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Eilfter Band.
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Das heutige Credit- und Bankwesen.

wirkliches Papiergeld Circulationsdienste leisten könne, ist schon erörtert worden. DasMisverständniß über die Situation der englischen Banknoten bis zur Aufhebung desGesehes über Nichteinlösung der Noten liegt darin, daß Niemand in England derMeinung sein konnte, die Noten würden stets fort uneinlösbar bleiben. Die Wieder-einführung der Einlösbarkeit war nur eine Zeitfrage, sodaß — abgesehen von allemÜbrigen — jene Thatsache gar keinen Beweis für einen Zustand enthält, in welchen,von einer Einlösbarkeit erklärtermaßen keine Rede mehr sein soll. Nücksichllich derbeiden andern Ansichten über das Verhältniß der metallenen Hinterlage zu dem Be-trage der ausgegebenen Noten sind auch wir so weit der Meinung Hübner's, daß eineBankvcrwaltung, auch wenn sie den vollen Betrag der ausgegebenen Noten mit me-tallenen Gegenwerthe» in ihren Gewölben liegen hat, doch noch einigen Gewinndurch die Ausgabe von Noten zu machen im Stande ist, sowie daß eine absoluteSicherheit für das Publicum, welckes sich der Noten bedient, nur auf diesem Wegezu erhärten steht. Aber es kann ebenso wenig bezweifelt werden, daß eine Bank,welche eine solche Garantie gegen das Eintreten eines ganz außerordentlichen Nothfallsdarbietet, dem Publicum durch die große Dauer der gewöhnlichen Zustände hindurcheine Zahl sehr bedeutsamer Dienste nicht zu leisten vermag, die man doch eben vonihr verlangen sollte. Auf diesem Wege wird, was längst bekannt ist, durchaus keineerhebliche Ersparniß an dem Kostenaufwande für die Circulationsdienste des Metall-geldes gemacht. Von dem Augenblick an aber, wo andere Völker diese Ersparnißwachen, kann es zu einer Lebensfrage werden, daß man nicht zurückbleibe. Die Er-sparniß durch die Ausgabe von Staatspapiergeld machen zu wollen, hat nichthur überhaupt anderweitige Bedenken, sondern es findet auch der etwaige Vortheil°we sehr bestimmte und für die Circulationsmittelbedürfnisse der Gegenwart sicherlichskhr enge Grenze. Dazu kommt der wichtige Umstand, daß einer Bank unter jenerVoraussetzung entschieden die Fähigkeit abgeht, dem durchaus elastischen Bedürfnissehach Circulationsmitteln ohne Mühe, Kosten und Zeitverlust nachzukommen. Daßdas Bedürfniß nach Circulationsmitteln ein auf- und abschwankendes ist, und daß^ Ausreichenden und dann wieder allzu knappen Befriedigung desselben mis-lichc Preisschwankungen der Waaren hervorgehen, kann nicht bezweifelt werden. Daßweiterhin von einem Anschmiegen an jenes Bedürfniß durch Ausgabe und Einzugvon Metallgeld und auch von Staatspapiergeld keine Rede sein kann, leuchtet Je-dem von selbst ein. Zettelbanken besitzen diese Fähigkeit durch Ausgabe und Einzug>hrer Noten. Sie werden durch die Nachfrage des Publicums nach ihren Noten oder

smch Metallgeld durch Präsentation der Noten zur Einlösung ohne alle weitere Nach-

wrschung niit dem Stande des Bedürfnisses nach Circulationsmitteln vertraut gemacht;^ verlieren aber die Fähigkeit, den in Frage stehenden großen Dienst zu leisten, so-ald sie genöthigt sind, stets den vollen Betrag der ausgegebenen Noten in MetallUnd Metallgeld zu hinterlegen.

Wir haben uns, wie bereits bemerkt, durchaus nicht zur Aufgabe gestellt, chierE'Um Versuch zu machen, jene wichtige kontroverse über den Betrieb der Banken zuObigen; wir wollten nur dem Leser eine Anschauung von den Interessen geben,slcke vornehmlich dabei in Frage kommen. Und wenn wir aus einen für die Be-

Urfnjssx des Publicums nützlichen Betrieb einer Zettelbank hinwiesen, welche nur

Men Theil des Betrags der ausgegebenen Noten in Metallgeld zur Auswechselung^Mhält, so sind selbstverständlich alle jene Eigenschaften der Vorsicht, Umsickr,e ^'chkeit u. dergl. in den leitenden Personen einer Bankverwaltung vorausgc-ert^,' denen unter allen Umständen Gewinn und Nutzen der Anstalt abhängigdem'*"' Ebenso bedarf es kaum der Erwähnung, daß jene Vorsicht nicht blos indgx Geschäfte, welckes man nun einmal vor sich hat, bewährt werden soll, sondernEi« ^ Üch auch ganz besonders in der Auswahl der Geschäfte hervorstellen muß.H ° welcke leicht in die Lage kommen kann, daß man ihr große Massen von

p>elk^" zur Umweckselung präsentirt, darf ihre Darlehne nickt an Schuldner geben,che nicht im Stande sind das Erhaltene in kurzer Frist zurückzuerstatten. Es ist