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Achter Band.
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Da6 Königreich Danemark.

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nicht zu bewegen, sich über den Fall der Nichtannahme seiner Vermittelung zu er-klären, und somit blieb diese fruchtlos. Auch Rußland hielt sich noch zurück. DasPetersburger Cabinet, die deutschen Zustände würdigend, machte dem dänischen Ge-sandten die confidentielle Mittheilung, daß „russische Hülfe die Lage Dänemarks nurverschlimmern würde". Nachdem so alle Aussicht;« zur Hemmung des Kriegs fehl-geschlagen, wurde am 29. April 1849 von der dänischen Regierung die Blockadeder deutschen Häfen declarirt; fast gleichzeitig begannen aber die Verhandlungen übereinen Waffenstillstand. Die darauf bezüglichen Aktenstücke sind sämmtlich der Öf-fentlichkeit übergeben worden. Neben den diplomatischen Bestrebungen suchte dasdänische Cabinet auch unausgesetzt die französische und englische Presse zu gewinnen;die darauf zielenden Schritte gelangen vollständig. Nach Paris wurde der ProfessorBorring gesandt, und seiner Ausdauer hatte Danemark eS zu verdanken, daß fastalle bedeutenden Journale, von den „Dsdsis" bis zu der radicalen „ llsmooratiepaeiüque" herab für dir dänische Sache in die Schranken traten. In Englandwirkte der Professor Krieger in ähnlicher Mission, und zwar mit großem Erfolg.Die ,,1'imes" und das „blorniug okronivle" brachten fortwährend lange Leitartikelzu Gunsten Dänemarks. Wer die Macht jener Presse, selbst über ihr Vaterlandhinaus, kennt, wird die Bedeutung ihres Beistandes zu würdigen wissen.

Auch das dänische Volk im Allgemeinen gab während des Kriegs die größtenBeweise von Patriotismus und Opferwilligköit. Dänemark bis an die Eider! warjetzt der allgemeine Ruf in allen Classen der Gesellschaft. Selbst die ursprünglichGleichgültigen oder DiSharmonirenden ließen sich vom Strome fortreißen. KeinPreis war zu hoch, um das Ziel zu erreichen; kein Opfer wurde gescheut. Mangab sein Gut und seine Kinder mit Bereitwilligkeit hin. Wer kein Geld hatte, lie-ferte Kleidungsstücke und Lebensmittel; ja so tief war der Enthusiasmus in dasVolk hineingedrungen, daß selbst die Züchtlinge der Strafanstalten ihre Ersparnissedem Kriegsminister zur Verfügung stellten.

Die merkwürdigste Episode bildete in dieser Zeit das Auftreten Scbwcdens,dessen Regierung, weniger durch die öffentliche Meinung im Lande und durck dieZumuthungen Dänemarks, als vielmehr durch die geheimen Inspirationen Ruß-lands bewogen, eine drohende Stellung gegen Deutschland annahm. Als der

Krieg wieder zum Ausbruch gekommen, traten die „loyalen skandinavischen Re-volutionsmänner" sehr ungestüm auf, indem sie, wie gewöhnlich, den geistigenBund mit dem politischen SkandinavismuS verwechselten. Das stockhvlmer Blatt,„viigligl 4Ilal,s,>üu", erhob in seiner Nummer vom 27. April 1849 ein begei-

stertes „skandinavisches Kampfgeschrei", das aus einer Menge zusammcngehäuf-tcr Phrase» und Interjektionen bestand, und das Volk auffoderte, in Masse dirWaffe» für Dänemark zu ergreifen, skandinavische Gefühle durch skandinavische Tha-ten zu zeigen. Am Ende desselben hieß eS: „Regierung Schwedens! Schon sehenwir, wie das Volk herbeieilt von den äußersten Riffen unserer Ufer, von den hoch-sten Gipfeln unserer Berge, um dem wehenden Danedrog zu folgen! Zwei Worte:wir flehen euch darum an euretwegen, unserer Ehre wegen; zwei Worte, nurzwe. Worte: Zu den Waffen, zu den Waffen!" Ein solcher-Ton war doch in derThat wenig geeignet, das Interesse der Regierung zu gewinnen, zumal da es ihreinleuchten mußte, daß der Nachtheil, welchen Schweden und Norwegen von demdeutsch-dänischen Kriege habe» könnten, im Grunde nur in den Deklamationen einerPartei oder höchstens in den zeitweiligen Folgen der Blockade eristirte. Abgesehen

von allen persönlichen Sympathien, halte Schweden von jenem Kriege nicht- zu

furchten, und die Abneigung des Königs Oskar gegen eine active Intervention warerklärlich. Es darf mit Gewißheit angenommen werden, daß der schwe-vijche König „ur durch russischen Einfluß bewogen wurde, seine Truppen nach Däne-mark zu schicken, und daß er durchaus nicht so weit ging, wie es da« PetersburgerCabinet wünschte. Die Volksstimmung in Schweden, namentlich in dem südlichenTheile, dessen Typus mehr dänisch als schwedisch ist, war, wie auch zum Theil in