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Die deutsche Flotte.
in Betreff einer Übernahme der Nordseeflotte zu Stande gekommen oder eine solchedoch sicher angebahnt sei. Hierbei lehnten Dänemark, die Niederlande und die säch-sischen Häuser jede Betheiligung an der Nordseeflotke ab. Würtemberg enthielt sichder Abstimmung bis zur Erledigung der handelspolitischen Fragen. Mecklenburgschwieg, und Östreich begnügte sich mit dem Wunsche für ein Zustandekommen desNordsecflottenvcrcins. Baicrn erklärte sich zur Zahlung von Beitragen bereit, ohnejedoch eine bindende Verpflichtung zu übernehmen, und stellte außerdem als ausdrück-liche Voraussetzung eine befriedigende Lösung der handelspolitischen Fragen. König-reich Sachsen, Baden, Kurhcssen und Großherzogthum Hessen schlössen sich dieserErklärung an. Hannover, Braunschweig und Nassau erklärten sich bereit, einemNordseeflottenverein beizutreten, wenn die Küstenstaaten und die größer» Binnen-staaten eine gleiche Bereitwilligkeit durch entsprechende Beitragsofferten bethätigenwürden. Die Freien Städte wollten dem Verein beitreten, wenn er' zu Stand«käme. Preußen erklärte sich zum Beitritte und zur Erfüllung der gestellt» Bedin-gungen bereit, sobald die von ihm beantragte Zahlung der rückständigen Matricular-beiträge genehntlgt sei. Oldenburg war nicht allein zum Beitritt, sondern auch zurÜbernahme eines größer» Beitrags geneigt. Die 16. Curie, sowie die übrigen klei-nern Staaten gaben theils nichtssagende, theils ausweichende Erklärungen ab. DasResultat dieser Abstimmung ging demnach, wie der oldenburgische Gesandte sichrichtig ausdrückte, dahin: daß eine Vereinigung über einen bestimmten Plan zueiner vollständigen oder theilweisen Übernahme der Flotte nicht zu Stande gekommensei, und daß keine bindenden Erklärungen vorlägen, aus welchen man die Beiträgeder einzelnen Staaten abmessen könne.
Noch ungenügender fielen die Erklärungen über den dritten Punkt der Abstim-mung aus. Von allen Regierungen hatte sich nur Preuße» zur-Übernahme derbeiden Schiffe „Gesion" und „Barbarossa" bereit erklärt, während von den übrigenStaaten kein Angebot eingegangen war, um den Besckluß vom 21. Jan. in Be-treff der Auflösung der Flotte zur Ausführung zu bringen. Es machte sich viel-mehr immer noch die Hoffnung auf einen besondern Nordseeflottenverein geltend.Ebenso hatte sich aber auch als unzweifelhaft herausgestellt, daß ohne Preußen einsolcher nicht zu Stande kommen könne. Obwol nun Preußen durch seine Lage zu-nächst darauf angewiesen ist, eine Flotte in der Ostsee zu unterhalten, so hielt essich doch jetzt, wo das Bedürfniß seiner Theilnahme entschieden hervortrat, verpflich-tet, auch zur Verwirklichung der Nordseeflotte im allgemeinen deutschen Interesse dieHand zu biete». Obgleich es sich nur um die Interesse» der Provinzen Sachsenund Westfalen, weniger um die der Rheinprovinz handelte, erbot sich Preußendoch, die Hälfte seines Matricularbeitrags dem Nordseeflottenverein zuzuwenden(6. März). Infolge dieser Erklärung beschloß die Bundesversammlung für dieBildung der Nordseeflotte eine endliche Frist bis zum letzten März zu gewähren;Preußen dagegen zeigte sich bereit, von dem Kauf der beiden Schiffe „ Eckern-förde" und „Barbarossa" abzustehen, für den Fall, daß der Nordseeflottenverein biszu jenem Zeitpunkte zu Stande gekommen sei.
ZVr Nordseeflottencongrcß.
Diesen Flottencongreß lud die hannoversche Regierung auf den 20. März nachHannover ein. Von der Einladung ausgeschlossen waren Östreich, Preußen, dieNiederlande und Dänemark; keine Folge wurde ihr geleistet von den Regierungenvon Würtemberg, Baden, Kurhessen, Mecklenburg-Strelitz, Ncuß, Schwarzburg-Ru-dolstadt, Hessen-Homburg, Liechtenstein, Waldeck und Frankfurt. Es wurde vonSeiten Hannovers eröffnet, nach Abzug der Bevölkerung der nicht eingeladenen Staa-ten bleibe eine matricularmäßige Bevölkerung der deutschen Staaten von 12,120143Seelen. Der Satz von 2 Silbergrvschen aus den Kopf dieser Bevölkerung ergebe eineSumme von 808009 Thalern 16 Silbergroschen. Werde von den Küstenstaaten mitungefähr 1,792869 Einwohnern eine Präcipualleistung von abermals 2 Silbergro-