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Achter Band.
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China und die Länder seines Cultursystems. 101

wordui, niemals ist ein Glaube in dem Grade Allem entgegengetreten, was uns dieStatur selbst über Gutes und Böses lehrt und in unserm Herzen eingcgraben hat.-nur Wusanssc behauptet etwas Ähnliches in den Worten: Die mir Gutes wün-schen, sind die Guten, die mir Böses wünschen, sind die Bösen. Überdies bedenkeman noch, daß diese Christen, welche die Anhänger Buddha's schlecht machen undverdammen, ihre gewöhnlichsten Ausdrücke «Palast des Himmels» und«ssesangmß der Hölle» aus den schlechtesten bnddhaistischen Werken stehlen. Ja,^schichte von der Kreuzigung des lebendigen Jesus gleicht vollkommenem buddhaistischen Märchen vom Baume voller Schwerter, vom Berge voller Waf-fen, welche in der Hölle sein sollen. Wer ist aber jemals in der Hölle gewesen?--der hat die Buddhaisten in der Hölle gesehen? Und wer kann all dieses Zeugeinem vernünftigen Menschen beweisen? Ihre Erzählungen sind aber in jedem Falleebenso gut und wahr wie die der christlichen Barbaren."

„Nun wisse man noch, daß von allen Nationen jenseit des Meeres keine sowmg an den Herrn des Himmels glaubt als die deutsche Nation, und doch sind>ese Deutschen zerbröckelt, und die Macht ihres Reichs liegt vollkommen in Trüm-mern. Wiederholt sind ihnen ganze Länderstrecken abgenommen worden und diemwohner unter fremde Oberherrlichkeit gerathen. Warum hat sie der Herr desHimmels, an den sie glauben, so gänzlich verlassen? Japan ist im Gegentheile demEhristenthumc am meisten abgeneigt. An dem Landungsplätze des fremden Schiffengeöffneten Hafens in Japan ist ein Christusbild eingcgraben, worauf jeder Kaufmanntreten muß; wer sich dessen weigert, wird, zur Abschreckung der Andern, alsbaldenthauptet. Überdies befindet sich in dem Boden unfern des Stadtthors ein Bild-niß dieses Jesus, welches unaufhörlich von der Menge getreten wird — und dochsteht dieses Königreich schon 2000 Jahre in Blüte und Herrlichkeit! Warum hatnun der Herr des Himmels das Land Japan mit Drangsalen verschont? Aus die-A Vergleichung geht deutlich genug hervor, daß die angebliche Macht des Jesus,Gluck zu verleihen und Unglück zu verhängen, gar nicht vorhanden ist. Welch einkonnte auch aus einer Lehre kommen, die das einfältige Volk dahin bringt, inlesem Leben die Ahnen zu verlassen, sie des süßduftenden Weihrauchs und allerErbringungen in Opfergefäßcn zu berauben, um nach dem Tode blinde Geister zuWerden, welche zu den Entbehrungen aller Opfermahle noch solange der Feucrpeinausgesetzt bleiben, bis alle ihre Knochen zu Asche verbrannt sind!"

„Was nun die Anbetung des Kreuzes betrifft, so besagt die «Steininschrist dererleuchtenden Lehre» (das untergeschobene Denkmal der, Jesuiten von Singan-Fu):Aloha gebrauchte das Kreuz zur Bezeichnung der vier Enden des Himmels. DieAnhänger des Christenthums mögen aus diesem Grunde, wann ist nicht bekannt,die Erzählung von der Kreuzigung ihres Herrn erdacht haben. Wenn aber auch dieseErzählung auf einer Thatsache beruht, so bleibt mir doch ganz unerklärbar, weshalbdie Anbeter des Jesus das Werkzeug seiner Bestrafung verehren, es als ein Sinn-bild seiner Person verehren und sich der Sünde fürchten, darauf zu treten. Wärees nicht der größte Unsinn, wenn Söhne oder Enkel die Flinte oder das Schwertverehren würden, wodurch ihr Vater oder Großvater den Tod gefunden hat?"

. „Die Verordnung der letzten Jahre, welche den Barbaren gestattet, sich gegen-si'tig ihre Religionsschriften zu erklären, gibt ihnen nicht die Erlaubniß, nach dem-snnern unsers Landes zu kommen, mit unserer Bevölkerung zu verkehren und ihrenGlauben zu verbreiten. Barbaren, welche dies thun, und Einheimische, welche, vonihnen aufgefvdert, sich mit ihnen verbinden, um die Gesinnung des'Volks zu ver-wirren und abtrünnig zu machen, Diejenigen, welche Weibsleute umstricken und inn erer Weise die Gesetze übertreten, Alle und Jede müssen, wie ehemals, bestraft"n Sie werden alsbald erdrosselt oder erst eingesperrt und dann erdrosselt;sie verden in geringere oder größere Entfernungen verbannt und wol auch mit demschweren Bambus geprügelt. Das Gesetz kennt keine mildern Strafen. Erscheinendie Schuldigen freiwillig vor den Behörden, bekennen sie sich als reuige Sünder