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Eilfter Band.
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282 Norwegen.

unterricht zum Universitätsstudium vorbereite», so dürfte die Gesammtzahl der Sru-dircnden etwa 1000 betragen. Außerdem gibt es in Christian!« eine Militärschulefür Landcadctten, in Frederiksvärn ein Institut für Scecadetten.

Von Schulen geringern NangeS hat man Bürger- und Realschulen in jederStadt, insofern sie nicht jetzt mit den Gclehrtenschulen vereinigt sind, wie man all-mälig durchweg zu thun beabsichtigt. Von Schulen zu besondern Zwecken be-stehen Ackcrbauschulen in den meisten größer» Landdistricten, sodann eine Kunstschulein Christiania, ferner Schulen für Unteroffiziere bei jeder Brigade, ein Taubstum-meninstitut in Trondhjcm und mehre Seminarien für Volksschullehrer. Das eigent-liche Volksschulwescn läßt freilich noch viel zu wünschen übrig. Es ist jedoch inNorwegen, wo die Bevölkerung so spärlich und getrennt, mit besondern Schwierig-keiten verknüpft, feste Schulen zu etabliren. Man muß sich hauptsächlich mit ambu-latorischen Schulen begnügen, und sonst nur dafür sorgen, daß man theils die taug-lichsten Männer zu Schullehrern erwählt, theils den Eifer für den Haus- undFamilienunterricht anspornt. Von ambulatorischen Schulen sind mehre in jedemKirchspiel, d. h. das Kirchspiel ist in gewisse Distrikte eingetheilt, von denen jedereine gewisse Anzahl von Gehöften umfaßt, die verpflichtet sind, nach Rotation denSchulmeister in gewisse» Tage», je nach dem katastrischen Werth des Gehöftes, zubeherbergen, wie auch Locale für die Schule herzugeben. Das dürftige Inventariumvou Büchern und Geräthen führt der Schulmeister selbst mit. Bei aller Schwer-fälligkeit hat diese Einrichtung doch auch große Vortheile. Es wird hierdurch möglich,daß Kinder, die in entlegenen Gegenden zu Hause sind, doch wenigstens zu gewissenZeiten die Schule besuchen können, und die Einrichtung übt auch insofern einen gute»Einfluß auf die Familie auS, als diese selbst dem Unterrichte, der in ihrem Hauseertheilt wird, beiwohnt und damit an der Sache ein erhöhtes Interesse gewinnt.Außerdem bestimmt das Gesetz, daß jedes Kirchspiel wenigstens eine feste Schule, mitdem Küster zum Vorstände, haben soll, wie auch, daß eine feste Schule bei keinerFabrik oder keinem Etablissement, welches mehr als 30 Arbeiter zählt, fehlen darf-An festen Schulen auf dem Lande gibt es etwa 230, an ambulatorischen 7150-Schulpflichtig sind dem Gesetze nach alle Kinder vom siebenten Jahre bis zur Con-firmation. Ihre Gesammtzahl mochte im Jahre 1853 200000 betragen. In denVolksschulen wird in der Regel nur in den Elementen, im Lesen, Schreiben, Rech'neu und in der Religion Unterricht gegeben. Doch sind in nishren, insbesondere denfesten Schulen der Städte, auch Geschichte und Geographie in den Cyklus der Unter«richtsgegenstände aufgenommen. Obschon die Kinder auf dem Lande im Sommergewöhnlich wegen Theilnahme an den ländlichen Geschäften die Schule gar nicht bc«suchen könne», wird man doch jetzt in ganz Norwegen keinen einzigen Mann undkein'einziges Weib oder Mädchen finden, die nicht Lesen und Schreiben könnten-Außerdem ist ein ernster und thätiger Sinn für Aufklärung und Bildung im Volkevorhanden, der von Staatswegen nicht, wie oft anderwärts geschieht, Hinderniserfährt, sondern gefördert und belebt wird. Neuerdings trat auch eine zahlreicheGesellschaft zusammen, welche sich die „Förderung der Volksaufklärung" geradezuals Zweck gesetzt hat und durch populäre Schriften gemeinnützige Kenntnisse zu vek'breiten sucht.

Die periodische Literatur blüht in Norwegen, wie in allen freien Staaten,das geistige-Leben des Volks nicht durch Absolutismus und Preßzwang gehen'"'wird. Von Zeitungen bestehen 47, beinahe in jeder größer» Stadt eine, das nö^'liche Transö nicht ausgenommen; die größten Städte, Christiania und Bergen, zäb^davon 11. „Was die Zeitschriften betrifft, so besitzt das Land eine „NorwegischZeitschrift für Wissenschaft und Literatur", ein „Magazin für die Naturwissensch""ten", eine „ Medieinischc Zeitschrift", eine „Polytechnische Zeitschrift", cinc """Zeitung", eine „Departement-Zeitung", eine „Zeitschrift für Schöneeinige religiöse Zeitschriften und die „>it jener Aufklärungsgcsellschaft zusanim„Zeitschrift für Volksbildung". Die Literatur im Allgemeinen hat Norwegen nnt

' " //Literatur /enhängende