile des Friedens zu Nankingschon lange nicht mehr. Sie wollen Tschusan und andere nordöstlichen Inselgruppen>n Besitz nehmen; sie wollen den Zutritt ins Innere des Reichs, nach Peking undden weitgestreckten Gauen der Tungusei und Mongolei, nach dem östlichen Turkestan""d Tübet erzwingen. Diesen Bestrebungen und Wünschen wird durch die Erwei-terung des angloindischen Reichs im Nordwesten großer Vorschub geleistet. Die Ver-achtung der Sikh, die Besitznahme Kaschmirs und Baltistans, sowie der südlichen^tpenlandschasken des Himalaya machte in den letzten Jahren die Engländer, auch"uf der westlichen Seite, zu Grenznachbarn der Chinesen. Man sucht jetzt nach^adakh, nach Vorder- und Hintertübet, gegen Jarkend und Kaschgar in der KleinenBucharei vorzudringen, und stößt allenthalben auf chinesische Mauern. Einige eng-usche Reisende und Kundschafter sind bereits an den Grenzen und im Innern Tü-bets aufgefangen und des Landes verwiesen worden. Die Gebieter Indiens wollensich dies nicht lange mehr gefallen lassen; sie werden früher oder später mit GewaltErzwingen, was man ihnen in Güte versagt. Und so wird, an den nordwestlichenü"e an den südöstlichen Grenzmarken, ein reicher Stoff eingesammelt zu einem zwei-ten englisch-chinesischen Kriege.

Die Geheimbünde und die Ausstände.

Die Geheimbündelei ist eine nothwendige Folge des geistigen und bürgerlichenDruckes, des Zustandes einer Gesellschaft, wo der Mensch nicht sprechen darf wierr fühlt, wo er sich nicht zeigen darf wie er ist. Deshalb hat es zu jeder Zeit inallen Willkürstaaten solche Bünde gegeben: sie spielen eine große Rolle in den vie-^^Ehunderten der chinesischen Geschichte. Die Häupter solcher geheimen Gesell-Ichaften einsichtsvoll genug, den Glauben und Aberglauben zu ihren Zwecken^""^En, namentlich die vielen Abenteuerlichkeiten des Buddhaismus, welchem die^-"l>E der Bevölkerung sehr ergeben ist. Das ganze, weitausgedehnte und mannich-fach verschlungene Gebäude der Lehre des Schakiamuni-Buddha wurde, wie die in-Die Gegenwart, vill. 7