Norwegen. 261
überall, zumal in Finnmarken gehalten. Das einheimische norwegische Schaf ist ebenfallsnicht groß, auch nicht von seiner Wolle; Heerden davon werden bis in Finnmarken ge-halten. In den südlichern Gegenden ist diese Race durch englische und spanische Schafeverbessert worden. Die zahme Ziege kommt in den südlichsten wie in den nördlich-sten Gegenden vor, doch nur im Gebirge. Die einheimische Pferderace ist sehr pri-mitiv, den Pferden der östlichen Tatarei ähnlich, nicht groß, gewöhnlich von grau-gelber Farbe, mit schwarzer, emporstchender Mähne, einem schwarzen Streif längsdes Rückens und schwarzem Schwanz, ziemlich großem Kopf und feurigen Äugen.Diese Pferde sind hurtig, sicher und zum Bergsteigen besonders geschickt. Inder Naheder Städte trifft man auch Mischlinge von dieser einheimischen mit der dänischen, eng-lischen und mit andern Racen. Das Schwein wird überall gehalten. Hunde yarman von allen Gattungen; Kahm überall, mit Ausnahme von Finnmarken.
An den Küsten Norwegens sind Walsische und Delphine jetzt nicht so häufigals früher; rvbbenarkige Thiere hingegen sind an allen Scheeren und an allen Ge-stadcn, auch bis ins Innerste des tiefsten Meerbusens zu finden. Die größten Ga^tungen gehören jedoch nur den nördlichsten Gegenden des Landes an, woselbst auchbisweilen das ungeheure Walroß, das sonst auf Spitzbergen und in andern Polar-gegenden einheimisch ist, erlegt wird.
5) Einwohner.
Die Einwohner Norwegens gehören zwei gänzlich ^U^enen
der indo-europäischen (kaukasischen) und der turamschen. . ^Nolksstammes undnämlich zählen zum nördlichen Zweige des großen germanische Vo r stsind daher indo - europäischen Ursprungs; die Fmnen und Quamn ab ^ H>er
birgt, sind Volker des tschechischen Stammes und so«« der ^sch ^ ^nordasiatischen Narr anheim. Doch ist die Gesammtzahl d s ich zZOOO
Hauptbevölkerung nur eine geringe; es gibt namkch von F Umwegen,
und von Quänen kaum 5000 Individuen. Unter F, ^ ^ Einwohner
wo noch die uralten, richtigen Benennungen ge ra ch ^ ^ Schweden sogcnann-Finnlands oder die finnländisch Redenden, so, ^ »M, und die noch größten-
"n Lappen, deren Haup.reichthmn «r Rennth « b steht ^
shE ein nomadisches Leben fuhren. D'e Z nn an Yu g g l Kainulaine, diem Norwegen von jeher Quänen genannt ha ^ theils
uvrdlichen Finnländer), und von melchntt . gbnden zwischen dem Glommen»
breiten Stirnen, hervorragenden Kinnladen, gelblich r Farbe m Nckerbauer ange-leben als Nomaden meist in Zelten, nur wenige haben sich" . . „wht
siedelt. Obgleich auf einer niedrigen Culturstufe stehend, sind st . -
brutal oder höherer Geistesbildung unfähig; es ist schon cu^Bildung d-r Nor-
-nthalten, und Viele derselben sprechen neben ihrer eigenen «prache ch ^
weger und die quänische. Im Ganzen sind sie ehrlich, ^ ^ ^ viel
Liebe ihrer Gebirgsgegend an; nur waren sie bisher dem Ma durck/verän-
. derte Lebensart, wie die Magyaren und andere turanische , , ... ste sind
male ihres Stammes schon vor Jahrhunderten beinahe ga z ^ Holzbetrieb,
hochgewachsen und leben von Ackerbau, Viehzucht, 3ag , v ley ^ per
3hr Äußeres unterscheidet sich demnach im Allgemeinen mcht sca, xA .» undNorweger, nur sind sie mehr schwärzlich. Ihre Sprache 'st die d v Finn-
ste gebrauchen Bibeln und Erbauungsschriften, die in Fmnlan „ /goppen) un-ländcr gedruckt werden. Diese Sprache verhält sich zu der der iranische zu der
Zefähr wie die kymrische zu der gaelischen, oder vielleicht w>c ^tcratnr könnenPolnischen. Sie hat, wie begreiflich, keine Ltteratnr, o