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Eilfter Band.
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Das Königreich beider Sicilien.

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nur 8000, Potenz« 10000 Einwohner. Die Hauptstadt Neapel und das campaui-sehe Land sind daher wie eine Culturoase im eigenen Lande anzusehen. Hier alleinwurde auck mit dem Bau von Eisenbahnen der Anfang, gemacht, welche die Haupt-stadt mit Capua, Nola und Noccra verbinden. Im Übrigen ist es charakteristisch,daß eS nur große Cvmmunicationkstraßen in den La'ugenrichtungen gibt: eine dievon Neapel nach Nom führt, die andere (die alte Via ^ppia), die von der Haupt-stadt über Avellino nach dem Adriatischen Meere fortlauft und In Otranto endigt,die dritte, welche von Neapel längs des westlichen Meeres bis nach Ncggio in Ca-labrien führt und so die Hauptstadt zu Lande mit Sicilien verbindet. Die innernProvinzen dagegen sind unverbunden und unwegsam geblieben. Der Transport derProducte nach den Häfen ist daher äußerst schwierig, der Verkehr, nur durch Maul-thiere bewerkstelligt, geht langsam und oft nur von Gemeinde zu Gemeinde. DieLage der einzelnen Landschaften wird um so abgeschiedener, als von den Apenninennur kleine und nicht schiffbare Flüsse sich ins Meer ergießen. Denn selbst derGarigliano, der Volturno und der Sele, die größten Flüsse des neapolitanischen Fest-landes, durch welche wiederum die westliche Längcuseite bevorzugt ist, sind nur imuntersten Laufe für kleine Fahrzeuge schiffbar; während die kurzlebendcn Bcrgwasser»n Sommer versiegen und zugleich in der nassen Jahreszeit die Communicationhemmen. So erhält der Mangel an Straßen die natürliche Absonderung der Pro-vinzen, beschränkt die einzelnen Gebiete auf sich selber, erzeugt einen hartnäckigenund macht das staatliche Genieingesühl unmöglich. Daher hat daSstidliche Festland eine» fast inselartigen, auf das gemeinsame Vaterland beziehungslosenl-harakter. Die eingeborenen Stammesunterschiede bestehen in. Innern noch alle fort;es erscheint dort dem Reisenden der bunteste Wechselten patriarchalischen Sitten, vonTrachten und Dialekten je nach ihrer historischen Entstehung. Auch möchte es wenigeander in Europa geben, wo eine so große ethnographische Völkerschichtung sich ab-g agert hatte, von Römer», Griechen, Gothen, Lombarden, Normannen, Albauicrn,

Spaniern, welche alle dem Lande ihre Spuren aufge-!, ""o . erstaunlichste Fülle von Dialekten erzeugt haben. Diese durch Völkcr-

afrikanische Natur so überaus merkwürdigen^ "e S .'dttaüens sind uns fast noch gar nicht bekannt, und weder haben ihre innerngesellschaftlichen Zustande noch ihre Dialekte eine gründliche Beleuchtung gefunden.

das Festland des Königreichs in folgende 15 Provinzen:Malist ^E d' Lavoro, Principato Citeriore, Principato Ulterivre,

Ter a d- V Ulteriore I, Abruzzo Mteriore II, Capitanata,

in?"- d Otranto, Basilicata, Calabria Citeriore, Calabria Ulteriore l,H' diesen sind die Basilicata und die Terra d'Otranto die^ ^ dem Umfange nach, Abruzzo Citeriore und Napoli die kleinsten.

S die Beschaffenheit und die Vertretung der Cultur von dem

rande dicsscit der Meerenge gesagt haben, gilt nun auch von dem zweiten Haupt-I aiwtheue des Königreichs, von Sicilien. Diese durch den Faro von Messina vom^trennte Insel, von 495'/, Quadratmeilen und 2,080000 Einwohnern,sick steia-r k Festland im Kleinen auf eine höchst energische Weise, sowol in derder Bewok/" ^egetationekraft, in dem zum afrikanischen übergehenden Naturelldas der Energie des GebirgssystemS, das in vielen Zweigen

ist und in Thalgcbicte sondert. Wie das neapolitanische Festland

« 7?" vulkanischer Herd Europas, aber in mächtigerer Weise, und>m Vesuv, gleichfalls einen vereinzelten Vulkan, den ungleichhohern Ätna oder Monte Gibello (von 10890 Fuß Höhe) auf, der aber hier mehr» geschoben liegt. Auch hier laufen nach allen Richtungen kurzlebendetio - "'-r E*' ".«beschiffbar und ungeregelt; auch hier fehlt die Communica-

vnn Innern, und gibt es nur in der Längenausdehnung Heerstraßen, sodaß mangelangen kann Messina, Syrakus, Girgenti und Trapani zu Wagen