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angedeutet, daß das Recht des Kriegs und Friedens zweckmäßiger in den weiter«Bund als in die Union zu legen sei.
Indessen hatten sich die Gothacr rasch als geschlossene Fraction organisirt undbegannen in einem Locale auf dem Bahnhöfe ihre Berathungen. Eine überraschendeVerstärkung ward ihnen^ durch den Zutritt Bodelschwingh's. Seit derselbe denVorsitz des Verwaltungsraths an Nadowitz abgegeben, war er zwar als eifrigerAnhänger der bundesstaatlichcn Politik thätig geblieben, aber es frappirtc doch, denvormärzlichen Staatsmann mit Vielen seiner bekanntesten Gegner jetzt eine Parteibilden zu sehen. War es wirklich sein warmer Einheitseifer, oder hatte die Hoff-nung/ Preußen wolle selbst die Annahme e,> blou, einigen Einfluß auf seine Hal-tung: genug, er gab dem Bahnhosclub erst recht Sporn und Macht und zog auchein ziemliches Häuflein Unentschlossener mit sich fort. So entstand das Programmder Partei, daS die alsbaldige Annahme der Verfassung in Bausch und Bogen andie Spitze stellte und durch die Zahl-der Unterschriften mit einiger Wahrscheinlichkeiterwarten ließ, daß diese Ansicht in der Augustincrkirche die Majorität erhalten würde.Mit diesem Acte, so war die durchgängige Meinung, schnitt man den Regierungenden Verwand jedes Rückzugs ab und machte sie verbindlich, das Werk, das sie derNation geboten und das von deren Vertretern unverändert angenommen worden,ebenso anzunehmen und mit allem Ernste durchzuführen.
I» den Verfassungsausschüssen zeigte man sich zu einer weiter» Nachgiebigkeitgeneigt. Vielleicht war jetzt, so wie die Dinge standen, auch für die Politik der ^Gothaer die Grenze jeder weitern Concession gekommen; aber man wollte offenbar ^einen geläufigen Einwand beseitigen — das Bedenken nämlich, daß die eben erstdirte preußische Verfassung dann durch eine neue Revision mit der Ncichsverfass""vin Einklang gesetzt werden müsse. Dem zu begegnen, begann man in den Au 'schlissen eine rasche Revision, namentlich der Grundrechte, wie sich denken läßt, ga»i lin conservativem Sinne und im engsten Anschluß an die revidirte preußische Ver' §fassung. Nun schien doch jeder Vorwand des Weigerns abgeschnitten. Man nah"'die im Mai >849 von den Regierungen gebotene Verfassung nicht nur unveränderan, sondern erklärte sich zudem bereit, eine Anzahl gouverncmcntalcc AmendcineNmit in Kauf zu nehmen. Das Letztere widersprach vielleicht dem Erster», oderzeugte jedenfalls vom nachgiebigsten Eifer für die Sache, und ließ den Regierung^nur die Alternative, entweder durch ungesäumte Annahme auch ihren Eifer für -Sache zu bethätigen oder durch das Gegentheil vor aller Welt zu beweisen, ^ihnen das Werk vom 26. Mai zur unbequemen Fessel geworden, und daß sie "nun von Vorwand zu Vorwand flüchteten, um diese Last abzuschütteln. , ^
Entschiedener als in dem Volkshausc gab sich die bundcsstaatliche Mehrheü §Staatenhause kund. Während dort der Berichterstatter des Verfassungsaussch"'^Camphauscn, mit dem Geständniß seinen Bericht beschließen mußte, daß keiner ^gestellten Anträge die Mehrheit im Ausschnssc erlangt, war hier mit 19 segStimmen der Antrag angenommen worden, der im Wesentlichen dem Progr ^der Annahme e„ dloo entsprach. Darum eignete sich ihn auch die Pa'üA pt-dies Programm aufgestellt, im Volkshause als selbständigen Antrag in den "
Am 12. und 13. April fand im Volkshause die Berathung statt. "'^äri'fand diesmal, als er die Debatte eröffnete, nicht den Beifall wie am 26- fastnur die dem Bundesstaate feindliche Rechte schenkte ihm ihren Applaus. yflis-melancholischem Tone, ängstlich abmahnend, wiederholte er, was er scho" "^nudeschusse erklärt, daß die Annahme o» Klon da- ganze Werk gefährden werde.waren nicht angegeben; der Warnungsspruch klang wie ei» drohende- d'ietff
Freiherr Otto von Manteuffel, hier nicht als Minister, sonder» als A g ^ j„für Berlin anwesend, ließ sich alsbald vernehmen. Gleich Radowitz ^sicht-
unumwundenster Weise von der Annahme s„ bloo ab; nur klang sein Ton Et-licher und er hatte den Muth, zugleich seine Abmahnung mit einer 9 eiy