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Zehnter Band.
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342
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342 Das Eisenbahnwesen.

fisch. Bairische Bahn 1842: 80'/»; 1843: 71'/°; 1844: 49'/-7° (1852: 34'/-).Main-Weserbahn 1850: nicht« veröffentlicht; 1851: 68°/» (310627: 164437 Tha-ler); 1852: 710389:358654 Thaler, d. h. fast gerade 50/,. Main-Neckarbahn1846: 65/ /; 1847 und 1848: nichts Genauer bekannt; 1849: 52'/7°; 1850:477- (1851: 437,°). Badische Staatsbahn 1843: 52'/, 7°; 1844: 42'/; 1845:407-7°. Westfälische Bahn 1850: 48/7°; 1851: 77/7°; 1852: 78 °/°. Wirbrauchen wol kaum darauf aufmerksam zu machen, daß sich auch in dieser Zusam-menstellung dunkel und hell in bunter Reihe folgt, verweisen aber noch einmal aus-drücklich auf jene Verhältnisse, welche hinzugenommen werden müssen, um aus denProcentkosten des Betriebs einen Schluß auf die Güte der Verwaltung ru machen.Auch nur mit diesem Vorbehalt wollen wir noch hinzufügen, daß der Durchschnittder Betriebskosten für 1852 in Belgien mit seinen Staatsbahnen 52 7» lvar; >uEngland mit seinen Privatbahnen 40 /> >n Frankreich mit jetzt vorwiegenden Pri-vatbahnen 45 7°, und in Deutschland mit jetzt unbedeutend vorwiegenden Staatsbah-nen etwas über 51 7°- 3a wir können hier gerade bemerken, dclß Deutschland umso weniger weder Frankreich noch selbst England nachsteht, als die verhältnißmäßigeFrequenz der Bahnen in Deutschland stärker als die der französischen und englischenist, während die Gesammteinnahme in demselben Jahre zu der der französischen wie4:7, und zu der der englischen sich nicht viel über das Verhältniß von 2:3(41,921692 Thaler, pro Meile: 60050) stellte.

Es darf wol ohne Gefahr vor einem Irrthum angenommen werden, daßdas hauptsächliche wirthschaftliche Interesse für die große Masse der Menschen inder Frage culminirt: welche von beiden Arten der Bahnen bedient das Publicumbesser und wohlfeiler? Es ist jedenfalls erlaubt, neben der wohlfeilen Dienstleistungauch nach einer guten zu fragen, durch welche besondere Ansprüche auf Behandlungder Reisenden und der Waaren durch die Verwaltung, Rücksicht auf die Verkehrs-interessen rücksichtlich der Zahl, des Anschlusses der Züge, auf Schuh vor möglichen Un-fällen und dgl. bezeichnet werden soll. Einigen dieser Anfoderungen zu genügen,liegt offenbar im Eigeninteresse der Verwaltungen, und wenn wir auch hier dasder Privatverwaltungen wol als etwas kräftiger wirkend annehmen können, so fehltes doch auch sicherlich nicht bei den Staatsbahnen. Besonders hoch aber ist die hu-mane Rücksicht der deutschen Staatsverwaltungen auf die Behandlung der unterstenWagenclassen anzuschlagen. Jedenfalls liegt hier ein entschieden nationaler Charak-terzug zutage, indem die ärmern Volksclassen auf den englischen und nordameri-kanischen Privatbahnen wie auf den belgischen Skaatsbahnen entschieden weit schlech-ter bedacht sind als auf den deutschen Staats- und Privatbahnen. Die deutschenStaatsregierungen haben jedoch nicht nur die Initiative in dieser Beziehung ergriffen,sondern sich auch weitere Verbesserungen vorbehalten. ' Was ferner die Billigkeit derFahrpreise betrifft, so muß man vorab im Auge behalten, daß Bahnverwaltungen,welche eine höhere Rente erzielen, jedenfalls eher eine Erniedrigung des Tarifs vor-nehmen können — und doch kann, wenigstens darf auch wiederum diese höhere Renkehauptsächlich nur Folge eines sparsamern Betriebs, nicht aber oder nicht blos Folgegeringer Anlagekosten und höherer Frequenz sein. Sehr populär ist weiter der Satz:Die Herabsetzung des Tarifs führt zu höher» Einnahmen und deshalb werden Privat-verwaltungen eifriger auf die Herabsetzung Bedacht nehmen. Indessen haben dieStaatsverwaltungen doch auch ein Eigeninteresse an der höhern Einnahme, und siemüßten diese entweder nicht wollen oder in voller Unbekanntschaft mit jenem vielbe-sprochenen Satze verblieben sein, wenn sie bier zurückbleiben sollten; sodann aber ha-ben wir schon wiederholt bemerkt: jener Satz gilt durchaus nicht absolut. Es gibtimmer eine ganz bestimmte Grenze, welche bei der Erniedrigung des Tarifs nichtüberschritten werden darf, wenn die höhere Einnahme erzielt werden soll, obwoldie Frequenz sich auch dann noch steigern würde. Sehen wir endlich auf die Le-benserfahrung der Wirklichkeit, so gewahren wir abermals jene bunte Reihe, indessendoch so, daß sie sich eher etwas zu Gunsten als zu Ungunsten der Staatsbahne»