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net einen jährlichen Dorschfang von 16 Millionen Stück. Eine andere Art vonDorsch, der sogenannte Sei, wird an den Küsten Finnmarkens in großer Mengegefangen. Viele Fische werden auch in ziemlichem Abstand von der Küste, auf dendaselbst befindlichen Bänken, im Golfstrom selbst gefangen. Die Makrclenfischereigeht besonders an den südlichen Küsten Norwegens vor.
Von wilden Vögeln berechnet man in Norwegen etwa 240 Arten, von denennur 30 nicht bei Christiania vorkommen. Die meisten derselben gehören den See-vögeln an und find größtenthcils nur durch ihre Federn und Eier den Menschennützlich; doch beherbergen die großen Wälder auch eine beträchtliche Menge von eß-baren Vögeln, wie Birkhühner, Auerhühncr, Schnepfen, Schneehühner u. dcrgl.Raubvogel find in ziemlich großer Zahl vorhanden, insbesondere der Meeradlcr.
Von Mammalien zählt die norwegische Fauna bis an 80 Arte». Naubkhierefinden sich i» beträchtlicher Menge. Das größte kahenartige Raubthicr Norwegensist der Luchs (Gaupe genannt), der in den entlegener« Wäldern der Halbinselbis weit gegen Norden vorkommt. Bären finden sich nicht mehr so häufig, sindjedoch in den entlegener« Wäldern noch nicht selten. Doch habe» vielleicht die mei-sten Einwohner Norwegens in ihrem ganzen Leben keinen Bären gesehen. In denGebirgsgegenden, besonders des nördliche» Norwegen, ist der Vielfraß (ve8U8 gulo)häufig und richtet viel Schaden unter dem Vieh, insbesondere den Ncnnthicren an.Der gewöhnliche Iltis findet sich in den Wäldern des südlichen Norwegen, der Fluß-iltis in Finnmarken. Das Wiesel (Hermelin) baut hoch an den Felsen hinauf, überganz Norwegen, auch weit gegen Norden. Der Waldmarder, das schönste PclzthierNorwegens, baut in den dichte» Wäldern bis an den Polarkreis. Die Otter findetsich überall in Norwegen, sowol an den Gestaden des Meeres wie an den Fluß- undSeeufern. Wölfe waren vor 1718 nicht an den westlichen Küsten gekannt, seitdemsind sie aber auch hier in großer Menge vorhanden und richten viel Schaden unterdem Vieh an. Füchse sind zahlreich; auch die sogenannte» Blaufüchse, die im Win«1er weiß, im Sommer graublau sind und ein beliebtes Pelzwcrk abgeben. Vo"den Gliraceen Norwegens ist keine Art vielleicht mehr einheimisch und charakteristischals der sogenannte Lemming (llemmus norvs^ieus), der seine eigentliche Heimat in de"höher« Regionen des Gebirgsplateau hat, von welchen er bisweilen in unzählige"Massen herunter in die Thäler zieht, womöglich i» gerader Linie, alles Getreideund Gras verzehrend und Verwüstungen anrichtend, die beinahe mit denen der He"'schrecken zu vergleichen sind. Eichhörnchen find in Norwegen sehr häufig. Bibs"hingegen sind selten und leben vielleicht jetzt nur vereinzelt. Hasen sind häufig bstin die nördlichsten Striche. Von den wilden Wiederkäuern Norwegens ist das Elen"'thier das größte. Vor Jahrhunderten wurde es häufig in allen Wäldern des Land^getroffen, seitdem aber nahm die Zahl dieser cdcln Thiere durch unvernünftige Jag^so ab, daß sie in den meisten Gegenden beinahe als ausgerottet gelten konnte"'Zweckmäßige Jagdgesetze, im letzten Jahrzchnd erlasse», haben jedoch so gute Folgt"gehabt, daß man wieder große Scharen in „den Wäldern des südöstlichen N""'wegen, besonders denen von Hedemarken und Östcrdalen, antrifft. DaS Rennthmstreift in Scharen von Tausenden wild umher in den Schneeregionen Norwegens v"den südlichern Gegenden bis zum Nordcap. Bei den nomadischen Lappen odernen ist dies Thier bekanntermaßen ein Hausthier oder zahmcS Thier. In den lsk'len Jahrzehnde» haben auch einige Ortschaften des südlichen Norwegen, denensonst unbenutzte Höhentriften gehören, Heerden zahmer Rennthiere von den Lapv^im Nordosten der Landes gekauft und »ach jenen Gegenden übersiedelt, wo sie A ,dem sehr wohl gedeihen und sich ziemlich vermehren. Hirsche sind nicht im östlichNorwegen vorhanden, auf der Westseite hingegen, besonder- auf den Inselnder Küste von TrondhjcmSstift, leben sie in großen Scharen, unter denen jedochWölfe alljährlich große Verwüstungen anrichten. Von Hausthicren hält manin Norwegen die überall in Europa gewöhnlichen. Die Kühe sind nicht groß, " ^fein gebaut und für das Klima besser als irgendeine andere Race, und werden daß