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Achter Band.
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Die Chemie.

einiger Cardinalpunkte, welche man durch dieselben jetzt als festgestellt ansieht, st»nachfolgend gegeben werden.

1) Die Organismen, sowol des Thier- als Pflanzenreichs, bestehen aus ein"beschränkten Anzahl von chemischen Elementen. Dieselben sind, ungefähr ihrem qua»'titative» Range nach geordnet, die folgenden: Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, >Stickstoff, Calcium, Schwefel, Silicium, Kaliuni, Natrium, Magnesium, Aluminium,Phosphor, Chlor, Eisen. Es finden sich zwar hier und da auch noch einige ändertStoffe in Thier- und Pflanzenkörpern, allein theils nur in solch unbedeutender Menge,theils so schwankend, daß ihre Anwesenheit mehr zufällig erscheint.

2) Kein Organismus läßt sich unmittelbar durch das Zusammenbringen seinerelementaren Bestandtheile erzeugen; es ist hierzu immer das Vorhandensein eines bf'reits organisirten Anfangs nothwendig, beim Thiere das Ei, bei der Pflanze dieKeimzelle.

3) Kein Organismus besitzt die Fähigkeit, irgend ein Element zu erzeugen od"ein Element in ein anderes umzuwandeln; waS in deniselben angetroffen oderdemselben abgesondert wird, ist vorher von außen aufgenommen worden.

4) Die Pflanze ernährt sich von unorganisirten chemischen Verbindungen; Astrser, Kohlensäure und Ammoniak sind ihre Hauptnahrung-mittel; die von ihr aufK''nommene Nahrung dient lediglich zur Vermehrung ihrer Masse.

5) Die beim Verbrennen einer Pflanze in Form von Asche zurückbleibe»^mineralischen Stoffe find, ungeachtet ihrer geringen Menge, als wesentliche Best»" 'theile der Pflanze anzusehen. Sie werden derselben, in Wasser gelöst, aus deBoden durch die Wurzel zugeführt. Dieselben sind in jeder Pflanze in bcstim»«Auswahl und Menge vorhanden; und obgleich hierin gewisse Schwankungen stass»' ..den, so kann doch keine Pflanze in einem Boden gedeihen und namentlich keineSamen hervorbringen, wenn diesem jene mineralischen Stoffe, z. B. Kieselerde, K» ,Natron, Kalk, Phosphorsäure u. s. w., fehlen.

6) Der Mensch und die Thiere bedürfen als Nahrung organisirter Körper, e"'weder pflanzlicher oder thierischer Abkunft. Diese Nahrung dient bei denselben dre>e'lei Zwecken: zur Vermehrung der Körpcrmasse, solange Wachsthum stattfindet, i"Ersatz verbrauchten Stoffs, zur Unterhaltung dcS Athmens.

7) Jede Bewegung des Thierkörpers ist bedingt durch einen entsprechenden

brauch an Körpermasse. Stickstoffhaltige Korperthcile, wie insbesondere die 'können nur durch stickstoffhaltige Speisen wieder ersetzt werden. Letztere werden day.als die eigentlich ernährenden angesehen und stoffbildende, plastische Nahrung-«"genannt; ihr Werth wird im Allgemeinen nach der Größe ihres Stickstoffgchalts Sschätzt. Stickstofffreie Substanzen, wir Fett, Stärke, Zucker u. s. w., können w"daS Wachsthum noch das Leben eines Thiers überhaupt auf längere Dauer u»"halten. »St'

8) Jeder Athemzug des Thierkörpers ist bedingt durch einen Verlust seiner ^permassc an Kohlensäure oder Wasser, und es entspricht demselben die Entwick? ,einer gewissen dem Blute sich mittheilenden Wärmemenge. AIS Ersatzlustes dienen vorzugsweise die soeben genannten stickstofffreien SubstanzenStärke, Zucker u. s. w.), welche daher erwärmende Nahrung-stoffe heißen.

9) Die fleischfressenden Thiere, sodann die blut- oder milchsaugenden

in ihren Nahrungsmitteln die einfachen Stoffe bereits zu denjenigen Verbind«''».»vereinigt vor, auS welchen ihr eigener Körper besteht. Ihr Verdauungsg«^" ^daher kurz, einfach und beruht weniger auf chemischer Umsetzung: eS istAct der Auflösung, Aneignung (Assimilirung) des Verwendbaren und Aussch""des Unverwcndbaren. Der-

10) Auch da- pflanzenfressende Thier findet im Pflanzenkörpcr chemische..^»ibindungen bereits gebildet vor, die mit seiner Muskelfaser und seinen Eiwerßgwenn nicht Identität, doch die größte Annäherung an übereinstimmende 3«st" ei»sthung haben; auch sein VerdauungSgeschäst erscheint in dieser Hinsicht wem,