ide-
>or-
upt
iese
des
iellt
von
fiel
mit
chcs
edcr
Ser-
kcn,
ei-
>an-
na»
ier-
egc
zur
ord'
ucfi,
und
»be-
ten
üest
erh-
öht
)e>l-
ass-
uis'udsziu-c i"chctauf-Sä-ten,
.ff'
>»;n
»>n-
t»"'
,r>n
t>ab
ul-
>oS'
der-
>ds-
lchk,
je-
llUg
et-
u>'S
Das heutige Credit- und Bankwesen. 421
empfing. Indessen lassen sich aus der wirklichen Lebenserfahrung keine besondernFrüchte hieraus nachweisen. 'Und außerdem hindert ja nichts, eine bestimmte Til-gungssumme in den Voranschlag aufzunehmen, überhaupt das Tilgungsgeschäft alsein womöglich perpetuirliches ohne eine besondere Tilgungssondsverwaltung ununter-brochen im Auge zu behalten.
Wenn auch der Schuldenstamm der Ausgang alles Druckes für die Steuer-pflichtigen ist, so wird dieser doch nur empfunden durch die Menge der zu ent-richtenden Zinsen. Man kann daher auch den Druck der Staatsschulden minder»,indem man die Masse der Zinsen geringer zu machen sucht, und dies geschieht durchbie sogenannte Redaction der Zinsen oder Conversion der Renten. Eine solche Herab-setzung der Zinsen, welche augenblicklich die Steuerlast mindert oder als Mittel zurCapitaltilgung benutzt werden kann, ist gercchterweise nur bei Schulden möglich, derenKündigung sich der Staat vorbehalten hat. Der Staat muß dann die OfferteMachen, daß die Gläubiger entweder das geliehene Capital al pari zurücknehmen°der sich von jetzt ab mit einem geringern Zins begnügen. Es liegt auf der Hand,baß ein solches Beginnen nicht unter allen Umständen für den Staat nützlich ist,daß die rechte Stunde abgewartet werden und das ganze Unternehmen vorsichtig durch-geführt werden muß. Auch mag zu empfehlen sein, daß der Staat den Cursder Schuldscheine nicht allzu weit über Pari steigen läßt, um die Gläubiger, denen^eilich der Aufschwung zu dem Pari und über dasselbe hinaus das Sinken desaiidesüblichen Zinsfußes längst angezeigt hat, nicht mit einem allzu starken Abbruch>hrer Einnahmen auf einmal heimzusuchen. Wie sehr man aber nun auch billigeRücksichtnahme auf die Interessen der Gläubiger zur Pflicht machen kann, von°'ner fü5 alle Fälle ausgemachten Ungerechtigkeit und von wirthschaftlichcm Nachtheildieser Maßregel für das Gemeinwohl kann keine Rede sein. Das fünfte Iahr-ichnd dieses Jahrhunderts ist namentlich reich an solchen Zinsrcductionen gewesen;vch datiren sie in mehren Ländern aus dem 17. Jahrhundert. England hatte beikm Beginn der großen Kriege mit Napoleon schon so starke Reduktionen vorgenom-mn, daß es dann spätere Anleihen wieder zu beträchtlich höherm Zinsfuß abschlie-ßen mußte. Es nahm so einen zweimaligen Anlauf zur Reduktion, gewann auchgerade in diese» Verhältnissen die verbesserten Einsichten rücksichtlich der Nützlichkeitdes «uiIcinA si,inl. Daß die Capitalisten im Übrigen einer solchen Zinsreduction ab-geneigt sind, versteht sich von selbst, und in Östreich z. B. hat sich die Regierung bei«ner Anleihe im Jahre 1842 zu dem Versprechen verstehen müssen, nicht blos den Zins-es dieser Anleihe, sondern auch nicht einmal den der vorher bestandenen nprocentigcnStaatsschuld in dem Zeiträume bis 1856 herabzusehen. In mehren Ländern hat>an die Erfahrung machen können, daß bei vorsichtigem Verfahren nicht mehr. alshöchstens ein Zehntel der Staatsschuld, deren Zinsen herabgesetzt werden sollten, zurMlnizahlung abverlangt wurde. Natürlich muß die Regierung darauf gerüstet sein,'e»i solchen Begehren vollständig entsprechen zu können. Man hat auch die Erfahrunglj^)ku könne», daß in einzelnen Ländern der früher, wie es schien, fast unerträg-^ der Schuldenlast mit der Zeit leichter getragen wurde. Es sind dies
. «der mit wachsendem Dolksreichthum, und die Thatsache beruht auf der längst^/"s«ten Wahrheit, daß der Druck der Steuern nicht von ihrer absoluten, sondern^«er relativen Stärke abhängt, d. h. von dem Verhältniß, in welchem sie zußx Einkommen des Volks stehen. Die Last wird also leichter getragen, indem^oo - öwar gleichbleibt, aber die Stärke der Schultern zunimmt, welche sie zuz.^Sen haben. Es können selbst neue Staatsschulden gemacht werden, durch welche^Unfähigkeit ^ Pflichtigen gehoben wird. Das glänzendste Beispiel bietetd«s "!^rne England, welches durch das enorme Wachsthum des'Volkswohlstan-"icht nur vor dem als sicher verkündeten Bankrott bewahrt blieb, sondern^«ld ^ offene Bekenntniß nicht zurückgehalten hat, daß der Druck der Staats-der bedeutend leichter wie früher ertragen werde. Wenn wir — unter AbzugDulden für Eisenbahnen — den jährlichen Aufwand für die Schulden, z. V.