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Eilfter Band.
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Norwegen.

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die Zahl Derer vergrößert, welche nicht sogleich einen praktischen Lebensweg einschla-gen, und sich mehr angespornt suhlen, nur den Wissenschaften obzuliegen. Die Stu-dien, die in Norwegen, oder richtiger an der Universität Christiania an, meisten blühen,sind die Jurisprudenz, die Vaterlandsgeschichte nebst germanischer Philologie und Ar-chäologie, die Naturwifsenschast. Das populärste Studium ist das der vaterländischenGeschichte, und schon jetzt darf man die Universität zu Christiania den Hauptsitz desStudiums der Sagenliteratur und der altnorwegischen Sprache nennen. Das Studiumder Jurisprudenz mag hauptsächlich durch die Staatsverfassung belebt worden sein;gewiß ist, daß es das am meisten betriebene und im Ganzen auch vorthcilhastesteBrotstudium ist. Die naturwissenschaftlichen Studien können, wie leicht zu begreifen,nicht viele Adepten ausweisen, dagegen sind es aber eben diese Studien, die durch dieCclebrität, die ein Hansteen, Keilhau und Andere darin erlangt, am meisten Glanzüber die Universität und das Land verbreitet haben! Wissenschaftliche Werke,insbesondere auf dem Felde der Geschichte und der Sprachwissenschaft, erscheinen jetztjedes Jahr, und viele können sowol durch ihren innern Gehalt als durch die äußereEleganz, mit der sie ausgestattet sind, mit den vorzüglichsten Werken des Auslan-des wetteifern. Wir wollen hier nur die „6ssa dlorvogioa" von Keilhau, dasgroße Prachtwerk der Ärzte Boeck und Danielsen über den Aussah, die Ausgabeder alten norwegischen Gesetze, die Sammlung der nachgelassenen Schriften desMathematikers Abel nennen. Bei der Universität ist die löbliche Ordnung eingeführt,den zwei mal jährlich erscheinenden Katalog der Lectionen mit einem sogenannten Pro-gramm zu begleiten. Diese Programme sind nicht gewöhnliche winzige Broschüren,sondern größere selbständige Werke, wie Editionen von altnorwegischen Schriftstellern,ausführliche Monographien u. dergl. Auch hat die oben erwähnte königliche Gesell-schaft der Wissenschaften in den letzten Jahren durch freigiebige Spenden viele herr-liche Werke ans Licht gefördert. Die Universität, im Jahre 1811 gestiftet, undi>vei Jahre nachher unter ziemlich dürftigen Umständen in Wirksamkeit getreten,^freut sich jetzt eines regen, kraftvollen Lebens, und ist zu einer großen, umfassendenInstitution gediehen. Vor wenigen Jahren bezog sie die, theils durch ihre eigenenFonds, theils durch Zuschüsse aus der Staatskasse aufgeführten neuen, weitläufigenUnd sehr bequemen Gebäude. Die Bibliothek enthalt gegenwärtig etwa 120000Bände, und wird regelmäßig durch den jährlichen Aussatz von 3000 Species vergrö-ßert. Die Sammlungen, insbesondere die historisch-antiquarische, sind wohlgeord-net und reichhaltiger, als man es binnen einer so kurzen Frist erwarten sollte. DasLehrerpersonal besteht aus 22 Professoren und 11 Lectoren (d. i. kroksssorss extraor-üinarii), die dazu verpflichtet sind, wenigstens eine Stunde täglich unentgeltlich zulesen. Seit zehn Jahren besteht auch die Einrichtung, daß Stipendien oder aussän-°)l>e Jahrgehalte jungen Männern bewilligt werden, um einem speciellen wissenschaft-lichen Studium für ein künftiges akademisches Lehramt sich widmen, zu können.^>e Anzahl der immatriculirten Studenten beläuft sich gegenwärtig'(1855) auf etwa^00. ssm Student zu werden, muß Jeder sich einen, Admissionseramen, dem soge-"annten exsmsu grtium, unterwerfen, wo er in den gewöhnlichen Schulstudien streng^Prüft wird. Nachher hat der Student ein oxamen pkilosopineum abzulegen, inin Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften geprüft wird: Alles, umauch eine, wenn auch dürftige, realistische Bildung zu sichern. Dann erstAst er sein Amtsstudium anfangen, entweder Theologie, Jurisprudenz, Medicin,Philologie, Bergwesen und Metallurgie, für welche Fächer ein Examen, das sogc-^>Mte Amtsexamen, bestimmt ist. Ein fleißiger Student wird gewöhnlich in-zweiFohren seinen Berufscursus durchlaufen können; das ganze Universitätsleben umfaßter in der Regel drei Jahre. Die Anzahl der jedes Jahr examinirten Ankömmlinge. "st. mit der Mittelzahl von 90 angegeben werden. Von Gelehrtenschulen, jetzt auchj, !??hulich mit Realschulen oder Nealclassen vereinigt, zählt Norwegen 14, Privat-> "Ute nicht gerechnet. Die Zahl der an diesen Schulen stubirenden jungen Leute8 etwa 600 betragen; rechnet man hierzu auch Die, welche sich durch Privat-