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Achter Band.
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Die Chemie.

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Auf diese ersten Nachrichten, die spärlich an sich, noch durch Unverständlichkeitund Dunkelheit des Ausdrucks beeinträchtigt werden, folgt eine Periode der Unge-wißheit, bis endlich im 9. Jahrhundert durch ein neu auftretendes Volk eine reichereLiteratur als Quelle erscheint, die von da an, wenn öfter auch getrübt, doch niemalswieder versiecht.

Die Araber sind es, die nach der Zerstörung des Römischen Reichs, unterwuchtige,, und gelehrten Khalifen, auf den Trümmern altägyptischer und griechischer"?ildung die Wissenschaften neu ausrichteten und lange Zeit hindurch fast ausschließ-«ch in Obhut und Pflege nahmen. Durch die Herrschaft derselben in Spanienfeilten sich später ihre Kenntnisse den Völkern des Abendlandes mit. Von dem^ Jahrhundert an haben wir nun eine ganze Reihe Schriften alchemistischen Jn-Ws, welchen hervorgeht, daß die Araber aufs eifrigste mit solchen chemischenOperationen beschäftigt waren, deren Zweck die Verwandlung gemeiner Metalle inEdle ist. entstand daher vielfach die Meinung, daß die Chemie, die von nun anw" dem arabischen Artikel versehen als Alchemie auftritt, überhaupt arabischen Ur-lprungs märe. Mein Wissenschaftlichkcit war keineswegs der ursprüngliche Charak-^ dieses Volks, das vielmehr in seinem ersten Auftreten durch religiösen Fanatis-und blinden Fatalismus sich auszeichnet und Kunst und Wissenschaft viel mehrbuchtet als begründet. Erst nach der Befestigung seiner Herrschaft nahm es ausw Unterworfenen Gebiete die Elemente seiner Bildung auf, die es dann zu einery^wuenswcrthen Blüte entfaltete, zu einer Zeit, wo ganz Europa, von Zügen roherm i« ^"'flnict, der Gefahr einer Vernichtung aller Cultur ausgesetzt war. Da-nack es, daß zu den durch die Araber gegründeten Hochschulen Spaniens,Cvrdvva u. s. w., Lernbegierige aus allen Ländern Europas zogen, um nebenund g'r^".wk>schen und astronomischen Wissenschaften insbesondere die medicinischenkendste "^Eischen kennen zu lernen. Vor Allen ist Geber als der erste und bedeu-Jahrku ^ kubischen Alchemisten hervorzuheben, dessen Schriften noch bis ins 16.

»wert als Hauptguellen des chemischen Studiums angesehen wurden,des Versua"^cmt> und den übrigen Ländern Europas treten erst von der Zeitmisten aus ^ arabischen Herrschaft, von, 13. Jahrhundert an, bedeutendere Alchc-novus ^ worunter namentlich Albertus Magnus, Roger Baco, Arnoldus Villa-zu crwähnen'sind^^ und am Schlüsse dieser Periode Basilius Valentinus

ihrer herrscht in den zahlreichen Schriften der Araber sowol als

uet und s" brr ein dunkler und unverständlicher Stil. Vieles wird bildlich bezeich-unrnöalick "wuchs Ausdrücke, die häufig gebraucht werden, ist es schwer oder selbst

damals x Ew.f, ^cdeutung herauszufinden. So z. B. werden nach einer

Schwefel ohiw'drß ^sallc zusammengesetzt gedacht aus Quecksilber und

die wir jetz^ ö" verstehen sind,

Glanzes der ' Qu°ckWer war gewissermaßen der Repräsentant des

Dehnbarkeit und der Unverandcrlichkeit; der Schwefel dagegen der

s^äte?n Verauderlichkeit der Metalle. Auch der Umstand, da/viele der

V °?aun El°st°rllchen Stande angehörten, und Grund Halten, ewe

ti°» oft in Me^MckeT bei daß die Beschreibung der chemischen Opera-Dcrie, a n Sprache eingekleidet wurde; und nicht gering ist die Mühe

zeu zu sondern ^ ^ "^st'cht haben, aus dieser Spreu den spärlichen Wei-

Eolde?"" "un auch das den Arbeiten dieses Zeitraums vorschwebende Ziel derkeineswegs erreicht worden ist, so haben doch die zahlreichen in dieserTage aä- unternommenen Versuchen eine Menge äußerst schätzbarer Thatsachen zuchemisch^ert was uns klar wird, wenn wir die am Schlüsse desselben bekanntenSchwefelm;,^""* überblicken. So finden wir schon bei Geber die Bekanntschaft mitSchwefelst ""d Schwefelmetallen, Soda, Pottasche und ätzenden Alkalien, mit' ure, Salpetersäure, Königswasser und Essigsäure. Er beschreibt deutlich