Deutschland.
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ern ! thtzuerungen zu verbinde». „Die Thätigkeit der Feinde und ihr Treiben dient nurzu einer Lehre, welche mich in meiner Auffassung bestärkt. Wenn ich sie so gx.lchäftig hin- und hergehen sehe, wenn ich sie Umtriebe anknüpfen sehe, da und dort,lv gibt mir das die Lehre, um so ruhiger meinen Weg zu gehen. Selbst die Mis-Seburt, welche kürzlich ins Leben gerufen worden ist, um uns zu schrecken, wird'"ich nicht von diesem festen und besonnenen Wege ableiten; im Gegentheil, ich'vcrde den Feinden nicht den Gefallen thun, eine Überstürzung zu rathen.... Ich!"erde in deutschem Ernst und in deutscher Festigkeit das Ziel festhalten, nach dem'ch strebe.... Das Rückwärts wollen wir hinter uns liegen lassen! ich wahrhaftigArde der Letzte sein, der da räth umzukehren und umzudrehen; denn ich weiß wohl,Deutschland und am wenigsten Preußen kann »»verrichteter Sache umdrehen! Wir"üissen vorwärts, wir wollen vorwärts!"
In der zweitägigen Debatte maßen sich die Kräfte aller Parteien. Die Go-chaer schickten ihre berühmtesten Namen, Vincke, Soiron, Gagern u. s. w., in dieparlamentarische Arena, die Gegner suchten wenigstens den Sieg so schwer wie"wglich zu machen. Außer den Nachtretern der preußischen ministeriellen Politik">arcn es besonders die offenen Gegner des Bundesstaats, welche die Annahme anbettinipften: von Seiten der feudal-pietistischcn Partei vor Allen Stahl under durch seine politische Umkehr bekannte Keller, von Seiten der Ultramontanen,die etwa ein Dutzend Stimmen zählten, Büß und Neichcnspergcr. Den wirksam-sie» Eindruck machte unstreitig Bodelschwingh. In einer weniger künstlerischen alskernigen und warmen Ansprache hielt er der preußischen Politik den Spiegel ihrer^ausgegangenen Worte und Thaten vor, zeigte in lebhaften, eindringlichen Zügen,kaß die Ehre wie die Politik gebiete, den betretenen Weg nicht zu verlassen, undMotz mit einer bewegenden Apostrophe an den preußischen und deutschen Patriotis-mus, den vorgeschlagene» Weg der Annahme im Ganzen nicht zu verwerfen. SeineZähnung an den alten Spruch „ein Wort ein Wort, ein Mail» ein Mann", dender Politik vom 26. Mai ins Gedächtniß rief, seine Erinnerung an die 18 Mil-anen Thaler, die man noch kurz vor dem crfurter Tage in den preußischen Kam-mern bewilligt, um den betretenen Weg nökhigenfalls mit den Waffe» vertheidigen^können, sein Hinweis, daß es der preußischen Regierung, wenn sie ernstlich wolle,eicht werden müsse, alle Abfallsgelüste der Einzelnen zu bekämpfen, seine MahnungM die vreußischcn Abgeordneten, daß sie nicht durch ihre Unentschlossenhcit dasScheiter» des Werks herbeiführen und damit ein Unglück veranlassen sollten, dasgrüßen lange nicht überwinden könne — Dies und Anderes machte einen gewal-kt Eindruck und ward von den Bundesstaatlichcn mit jubelndem Beifall, vonGegner» und von Denen, die schon den Rückzug im Sinne hatten, aber überWeg »och im Zweifel waren, mit Groll und Beschämung aufgenommen. BeiAbstimmung am 13. April wurde» alle Amendements verworfen, und der An-des Bahnhofclubs ward mit 125 gegen 89 Stimmen angenommen. Das Volks-ertheilte danach dem Verfassungscntwurfe vom Mai nebst allen Beilagen und^ Additionalacte volle und unbedingte Zustimmung. Es ermächtigte den Reichs-'ikaud, mit denjenigen zum Bündnisse gehörigen Staate», welche, solange Holsteindn- ^ucnburg außer dem Bundesstaate ständen, eine freiere Bewegung ihrer Han-Gesetzgebung und ihrer Handelsbeziehungen in Anspruch genommen, die nöthigen^kinbarungen zu treffen.
H . Diesem Beschlusse des Volkshauses folgte ani 17. April mit der bedeutendenyss'ivritär von 62 gegen 29 Stimmen das Staatcnbaus nach. Die Verfassung war"»genommen. Es folgte die Revision, wie sie die Ausschüsse vorgeschlagen,h, "»facher Stimmenmehrheit und unter abgekürzten Formen. Die Grundrechtedadurch vollends mit der preußischen Verfassung in Einklang gebracht undsich ^ihe von Bestimmungen im entschieden conservativcn Sinne abgeändert. Ließsogar das Volkshaus dazu bewegen, den bedenkliche» Beschluß zu fassen," es der Reichsgesctzgebung zustehe, für alle Wahlgesetze der Einzelstaaten leitende
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